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Titel: 4q13.3 - Amplifikationen in humanen Tumoren
Sonstige Titel: 4q13.3 - amplification in human cancers
Sprache: Deutsch
Autor*in: Sandmann, Mareike Julia
Schlagwörter: Epiregulin; Amphiregulin; EREG; AREG; 4q13.3
GND-Schlagwörter: Genamplifikation; Tumor; Krebs <Medizin>; Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor; Speiserhrenkrebs; berexpression; Chromosom 4
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2011-09-20
Zusammenfassung: 
Ausgangspunkt dieser Untersuchung war der Nachweis von umschriebenen, kurzstreckigen, hochgradigen 4q13.3-Amplifikationen in je einem Fall eines Plattenepithelkarzinoms des Ösophagus und eines Urothelkarzinoms der Harnblase. Der kleinste gemeinsame Bereich der Amplifikationen beinhaltete 21 Gene. Die unmittelbar nebeneinander liegenden Gene Epiregulin (EREG) und Amphiregulin (AREG) erschienen aufgrund ihrer Funktion als Liganden mehrere Wachstumsrezeptoren, welche teilweise schon bekannte amplifizierte Onkogene sind, besonders interessant. Dies wäre vereinbar mit einer Rolle von Epiregulin und Amphiregulin für die Tumorbiologie im Falle einer Überexpression. Ziel der Untersuchung war die Klärung der Prävalenz von 4q13.3 (Amphiregulin/Epiregulin)-Amplifikationen in humanen Tumoren und das Gewinnen von Rückschlüssen auf die biologische Bedeutung dieser Amplifikation durch Vergleich von Amplifikationsdaten mit pathologisch-anatomischen und klinischen Parametern in einem ausgewählten Tumortyp. Die Multitumor-TMA-Untersuchung ergab Amplifikationen vor allem in Ösophaguskarzinomen, Plattenepithelkarzinomen aller Art und potentiell hormonabhängigen Tumoren des weiblichen Genitaltraktes. Konkret fanden sich in den analysierbaren Tumoren 9 Amplifikationen im Plattenepithelkarzinom des Ösophagus und 3 Amplifikationen im Adenokarzinom des Ösophagus. Die Ösophagus-Studie ergab in Plattenepithelkarzinomen bei 139 auswertbaren Fällen 11 (7,91%) Amplifikationen und 5 (3,60%) geringgradige chromosomale Zugewinne. Im Adenokarzinom fand sich keine Amplifikation in den 77 erfolgreich untersuchten Tumoren. Eine geringgradige Vermehrung (Ratio 4q13.3/Zentromer4 < 2,0) fand sich in 4 (5,19%) der untersuchten Adenokarzinome. Es fand sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem 4q13.3-Amplifikationsstatus und dem Tumorgrad, dem pT-Stadium, dem pN-Stadium und dem klinischen Verlauf. Insgesamt zeigen die Daten unserer Studie, dass 4q13.3-Amplifikationen zwar bei verschiedenen Tumorarten vorkommen, in keiner Tumorart aber eine besonders hohe Häufigkeit einnimmt. Beim Ösophaguskarzinom ergeben sich keine Anhaltspunkte auf eine klinische Relevanz. Immerhin spricht die hohe Übereinstimmung des 4q13.3-Amplifikationsstatus zwischen Primärtumoren und korrespondierenden Metastasen dafür, dass diese Alteration bei einem Subset von Plattenepithelkarzinomen des Ösophagus relativ früh auftritt und homogen im Tumor vorkommt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4248
URN: urn:nbn:de:gbv:18-53962
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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