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Titel: Wertigkeit der Ganzkörper-MRT bei Patienten mit Multiplem Myelom nach Stammzelltransplantation zur Verlaufsbeurteilung der partiellen und kompletten Remission
Sonstige Titel: Wertigkeit der Ganzkörper-MRT bei Patienten mit Multiplem Myelom nach Stammzelltransplantation zur Verlaufsbeurteilung der partiellen und kompletten Remission
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hentschel, Hannah Barbara
Schlagwörter: Ganzkörper-MRT; Stammzelltransplantation; Remissionsbeurteilung
GND-Schlagwörter: Remission; Plasmozytom; NMR-Tomographie
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2011-08-15
Zusammenfassung: 
Das multiple Myelom ist eine Neoplasie des lymphatischen Systems, welche durch die Ansammlung maligner Plasmazellen im Knochenmark, die Produktion von monoklonalen Immunglobulinen und konsekutive Knochendestruktion gekennzeichnet ist. Patienten, die daran erkranken, sind auch mit intensiven Therapien meist nicht heilbar. Die Behandlung zielt daher darauf ab, die Erkrankung möglichst stark zurückzudrängen und - im Idealfall - sogar eine komplette Remission zu erreichen. Obwohl damit oft ein langes progressionsfreies Überleben erzielt werden kann, erleiden die Patienten Rezidive, so dass ein ausgesprochenes Interesse besteht, sensitivere Verfahren für die Verlaufskontrolle der Remission zu etablieren.
Der Behandlungserfolg und das Gesamtüberleben der Patienten korreliert offen-bar mit der Zahl und Größe der mit bildgebenden Verfahren detektierten Osteolysen und Weichteilmanifestationen. Daher wird gegenwärtig über die Rolle der verschiedenen bildgebenden Verfahren zur Beurteilung des Therapieansprechens diskutiert. Die MRT hat sich aufgrund ihrer vergleichsweise hohen Sensitivität bereits bei der Primärdiagnostik des Multiplen Myeloms fest etabliert.
In der vorliegenden Studie wurden 33 Myelompatienten nach Stammzelltransplantation in Remission zweifach mit der Ganzköper-MRT untersucht. Vorrangiges Ziel war es zu prüfen, ob die MRT-Untersuchungen gegenüber parallel durchgeführten Serumuntersuchungen bezüglich des Remissionsverlaufs zu einer unterschiedlichen Bewertung kommen, und ob sich gegenüber der alleinigen Nachsorge mittels klinisch-chemischer Routineparameter ein Vorteil ergibt. Weiterhin wurden die Myelommanifestationen bezüglich ihrer Lokalisation analysiert.

Ein wesentliches Ergebnis dieser Studie ist, dass mit der Ganzkörper-MRT der Remissionsverlauf der Patienten beurteilt werden kann. Die Ergebnisse zur Ver-laufsbeurteilung anhand der kostengünstigen Serumuntersuchungen zeigten jedoch eine höhere diagnostische Genauigkeit.

Die Ergebnisse bestätigen aber auch, dass die Ganzkörper-MRT unter den bild-gebenden Verfahren besonders geeignet ist, um das Verteilungsmuster des er-neuten Befalls und Weichgewebemanifestationen zu erfassen. Im untersuchten Kollektiv waren die neuen oder größenprogredienten Herdsetzungen des Myeloms stets im gesamten Skelett, d.h. innerhalb und außerhalb des Achsenskeletts lokalisiert, so dass das Ausmaß der Erkrankung nur aufgrund der Untersuchung des ganzen Körpers erfasst wurde. Darüber hinaus wurden im untersuchten Kollektiv auch ausgeprägte Veränderungen im Weichgewebe diagnostiziert. Diese Patienten zeigten ein schlechteres Therapieansprechen und die Veränderungen wären bei einer alleinigen Bildgebung des Skelettes durch konventionelles Röntgen nicht detektiert worden.
Zusammenfassend erlaubt die MRT die Beurteilung des Remissionsverlaufs, bie-tet diesbezüglich jedoch keinen Mehrwert gegenüber der diagnostisch genaueren Serumuntersuchung. Gegenüber der Serumuntersuchung ermöglicht die Ganzkörper-MRT jedoch die genaue Lokalisation des erneuten Myelombefalls, sowohl im Skelettsystem als auch im Weichgewebe, so dass sie bei ausgewählten Patienten mit klinischer Symptomatik oder non-sekretorischem Myelom zur Beurteilung des Remissionsverlaufs durchgeführt werden sollte.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4171
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53048
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Weber, Christoph (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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