Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Analyse des natürlichen Verlaufs und der Ergebnisse antiviraler Therapie bei chronischer Hepatitis C: retrospektive Analyse einer großen Hamburger Kohorte von 2001 bis 2008
Sprache: Deutsch
Autor*in: Pudelski, Neele
GND-Schlagwörter: Hepatitis C; Virushepatitis
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2012-07-16
Zusammenfassung: 
In dieser Arbeit wurden zum einen der natürliche Verlauf und zum anderen die Therapie der chronischen Hepatitis C (HCV) Infektion an einer großen Deutschen Patientenkohorte analysiert und verglichen.
Es wurden die Patientenakten der ambulanten Patienten der ersten medizinischen Klinik des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf der Jahre 2001 bis 2008 ausgewertet. Die vorliegende retrospektive Datenanalyse schließt 779 Patienten mit einer chronischen Hepatitis C der Genotypen 1, 2 und 3, im Alter von 18-60 Jahren ein,
Bei Studienbeginn waren beide Gruppen (therapiert/ untherapiert) in Bezug auf Alter, Geschlecht, Komorbidität, Zirrhose, Symptomen und extrahepatischen Manifestationen gleich verteilt.
Bei der Betrachtung des untherapierten Verlaufs zeigte sich, dass es sowohl in der Prüfung des Leberschadens mittels Sonographie und Biopsie, als auch im Auftreten von Symptomen und extrahepatischen Manifestationen keine wesentlichen Änderungen zum größtenteils blanden Ausgangsbefund gab. Dieses spricht zum einen für einen langsamen Verlauf der Hepatitis.
Bei dem Vergleich der Therapieansprechraten zeigten sich gute Ergebnisse in den SVR-Raten der aktuellen Standardtherapie. Der Genotyp 1 hatte mit 57% bessere Raten als in der aktuellen Studienlagen. In den anderen beiden Genotypen waren die Ergebnisse schlechter (GT 2 73%, GT 3 65%), was allerdings wahrscheinlich auf die hohen „lost-to-follow-up“-Raten zurückzuführen ist. Beim Direktvergleich der beiden aktuellen Standardpräparate (pegIFN α 2a und α 2b) konnte bei keinem Genotyp eine Dominanz festgestellt werden. Nebenwirkungen der Therapie treten bei fast allen Patienten ohne Gruppenunterschiede auf. Als prädiktive Faktoren für SVR scheinen sich sowohl frühes Therapieansprechen im Sinne von RVR und cEVR, als auch niedrige Fibrosestadien zu eignen.
Insgesamt kann festgestellt werden, dass prinzipiell beide Vorgehensweisen möglich sind und dass gerade in Hinblick auf in Kürze auf den Markt kommende neue Therapieoptionen auch ein abwartendes Verhalten zu rechtfertigen ist. Eine Entscheidung sollte individuell in Zusammenarbeit mit dem Patienten getroffen werden.

Analysis of the natural course and the response of chronic hepatitis C infection of a German patient group.
We analyzed a total of 779 treatment-naïve, moninfected patients with chronic hepatitis c (genotype 1-3) under 60 years that were treated at the University of Hamburg.
At the beginning there were no significant differences of the demographics or severity of the liver disease of the two groups (treatment/ natural course).
Analyzing the natural course, there were no differences between beginning and endpoint related to liver damage, symptoms and extrahepatic manifestations.
According the response of antiviral therapy, we found high SVR- rates in the therapy regime with Peg- IFN and ribavirin. In genotype 1 the SVR rates (57%) were higher than in comparison to current studies. The SVR- rates in genotype 2 and 3 (GT 2 73%, GT 3 65%) are marginally lower. One reason are the high “lost- to- follow- up” rates.
There are no significant difference in SVR rates and side effects of antiviral therapy with pegylated interferon α2a and α2b both plus ribavirin.
Better response was observed in patients with low liver damage an achievement of RVR and cEVR.
Recapitulatory both kinds of practice are possible.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4555
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57627
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Lohse, Ansgar W. (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf615.62 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

12
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 11.04.2021

Download(s)

2
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 11.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe