Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: α-Funktionalisierte Carbohydroxamsäuren, 4-Hydroxysemicarbazide und Azoformamide Ein Beitrag zu Synthese, Reaktivität und analytischen Eigenschaften
Sprache: Deutsch
Autor*in: Seeger, Michaela Sieglinde
Erscheinungsdatum: 2013
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-06-21
Zusammenfassung: 
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im ersten Abschnitt mit der Synthese und Auswertung der analytischen Eigenschaften von α-Halogen-, α-Amino- und α-Hydrazinocarbohydroxamsäuren. Substanzen mit einer Hydroxamsäure¬funktion tragen ein beachtenswertes Potential für interessante pharmakologische oder toxikologische Wirkungen.

Es wurde die Synthese von α-Halogencarbohydroxamsäuren aus α-Halogencarbonsäurechloriden und N- oder O-substituierten Hydroxylaminen beschrieben. Im weiteren Verlauf wurden die hergestellten α-Halogencarbohydroxamsäuren mit einer Reihe von sekundären Aminen zur Reaktion gebracht. Dabei konnten α-Piperidino-, α-Morpholino- und α-Pyrrolidino-carbohydroxamsäuren zugänglich gemacht werden. Die beschriebenen Hydrazinolysereaktionen von α-Halogencarbohydroxam-säuren erbrachten zumeist keine α-Hydrazinocarbohydroxamsäuren. Aus der Reaktion von α-Halogencarbohydroxamsäuren mit N-Aminopiperidin und N-Aminomorpholin ließen sich die entsprechenden α-Amino-Derivate gewinnen.

Der zweite Abschnitt leistet einen Beitrag zur Chemie von 4-Hydroxysemicarbaziden. Die Herstellung erfolgte aus einer Hydrazin- und einer Hydroxylamin-Komponente sowie 1,1´-Carbonyldiimidazol. Es wurde eine ergiebige Synthese von Azoformamiden aus den 4-Hydroxysemicarbaziden entwickelt. In Anwesenheit der Base Triethylamin konnten die gewünschten Produkte, mit Ausnahme von Benzylazo-N-methylformamid, durch Reaktion von 4-Hydroxysemicarbaziden mit Chlorameisensäuremethylester in Tetrahydrofuran gewonnen werden. Zur Untersuchung der Basenabhängigkeit der Azoformamidbildung aus 4-Hydroxysemicarbaziden wurden diese mit Benzoylchlorid zu 1-Benzoyl-4-hydroxysemicarbaziden umgesetzt. Dadurch konnte festgestellt werden, dass die Azoformamid-Bildung nur nach Zugabe einer Base erfolgt. Zudem zeigte sich, dass 1-Benzyl-4-hydroxy-4-methylsemicarbazid trotz Zusatz einer Base nicht zu einem Azoformamid umgewandelt werden kann. Stattdessen entstand nach Reaktion mit Benzoylchlorid und Chlorameisensäuremethylester stets der jeweilige 1-acylierte Vertreter.

In the first part the present thesis deals with the synthesis and the evaluation of analytical properties of certain α-halogen-, α-amino- and α-hydrazinocarbohydroxamic acids. Substances with an inherent hydroxamic group carry a remarkable potential for a variety of pharmacological and toxicological usages.

The synthesis of α-halogencarbohydroxamic acids from α-halogencarboxylic acid chlorides and N- or O-substituted hydroxylamines has been described. In further proceedings, the α-halogencarbohydroxamic acids were reacted with various secondary amines. These reactions provided α-piperidino, α-morpholino and α-pyrrolidino-carbohydroxamic acids. The hydrazinolysis reactions of α-halogencarbohydroxamic acids did not, for the most part, result in α-hydrazinocarbohydroxamic acids. The reaction of α-halogencarbohydroxamic acids with N-aminopiperidine and N-aminomorpholine resulted in the formation of α-amino-derivatives.

The objective of the second part of this thesis was a contribution to the chemistry of 4-hydroxysemicarbazides. The synthesis was realized from a hydrazine and a hydroxylamine component as well as CDI. An efficient synthesis for azoformamides from 4-hydroxysemicarbazides has been developed. In the presence of the base triethylamine, the desired product was, with the exception of benzylazo-N-methylformamide, gained by reaction of 4-hydroxysemicarbazides with methyl chloroformate in tetrahydrofuran. For further investigation of the base dependency of the azoformamide formation, the 4-hydroxysemicarbazides were reacted with benzoyl chloride to give 1-benzoyl-4-hydroxysemicarbazides. Thereby it was shown, that azofomamides only form, when a base is added to the reaction mixture. Furthermore, even with addition of base, the compound 1-benzyl-4-hydroxy-4-methylsemicarbazide could not be converted to an azoformamide. After reaction with benzoyl chloride or methyl chloroformate the result was always the 1-acylated derivative.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5309
URN: urn:nbn:de:gbv:18-66316
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Geffken, Detlef (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf6.32 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

113
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 08.05.2021

Download(s)

53
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 08.05.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe