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Titel: HLA-DR2-Typisierung unter immunmodulatorischer Basistherapie bei Patienten mit Multipler Sklerose
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schilling, Jan Mirko
Schlagwörter: Glatirameracetat; Interferon beta
GND-Schlagwörter: Multiple Sklerose; HLA; Polymerase-Kettenreaktion
Erscheinungsdatum: 2013
Tag der mündlichen Prüfung: 2013-11-27
Zusammenfassung: 
Die multiple Sklerose ist eine chronische, autoimmun-vermittelte neurodegenerative Erkrankung. Sie ist assozieert mit dem Auftreten des HLA-DRB1*1501 Haplotyps. Ziel dieser Untersuchung war es einen Zusammenhang der Wirksamkeit von Glatirameracetat (Cop-1) mit bestimmten HLA-Merkmalen zu zeigen. Tatsächlich konnte bei einer kleinen Zahl von MS-Patienten eine Beziehung zwischen dem Ansprechen auf GA und dem HLA-Merkmal DRB1*1501 gezeigt werden, das sich für Interferon-β-1a (IFNβ-1a) nicht fand (Fusco et al., 2001).
Insgesamt wurden 141 Patienten untersucht, von denen 49 am Ende der Studie alle Einschlusskriterien erfüllten. In der Gruppe der HLA-DRB1*1501-positiven Patienten, wurden 12 mit Glatirameracetat behandelt, 6 mit IFN-β-1a und 10 mit IFN-β-1b. In der Gruppe der HLA-DRB1*1501-negativen Patienten, wurden 7 mit Glatirameracetat behandelt, 8 mit IFN-β-1a und 6 mit IFN-β-1a. Klinisch wurde die Mulitple Sklerose mit der EDSS Skala (Expanded Disability Status Scale) über einen 2 Jahres Verlaufsraum quantifiziert.
Die Ergebnisse der HLA-Typisierung beschreiben anhand eines großen Patientenkollektivs die Verteilung der HLA-DRB1-Allele für den Großraum Hamburg und reihen sich nahtlos in die bereits bekannten Ergebnisse zu den MHC-Klasse II Merkmalen ein. Bezüglich des primären und sekundären Endpunktes konnte kein Unterschied in der Therapie bezüglich des EDSS im 24-Monatsverlauf und der Schubhäufigkeit zwischen Glatirameracetat, IFN-β-1a und IFN-β-1b bei HLA-DRB1*1501 -positiv oder -negativ getesteten Patienten mit schubförmig verlaufender multipler Sklerose gefunden werden.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass unsere Studie keinen signifikanten Vorteil von Glatirameracetat im Beobachtungszeitraum gefunden hat. Als Hauptkritikpunkt der Studie muss die geringe Stichprobengrösse erwähnt werden. Die von mir bearbeitete Fragestellung kann einen Denkanstoß zur Durchführung weiterer Studien z.B. anhand von nationalen Registern mit einer größeren Fallzahl geben.

INTRODUCTION: Multiple sclerosis is a chronic, autoimmune mediated neurodegenerative disease known to be associated with the HLA-DRB1*1501 haplotype. The clinical apparent loss of neurologic function can be quantified with the widely used Expanded Disability Status Scale (EDSS). Currently used immunotherapies include Glatirameracetat (Cop-1) and Interferons (IFNbeta-1a and IFNbeta-1b). A recent study showed a possible positive correlation between presence of DRB1*1501 and response to Cop-1 therapy.
OBJECTIVE: To compare the effectiveness of 2-year treatment with Cop-1 to IFNbeta-1a and IFNbeta-1b measured by changes in EDSS score for HLA-DRB1*1501 positive and negative patients.
METHODS: After IRB approval, a total of 141 patients were enrolled and 49 finished the study. In the HLA-DRB1*1501-positive group, 12 were treated with Cop-1, 6 with IFNbeta-1a and 10 with IFNbeta-1b. In the HLA-DRB1*1501-negative group, 7 were treated with Cop-1, 8 with IFNbeta-1a and 6 with IFNbeta-1b. Clinical disease progress was scored after 2 years of treatment using the EDSS.
RESULTS: Comparing the difference of the mean EDSS score change in the HLA-DRB1*1501-positive group, no significance was found for Cop-1 vs IFNbeta-1a (0,46 CI 95% -0,29 to 1,2), Cop-1 vs IFNbeta-1b (0,13 CI 95% -0,51 to 0,76) and IFNbeta-1a vs IFNbeta-1b (-0,33 CI 95% -1,1 to 0,44). For the HLA-DRB1*1501-negative group, there were also no significant differences in the mean EDSS scores between Cop-1 vs IFNbeta-1a (0,38 CI 95% -0,39 to 1,2), Cop-1 vs IFNbeta-1b (0,18 CI 95% -1, to 0,65) and IFNbeta-1a vs IFNbeta-1b (-0,56 CI 95% -1,37 to 0,24).
DISCUSSION: In contrast to previous published data, our study did not show a significant advantage of Cop-1 therapy compared to therapy with IFNbeta-1a or IFNbeta-1b. These findings were independent of the HLA-DRB1*1501 status of the patients.
CONCLUSION: There was no significant difference in EDSS score change for 2-year treatment with Cop-1, IFNbeta-1a or IFNbeta-1b. Major limitation of our study was a overall small sample size and further large scale studies are clearly needed.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5319
URN: urn:nbn:de:gbv:18-66431
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Weber, Thomas (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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