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Titel: Karies bei ein- und zweijährigen Krippenkindernin Hamburg
Sonstige Titel: Caries in 1- and 2-year-old toddlers in Hamburg
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hippke, Astrid
Schlagwörter: Milchzahnkaries; Krippenkinder; Risikofaktoren; Präventionskonzepte; Early Childhood Caries; Toddlers; Riskfaktors
GND-Schlagwörter: Epidemiologie; Prävention; Nursing bottle syndrom; Kinderkrippe
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-04-29
Zusammenfassung: 
In der Studie wurden zwischen März 2008 und März 2009 Kariesprävalenz und Karieserfahrung bei 511 ein- und zweijährigen Krippenkindern in 29 Einrichtungen in Hamburg ermittelt und Zusammenhänge zu soziodemographischen Daten und kariesrelevantem Verhalten untersucht.

Von den untersuchten Kindern hatten 3,9 % Karies nach WHO-Richtlinien, einschließlich Initialkaries waren es 15,3 %. Signifikante Abhängigkeiten konnten zum Alter, zur Nationalität und am deutlichsten zu dem Vorhandensein sichtbarer Plaque an den Frontzähnen nachgewiesen werden. Die Karies polarisiert sich auf wenige Kinder. Fast 80 % aller Kinder mit Karies zeigten Symptome der Saugerflaschenkaries .

Die Studie zeigt, dass die Karies bei einigen Kindern sehr früh beginnt und dass dementsprechend auch zahnmedizinische Aufklärung und Betreuung sehr früh einsetzen müssen, um frühkindliche Karies einzudämmen. Bereits Schwangere sollten einbezogen werden. Hierfür werden aufsuchende Betreuungskonzepte, besonders in sozialen Brennpunktgebieten, empfohlen. Weiterhin sollten die Zusammenarbeit und Vernetzung mit Institutionen und Multiplikatoren wie Krippenpersonal, Kinderärzten, Gynäkologen, Hebammen, Krabbelgruppen und Wickelkurse genutzt und verbessert werden, um Präventionskonzepte flächendeckend umzusetzen. Das wichtigste Screening-Kriterium zur Identifikation von Risikokindern ist das Vorhandensein sichtbarer Plaque an den Frontzähnen.

511 children from one to two years were investigated in 29 nursery schools all over Hamburg between March 2008 and March 2009. The results show, that the toddlers develop caries quite early. Almost four % of the children show caries excluding initial lesions, including initial lesions even 15%. Four fifth of the toddlers affected by caries show a nursing bottle syndrome as well. There is a strong caries polarization to few children.

Looking for causes of the caries, the study discovered significantly connections to social and national origins of the children and high significantly connections to visible plaque at the upper front teeth. Therefore mostly those toddlers had had caries experience, coming from lower classes, being not German or having visible plaque.

The screening criteria which allows to identify the children at risk is primary plaque and beside that social and national origins. Appropriate parents should be advised and accompanied urgently. Programs to intervene have to start very early even pregnant women should be integrated in prophylaxis drafts.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/4958
URN: urn:nbn:de:gbv:18-62314
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schiffner, Ulrich (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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