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Titel: Verlaufsbeobachtung von Patienten mit Germinomen im Bereich des zentralen Nervensystems
Sprache: Deutsch
Autor*in: Rotermund, Roman
Schlagwörter: Germinom; Zentralnervensystem; Biopsie; Tumorentfernung; Resektion; germinoma; cns; biopsy; resection; qol
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2012-07-25
Zusammenfassung: 
Das im zentralen Nervensystem lokalisierte Germinom ist ein maligner Tumor aus Keimgewebe, der vor allem bei Jugendlichen um das Alter von 16 Jahren auftritt. Es ist sehr strahlensensibel, in der Literatur wird bei der adäquaten Behandlung eine Zehn-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit von über 90% angegeben. Im vorliegenden Patientengut beträgt die Zehn-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit 82%.
In dieser Arbeit wurde eine retrospektive Datenerhebung von 33 Patienten dieser Diagnose aus einem Zeitfenster von 23 Jahren durchgeführt und ein follow-up bis zum heutigen Datum erstellt. Hier zeigte sich, dass die Lebensqualität der Behandelten trotz guter Behandlungsmöglichkeiten im Langzeitverlauf nachlässt. Dies äußerte sich vorwiegend durch Störungen im neurokognitiven und hormonellen Bereich. Die Arbeit bestätigt den schon in der Literatur beschriebenen Zusammenhang zwischen neurokognitiven Störungen und Bestrahlung. Andere vermutlich durch Therapie induzierte Ereignisse im Verlauf waren Hüftkopfnekrosen, Schlaganfälle, Hautkrebs und Kardiomyopathie.
Es wurde ausserdem untersucht, ob ein Unterschied zwischen Tumorbiopsie und Tumorentfernung für das Outcome der Patienten im Langzeitverlauf besteht. Hier zeigten sich Hinweise auf ein geringgradig besseres Outcome der Biopsiegruppe hinsichtlich Sterblichkeit und Lebensqualität im Langzeitverlauf. Dabei liefern die durchgeführten Berechnungen jedoch keinen signifikanten Beweis, da es zu viele mögliche Einflußfaktoren in den untersuchten Gruppen gab, die das Ergebnis verändern könnten.

In this work we carried out a retrospective data collection, creating a follow-up. 33 out of 39 patients diagnosed with central nervous system germinoma over a time period of 23 years could be evaluated, focusing on treatment results over a course of 5-10 years as well as the patients prognosis depending on the diagnostic process (biopsy vs. tumour resection) considering clinical state and quality of life. In order to objectivise the evaluation, we used the EORTC QLQ C30 questionnaire (quality of life of cancer patients) as well as the Modified Rankin Scale (degree of disability in daily activities).
At the date of the follow up six patients had already died since first being diagnosed. Despite good therapy options with high cure rates, a considerable decrease of the quality of life over the course of the years since treatment could be observed in the surviving patients. This development was mainly due to disturbances concerning neurocognitive, hormonal and psychosocial functions. We found a strong connection between radiatio and neurocognitive impairement, as has been pointed in literature before. Other incidents most probably caused by therapy were osteonecrosis of the femoral head, strokes, skin cancer and cardiomyopathy. As far as the diagnostic means tumour biopsy versus tumour resection are concerned, the group of patients that was diagnosed via stereotactic biopsy shows a slightly better outcome regarding mortality and quality of life.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4588
URN: urn:nbn:de:gbv:18-57980
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Flitsch, Jörg (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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