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Titel: Effektivität und Sicherheit der Katheterablation bei Vorhofflimmern : Ergebnisse des prospektiven, multizentrischen Vorhofflimmerablationsregisters
Sprache: Deutsch
Autor*in: Walker, Marcelo Sebastian
Schlagwörter: Vorhofflimmerablationsregister; multizentrisch; prospektiv; catheter ablation; atrial fibrillation; register; multi-centric; prospective
GND-Schlagwörter: Hochfrequenz-Katheterablation; Vorhofflimmern; Kardiologie; Elektrophysiologie
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-01-22
Zusammenfassung: 
Vorhofflimmern (VHF) hat als häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung eine immense soziooökonomische Relevanz. Herkömmliche Therapieverfahren sind unzureichend. Die Entwicklung einer effizienten und möglichst nebenwirkungsarmen Therapiestrategie ist daher notwendig. Die Katheterablation bei VHF hat in den letzten Jahren weltweit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie ist ein erfolgsversprechender kurativer Ansatz zur Behandlung dieser bedeutsamen supraventrikulären Arrhythmie. Zu berücksichtigen ist eine rasante technische Entwicklung bei zum Zeitpunkt der Untersuchung fehlenden einheitlichen Therapiestandards. Hinzu kommt, dass es weltweit nicht ausreichend prospektive, multizentrische Daten mit aussagekräftigen Langzeitergebnissen gibt.
Die vorliegende Studie befasst sich daher mit dem derzeitigen Stand der Therapie des VHF mittels Katheterablation und den auftretenden Komplikationen nach dem Eingriff. Sie konnte repräsentativ für Deutschland nachweisen, dass Katheterablationen bei VHF sicher sind und nur wenige Akutkomplikationen verursachten. Die akute Gesamtkomplikationsrate von 3,05% bestätigt den mehrfach beobachteten Trend zu weniger Komplikationen in den letzten Jahren. Hervorzuheben ist, dass ein Großteil dieser Komplikationen normalerweise einen guten klinischen Ausgang hat. Hierzu zählen insbesondere der Perikarderguss und die Blutung.
Der Perikarderguss trat als häufigste Komplikation in 1,55% der Ablationen auf. Hiernach folgten in der Häufigkeit Blutungskomplikationen, wie z.B. Blutergüsse oder Nachblutungen an der Punktionsstelle (0,91%). Zerebrovaskuläre Komplikationen, wie eine zerebrale Ischämie oder eine intrazerebrale Blutung, traten in 0,46% der Fälle auf. Eine Pulmonalvenen-stenose fand sich nur bei 0,17% der Patienten. Eine atrioösophageale Fistel oder eine periphere Embolie wurden bei keiner der untersuchten Patienten festgestellt. Ebenso erlitt keiner der Patienten eine Synkope oder eine akute Herzinsuffizienz. Insbesondere zeigte sich kein akut letaler Ausgang.
Als mögliche Ursachen für die Reduktion der Gesamtkomplikationsrate sind die mit der Zeit zugenommene Erfahrung sowie die verbesserten Ablations- techniken zu sehen. Die Entwicklung von 3D-Mappingsystemen zur optimierten anatomischen Darstellung während der Katheterablation und die robotergestützte Navigation sind Beispiele für den technischen Fortschritt, der komplikationsärmere Eingriffe ermöglicht.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4847
URN: urn:nbn:de:gbv:18-61078
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Willems, Stephan (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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