Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Einfluss von Alkohol auf Sexualdelikte von und an Jugendlichen. Eine retrospektive Studie mit Interviews über Hintergründe und Dynamik.
Sonstige Titel: Influence of Alcohol on Sex Crimes against – and by – Adolescents. A Hamburg retrospective Study with Interviews on Background and Dynamics of Adolescent Sexual Offense.
Sprache: Deutsch
Autor*in: Riedesser, Hannes Albert Magnus
Schlagwörter: Vergewaltigung; Drogen; Hydroxybuttersäure <gamma->; Benzodiazepine; Alkohol; Risikofaktor; Prävention; Gruppendynamik; Erwachsenwerden; Date Rape; Risk Factors; Risk Perception; Adolescence; Alcohol; GHB; Group Dynamics
GND-Schlagwörter: Vergewaltigung; Drogen; Hydroxybuttersäure <gamma->; Benzodiazepine; Alkohol; Risikofaktor; Prävention; Gruppendynamik; Erwachsenwerden
Erscheinungsdatum: 2011
Tag der mündlichen Prüfung: 2012-05-09
Zusammenfassung: 
Diese Doktorarbeit gibt einen Überblick über Einflüsse zu sexuellen Übergriffen von und an Jugendlichen unter dem Einfluss von Alkohol. Dazu wurden 48 Akten des Landeskriminalamts Hamburg explorativ und retrospektiv ausgewertet.
Weiter werden Risikofaktoren, typische Eigenschaften von Tatbeteiligten, Hintergründe und Häufigkeit von Falschbezichtigungen, Möglichkeiten der Primär- und Sekundärprävention dargestellt und ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben.

Ergebnisse der Arbeit umfassen ein weitgehendes Fehlen von KO-Tropfen, wie GHB und Benzodiazepinen. KO-Tropfen werden häufig in den Medien genannnt, sind aber im – Vergleich zu Alkohol – spielen aber bei Übergriffen nur zu einem geringen Teil eine Rolle. Alkoholkonsum von Opfer und Täter ist abhängig von Lokalität und sozialer Umgebung. Die Inititative zum Alkoholkonsum korreliert mit der Lokalität. Durch den Täter erzwungener Alkoholkonsum korrelierte mit erhöhter Verhaltensbeeinträchtigung des Opfers zum Zeitpunkt der Tat und geschah an Orten, die dem Täter Kontrolle versprachen, wie seine Wohnung oder andere geschlossene Räume.
Kritische Anmerkungen zum Studiendesign und Vorschläge für weitere Studien werden gegeben.

This doctoral thesis presents factors taking effect on sexual offence against adolescents with a special consideration to the influence of alcohol. The risk factors included in this work are puberty and group dynamics, neurobiological changes in adolescence, intellectual and social development and other developmental related risk factors. Special consideration was given of the perception of risk, acting variables on pressing charges against the perpetrator or keeping silence, as well as fictious accusations of rape, date rape drugs and their actual use and finally prospects of prevention. It incorporates a first explorative study of 48 cases by the Department of Sexual Offences of the State Office of Criminal Investigation Hamburg and interviews with first-aiders in police and non-profit associations.

Results include a lack of Date Rape Drugs like GHB or benzodiazepines. While illustrated in the media, they are very rarely found in actual cases. Alcohol consumption is dependent on place and social surroundings. The initiative of consumption correlates with the site of the crime. Forced consumption by the offender corresponded with increased drunkeness of the victim and happened in places that promised control by the perpetrator, like his home or other closed places. Study limitations and implications of findings are discussed. Suggestions for further studies are given.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4459
URN: urn:nbn:de:gbv:18-56466
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf2.93 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

126
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 16.04.2021

Download(s)

36
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 16.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe