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Titel: Estimation of the time since death : post-mortem contractions of human skeletal muscles following mechanical stimulation (idiomuscular contraction)
Sonstige Titel: Postmortale mechanische Erregbarkeit der Skelettmuskulatur (idiomuskulärer Wulst) zur Eingrenzung des Todeszeitpunkts
Sprache: Englisch
Autor*in: Warther, Sophie
Püschel, Klaus (Institutsleiter, Prof. Dr.)
Anders, Sven (Betreuer, PD Dr.)
Sehner, Susanne
Raupach, Tobias
Schlagwörter: Idiomuskulärer Wulst; Supravitale Reaktion; Todeszeitpunkt; Komplexmethode; Idiomuscular contraction; Time since death; Legal medicine; Compound method; Death time estimation
GND-Schlagwörter: Todeszeitbestimmung; Rechtsmedizin; Muskelkontraktion
Erscheinungsdatum: 2013
Tag der mündlichen Prüfung: 2015-02-05
Zusammenfassung: 
Der mechanisch stimulierbare Idiomuskuläre Wulst der Skelettmuskulatur ist Teil der in der forensischen Medizin viel angewandten Komplexmethode zur Eingrenzung des Todeszeitpunktes. Dennoch ist die Datengrundlage zu dem Thema gering und uneinheitlich. Die bisher dokumentierte maximale Auslösbarkeit von 13 Stunden post mortem (hpm) basiert auf einer Einzelfalldarstellung aus dem Jahr 1913. Daher wurde der Idiomuskuläre Wulst erneut an 270 Leichen mit bekanntem Todeszeitpunkt zu klar definierten Zeitpunkten nach Eintritt des Todes (7 bis 15 hpm) untersucht. Das Phänomen konnte hierbei in 45 Fällen (16,7%) ausgelöst werden. Die zeitliche Obergrenze von 13 hpm, bis zu der der Idiomuskuläre Wulst auslösbar ist, wurde hierbei bestätigt. Mit jeder weitern Stunde des postmortalen Intervalls sinkt die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten des Phänomens um den Faktor 0,61. Darüber hinaus konnten weitere Faktoren ermittelt werden, die einen signifikanten Einfluss auf das Auftreten des Phänomens haben, namentlich: Stimulation der oberen Extremität (p<0,001), Geschlecht (p<0,017) und BMI (p<0,001). Diese Ergebnisse stellen die erste nachvollziehbare Datengrundlage bezüglich der postmortalen zeitlichen Obergrenze des mechanisch stimulierten Idiomuskulären Wulstes dar und steuern somit wesentlich zur zukünftigen Anwendung der Methode im Rahmen des forensischen Alltags bei.

The mechanically stimulated idiomuscular contraction of skeletal muscles is part of the widely used compound method for death time estimation and therefore represents an item of high relevance and practicability in forensic case work. However, data on the topic are scarce and inconsistent and the currently reported maximum time span for the occurence of the phenomenon until 13 h post-mortem (hpm) is based on a single case report from the beginning of the twentieth century. Therefore, idiomuscular contraction following mechanical stimulation has been investigated in skeletal muscles of 270 cases with assured time of death at defined post-mortem time points between 7 and 15 hpm. Of all investigated cases, 45 (16.7%) showed a positive reaction with a preponderance of cases of sudden death. Our investigations confirmed the upper time limit of 13 hpm up until idiomuscular contraction could be stimulated. With every hour of the post-mortem interval, a 0.61-fold decrease of the phenomenon's occurence was observed. Furthermore, several parameters showed significant correlations with the likelihood of the phenomenon's occurence, namely stimulation of the upper arm as opposed to the thigh (p<0.001), gender (p=0.017), and BMI (p<0.001). These findings for the first time give reliable evidence of a post-mortem time limit of mechanically stimulated idiomuscular contraction and therefore contribute to the future application of the method in forensic case work.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5769
URN: urn:nbn:de:gbv:18-71957
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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