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Titel: Burnout-Prävention im Internet
Sprache: Deutsch
Autor*in: Weber, Ulrich
Schlagwörter: Burnout; Online-Prävention; Online-Therapie; prevention; burnout; internet; online-prevention
GND-Schlagwörter: Burn-out-Syndrom
Prävention
Internet
Erscheinungsdatum: 2014
Tag der mündlichen Prüfung: 2014-08-28
Zusammenfassung: 
Das Internet eröffnet neue Möglichkeiten, Prävention einem breiten Anwenderkreis zugänglich zu machen. Für die vorliegende Forschungsarbeit wurde das vollautomatisierte internetgestützte Burnout-Präventionsprogramm „Life – Mehr Energie im Leben“ (8 Module plus Abschlussmodul) entwickelt und in einer Feldstudie eingesetzt und evaluiert.
861 Personen haben sich dafür über die Website eCoaching24.net anonym, kostenfrei und ohne Vorbedingungen registriert. Davon gelangten randomisiert (80/20-Regelung) 699 Teilnehmer in eine Interventionsauswahl und 162 in eine Wartegruppenauswahl. Daraus entstanden nach Ausschluss der Dropouts eine Interventionsgruppe (IG) mit n=72 und eine Kontrollgruppe (KG) mit n=65 Teilnehmern. Nach Wartezeit und Abschlussfragebogen durf-ten die 65 KG-Mitglieder das Programm ebenfalls beginnen. 18 von ihnen haben es abge-schlossen (IG-K). IG und IG-K wurden zur Gruppe (IG-G) mit n=90 Personen zusammenge-fasst. 30 Teilnehmer (KatG), die das Programm erfolgreich beendet hatten, beantworteten rd. 2 Monate nach Abschluss einen Katamnesefragebogen.
Als Messinstrumente wurden das HBI und das AVEM-44 eingesetzt. Außerdem wurden Fragen zur allgemeinen Gesundheit, zu demographischen Merkmalen, zu persönlichen Programm-Erwartungen und -Bewertungen gestellt. Verschiedene Analysen wurden mit den erhobenen Daten durchgeführt.
Die deskriptive Analyse weist nach, dass sich durch Selbstselektion im Internet eine für die primäre und sekundäre Burnout-Prävention geeignete Teilnehmergruppe registriert hat.
Die Wirksamkeit des Programms wurde durch ein Pretest-Posttest-Kontrollgruppendesign (je 2 Messzeitpunkte für IG und KG) signifikant bestätigt. In der IG haben gegenüber der KG die Gefährdungswerte auf den HBI-Dimensionen EE, DEP, HILFL, INNLEE, UBDR und SPANNG signifikant abgenommen. Bei den Gesundheitskomponenten führte die Programm-Intervention in IG gegenüber KG zu einer signifikanten Verbesserung der „Einschlaffähigkeit“ und der „Durchschlaffähigkeit“. Die Werte des Merkmals „Lebenszufriedenheit“ haben sich signifikant erhöht und das „Burnoutwissen“ hat sich höchst signifikant gesteigert. Auch die Werte auf den AVEM-Skalen BA, BE, VB, PS, DF und RS verbesserten sich nach der Intervention in Richtung geringerer Burnoutgefährdungen. Außerdem wurden die Teilnehmer den vier AVEM-Mustertypen G, S, A und B zugewiesen. In der IG haben sich gegenüber der KG die Mustertypen von den „ungesunden“ Typen B und A zu den „gesunden“ Typen S und G signifikant verschoben. Eine Analyse über 3 Messzeitpunkte zeigt, wie die Interventionen in der ersten und zweiten Programmhälfte auf die HBI-Dimensionen und Gesundheitskomponenten gewirkt haben. Die Werte reduzierten sich besonders stark in der Hälfte, in der im Programm die entsprechenden Gefährdungsbereiche besonders thematisiert wurden. Die Katamneseuntersuchung deutet darauf hin, dass die positiven Interventionswirkungen noch einige Zeit anhalten. Mit den Daten der 861 registrierten Teilnehmer wurden als Exkurs Zusammenhänge zwischen der „Zehn-Jahre-Frage“ und den HBI- bzw. AVEM-Dimensionen analysiert. Die Antwort auf diese Frage kann als ein guter Schätzer für das Bestehen einer Burnoutgefährdung angesehen werden.
In der Usability-Analyse wurden Güte, Wirksamkeit und Anwenderfreundlichkeit des Programms aus Sicht der Teilnehmer untersucht und Anregungen der Nutzer ausgewertet.
Ergebnis: Das Programm „Life – Mehr Energie im Leben“ präveniert wirksam Burnout.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5585
URN: urn:nbn:de:gbv:18-69602
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Burisch, Matthias (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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