Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Reelin in Gonaden von Ratten und Mäusen : Nachweis und Wirkung auf die Aromatase-Aktivität
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kruse, Claas
GND-Schlagwörter: Reelin; Aromatase; Östrogene; Zentralnervensystem; Gonade
Erscheinungsdatum: 2012
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-08-06
Zusammenfassung: 
Das Glykoprotein Reelin und das von der Aromatase gebildete Hormon Östrogen sind bekannte Neuromodulatoren des ZNS. Reelin ist vor allem dafür bekannt, die neuronale Migration in der Embryogenese durch die Vermittlung von Stoppsignalen entscheidend zu steuern. Aber auch im adulten Säuger beeinflusst es die neuronale Plastizität. Hier gibt es eine auffällige Überschneidung mit den beschriebenen Wirkungen des Sexualhormons Östrogen auf neuronale Strukturen. Die Identifizierung des Östrogens als Neuromodulator und der Nachweis, dass das Hormon lokal im ZNS durch Aromatase gebildet wird, sind wegweisende Forschungserkenntnisse der letzten Jahre. Zugrundeliegende physiologische Steuerungsmechanismen der Östrogenbildung sind aber weitestgehend noch unbekannt. Aufgrund der funktionellen Ähnlichkeit der Effekte beider Substanzen stellt sich die Frage, ob Reelin ein entscheidender Faktor bei der Regulation der Aromatase und damit der Östrogenwirkung sein könnte. Über das zentrale Nervensystem hinaus lässt sich diese Fragestellung interessanterweise auch auf die gonadale Ebene transferieren: Mausmutanten, die genetisch bedingt vermindert Reelin bilden (sog. Reeler-Mäuse), zeigen Fertilitätsstörungen. Ein entscheidender Regulator der hormonellen Steuerkreise in den Gonaden ist wiederum das Östrogen. Anhand dieser Arbeit sollte geklärt werden, ob es in den Gonaden möglicherweise eine Interaktion von Reelin und Aromatase gibt und ob ein Fehlen dieser Wechselwirkung als Erklärungsmodell für die Fertiliätsstörung der Reeler-Mäuse dienen könnte.
Als essentielle Grundlage für weitere Untersuchungen konnte in dieser Arbeit der Nachweis von Reelin in den Gonaden von Wildtyp Mäusen und Ratten auf Protein- und auf mRNA-Ebene erbracht werden. Die nachgewiesene Reelin-Proteinmenge und Höhe der mRNA-Expression zeigten organspezifische Muster mit höchsten Mengen im Ovar, geringeren im Nebenhoden und geringsten Mengen im Hoden. In Zellkulturversuchen wurde die Auswirkung von Reelin auf die Aromataseaktivität östrogenproduzierender Zellen anhand von Aromataseassays untersucht, wobei kein signifikanter Unterschied zu den Kontrollzellen festgestellt werden konnte. Um den Einfluss von Reelin auf die Aromatasetranskription untersuchen zu können, wurden in einem molekularbiologischen Verfahren zwei Konstrukte kloniert, in welche die organspezifischen Aromatasepromotoren aus dem Gehirn und Ovar eingebracht werden konnten.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5056
URN: urn:nbn:de:gbv:18-63445
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Pröls, Felicitas (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf2.2 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

55
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 11.04.2021

Download(s)

25
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 11.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe