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Titel: Experimentelle Untersuchung zur Induktion von Schwester-Chromatid-Ausstauschen in peripheren humanen Lymphozyten durch die Anästhetika Sevofluran, Desfluran, Isofluran & Propofol
Sprache: Deutsch
Autor*in: Augustin, Knut
Erscheinungsdatum: 2014
Tag der mündlichen Prüfung: 2015-05-18
Zusammenfassung: 
Es gibt in der Literatur Hinweise, dass die Anästhetika Sevofluran, Desfluran, Isofluran sowie Propofol ein potentielles Gesundheitsrisiko im Rahmen der Anwendung für Vollnarkosen darstellen können. Ziel dieser Studie war es mit Hilfe eines zytogenetischen Tests die genannten Anästhetika auf ein mögliches genotoxisches Potential zu untersuchen. Der SCE-Test zeigt Unterschiede in homologen Abschnitten von Geschwister-Chromatiden, welches auf eine Instabilität der DNS hindeutet, die jedoch komplett repariert wurde.

Während dieser in vivo Studie wurden jeweils 4 Gruppen mit 20 Patienten unter standardisierten Narkosebedingungen auf einen Anstieg der SCE-Rate nach einer Anästhesie mit Sevofluran, Desfluran, Isofluran oder Propofol untersucht. Es wurde Blut vor und während der Narkose abgenommen und periphere humane Lymphozyten nach Wachstumsstimulation auf einen Anstieg der SCE-Rate untersucht.

Bei keinem der Untersuchten Medikamente kam es zu einem signifikanten (p<0,05) Anstieg der SCE-Rate und auch die Subpopulationen aufgeteilt nach Geschlecht, Alter, Rauchgewohnheiten sowie Kombinationsanästhesie mit Lachgas zeigten keinen signifikanten Unterschied in Bezug auf einen SCE-Anstieg.

Somit bestätigte diese Studie die Sicherheit in der Anwendung von Sevofluran, Desfluran, Isofluran sowie Propofol im Rahmen von genereller Anästhesie bei Menschen. Dennoch kann ein potentielles genotoxisches Potential nicht gänzlich ausgeschlossen werden, weshalb es weiterer Studien bedarf, um ein eventuell gesundheitsgefährdendes Risiko abzuklären. Daher gilt die Empfehlung während der Anwendung der Medikamina die Konzentrationen möglichst gering zu halten.

Ferner gilt es noch abschließend abzuklären, ob eine chronische Langzeitexposition von Sevofluran, Desfluran und Isofluran bei Operationspersonal ein arbeitsmedizinisches Gesundheitsrisiko darstellt.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/5900
URN: urn:nbn:de:gbv:18-74103
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Krause, Thorsten (Dr. PD)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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