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Titel: Herzkatheterbehandlung bei angeborenen Herzfehlern : Die Entwicklung von Prozeduren, Strahlenbelastung und Komplikationsraten im Rahmen von Herzkatheteruntersuchungen über einen Zeitraum von 19 Jahren
Sonstige Titel: Cardiac catheterization for congenital heart defects : The development of procedures, radiation exposure and complication rates in cardiac catheterizationover a period of 19 years
Sprache: Deutsch
Autor*in: Blum, Leonie
Schlagwörter: cardiac catheterization; congenital heart disease; radiation exposure
GND-Schlagwörter: Herzkatheter; Herzfehler; Strahlenbelastung
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-09-16
Zusammenfassung: 
Diese Studie stellt die Veränderungen der einzelnen Herzkatheterprozeduren am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Zeitraum von 1996 bis 2014 dar. Insgesamt wurden 3524 Prozeduren analysiert. Hiervon waren 1847 diagnostische sowie 1672 interventionelle Untersuchungen. Eine tendenzielle Entwicklung hin zu mehr interventionellen und weniger diagnostischen Untersuchungen war zu beobachten. Dies ist eine erstrebenswerte Entwicklung und zeigt unter anderem, dass die Herzkatheteruntersuchung zwar nach wie vor ein wichtiges diagnostisches Werkzeug darstellt, jedoch zunehmend durch andere, weniger strahlenbelastende Untersuchungen wie die Echokardiographie oder das Kardio-MRT ersetzt wird. Bei den interventionellen Untersuchungen wurden die am häufigsten durchgeführten Untersuchungen (jeweils > 5% aller Interventionen) näher analysiert. Es ergab sich insgesamt eine deutliche Zunahme des Patientenalters. Dies beruht einerseits teilweise darauf, dass einige Patienten ein insgesamt höheres Lebensalter erreichen und zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Herzkatheteruntersuchung benötigen. Zum anderen liegt es sicherlich mit an der Eingliederung der EMAH-Patienten (Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern) in das Patientengut.
Bei der Durchleuchtungszeit ergab sich erfreulicherweise eine statistisch signifikante Abnahme (p < 0,001). Dies war bei Pulmonalarterieninterventionen (p < 0,001), Pulmonalklappeninterventionen (p < 0,001), Interventionen bei Aortenisthmusstenosen (p = 0,025), Aortenklappeninterventionen (p = 0,001) und ASD-Verschlüssen (p = 0,002) statistisch signifikant. Ebenso bei Rashkind-Prozeduren (p = 0,028), welche in den letzten Jahren meist komplett ohne Strahlenbelastung auskam, da sie meist unter echokardiographischer Kontrolle statt Durchleuchtung durchgeführt wurde. Damit liegen die Ergebnisse dieser Studie vergleichbar zu denen der Literatur.
Die Komplikationsraten nahmen während des untersuchten Zeitraums insgesamt statistisch signifikant ab (p < 0,001). Dies bestätigte sich auch bei Interventionen bei Aortenisthmusstenosen (p = 0,007) sowie bei Aortenklappeninterventionen (p = 0,001). In beiden Fällen waren die Ergebnisse international vergleichbar.
Eine stetige technische Weiterentwicklung ist notwendig, um die Prozeduren noch sicherer zu machen und die Strahlenbelastung weiter zu reduzieren. Diese Studie zeigt jedoch, dass die Entwicklung bereits auf dem richtigen Weg ist.

This study presents the changes in the individual cardiac catheter procedures at the University Medical Center Hamburg-Eppendorf in the period from 1996 to 2014. A total of 3524 procedures were analyzed. Of these, 1847 were diagnostic and 1672 interventional examinations. A trend towards more interventional and less diagnostic examinations was observed. This is an encouraging development and shows that while cardiac catheterization remains an important diagnostic tool, it is more and more being replaced by other, less radiation-intensive examinations such as echocardiography or cardiac MRI. For interventional examinations, the most frequently performed examinations (each > 5% of all interventions) were analyzed in more detail.
Overall, there was a significant increase in patient age. On the one hand, this is partly due to the fact that some patients reach a higher age and at a later time require a new cardiac catheterization. On the other hand, it is certainly because of the integration of the EMAH patients (adults with congenital heart disease) in the patient population of pediatric cardiology.
Fortunately, there was an ongoing statistically significant decrease over the years affecting the fluoroscopy time (p < 0,001). This was statistically significant in pulmonary artery interventions (p < 0,001), pulmonary valve interventions (p < 0,001), aortic coarctation interventions (p = 0,025), aortic valve interventions (p = 0,001) and ASD occlusions (p = 0,002). The same applies to Rashkind procedures (p = 0,028), which in recent years usually did not require any radiation exposure, as they were usually performed under echocardiographic control instead of fluoroscopy. Thus, the results of this study are comparable to those of the literature.
The complication rates in general decreased statistically significantly during the period studied (p < 0,001). This was also confirmed in aortic coarctation interventions (p = 0,007) and aortic valve interventions (p = 0,001). In both cases the results were in internationally comparable range.
Continuous technical development is necessary to make the procedures even safer and to further reduce radiation exposure. However, this study shows that the development is already on the right track.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6042
URN: urn:nbn:de:gbv:18-100680
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kozlik-Feldmann, Rainer (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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