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Titel: Auswirkungen einer kontinuierlichen Steigerung des Trainingsanteils in minimalistischen Laufschuhen auf die Laufökonomie : Eine randomisiert kontrollierte Studie
Sonstige Titel: Improving Running Economy by Transitioning to Minimalist Footwear : A Randomised Controlled Trial
Sprache: Deutsch
Autor*in: Lindlein, Katharina Berenice
Schlagwörter: Laufökonomie; minimalistische Laufschuhe; konventionelle Laufschuhe; Training; randomisiert kontrollierte Studie; Running Economy; minimalistic Footwear; conventional running shoes; training; randomised controlled trial unning Economy; minimalistic Footwear
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-08-20
Zusammenfassung: 
Die Ergebnisse der Studie zeigen – ausgedrückt in Effektstärken –, dass eine wöchentliche kontinuierliche Erhöhung des Trainingsanteils in minimalistischen Laufschuhen über acht Wochen zu kleinen bis mittleren Verbesserungen der Laufökonomie führt. Die Interventionsgruppe verbesserte sich vom Vor- zum Nachtest und im Vergleich zur Kontrollgruppe. Statistisch signifikant sind diese Ergebnisse jedoch nicht.
Die Studie wurde als randomisierte kontrollierte Studie mit 32 Teilnehmern (davon sieben Ausfälle) konzipiert. Die Teilnehmer waren ausschließlich männliche, ambitionierte Amateurläufer. Sie wurden zufällig entweder einer achtwöchigen Trainingsintervention in minimalistischen (= Interventionsgruppe) oder konventionellen Laufschuhen (= Kontrollgruppe) zugeteilt. Die Intervention bestand aus einer wöchentlichen Erhöhung der Laufzeit in den Studienschuhen um 5% des wöchentlichen Laufumfangs bis hin zu 35%. Jeweils vor und nach dem achtwöchigen Interventionszeitraum führten wir einen VO2max-Test durch; jeweils weitere sieben Tage später einen submaximalen Laufökonomie-Test bei 70% und 80% (und nicht ausgewerteten 90%) der Geschwindigkeit bei VO2max (vVO2max) in beiden Schuhbedingungen. Die Laufökonomie wurde bei den submaximalen Tests gemessen und als Energie, die zur Überwindung einer bestimmten Distanz benötigt wird (kcal · kg-1 · km-1), oder als Sauerstoffverbrauch (ml · kg-1 · km-1) definiert.
Die Effektstärken wurden als Verhältnis zwischen der Differenz der Mittelwertunterschiede der beiden verschiedenen Gruppen und der gepoolten Standardabweichung für alle Teilnehmer berechnet und als trivial < 0.2, klein 0.2-0.6, mittel 0.6-1.2 und groß > 1.2 interpretiert. Diese Effekte waren statistisch nicht signifikant (p> 0.05). Die Effektstärken auf die Laufökonomie (kcal · kg-1 · km-1) in konventionellen Laufschuhen waren: ES vVO270%: 0.68; 95% CI: -0.14 bis 1.51; ES vVO280%: 0.78; 95% CI: 0 bis 1.56. Die Effektstärken in minimalistischen Schuhen lagen bei: ES vVO270%: 0.3; 95% CI: -0.54 bis 1.14; ES vVO280%: 0.42; 95% CI: -0.41 bis 1.25.
Auffällig ist, dass sich die Laufökonomie der Interventionsgruppe nicht nur in den minimalistischen, sondern auch in den konventionellen Schuhen verbessert hat. Dies lässt vermuten, dass sich ein Training in minimalistischen Schuhen auch auf die Laufökonomie unter konventionellen Bedingungen auswirken kann. Unerwartet war zudem, dass sich die Interventionsgruppe in den minimalistischen Laufschuhbedingungen weniger verbessert hat als in den konventionellen. Eine Erklärung hierfür könnte in der mit 35% nicht ausgereizten Übergangsphase liegen.

The results of this study, expressed in effect sizes, show that a weekly continuous increase of training in minimalist running shoes over eight weeks results in small to moderate improvements in running economy. The running economy of the intervention group improved from pre-test to post-test and also compared to the control group. However, these results are not statistically significant.
The study was designed as a randomized controlled trial with 32 participants (including seven failures). The participants were exclusively male recreational runners. They were randomly assigned to either an eight-week training intervention in minimalist (= intervention group) or conventional running shoes (= control group). The intervention consisted of a gradual increase in use of the new footwear by 5% of the individual weekly running distant up to 35%. Each time before and after the eight-week intervention period, a VO2max test was performed. Seven days later, a submaximal running economy test was conducted at 70% and 80% (and excluded 90%) of the speed at VO2max (vVO2max) in both shoe conditions. Running economy was measured at the submaximal tests and expressed as energy required to cover a given distance (kcal · kg-1 · km-1) or oxygen consumption (ml · kg-1 · km-1).
The effect sizes (ES) on the running economy (kcal · kg-1 · km-1) in conventional running shoes were: ES vVO270%: 0.68; 95% CI: -0.14 to 1.51; ES vVO280%: 0.78; 95% CI: 0 to 1.56. The effect sizes in minimalistic shoes were: ES vVO270%: 0.3; 95% CI: -0.54 to 1.14; ES vVO280%: 0.42; 95% CI: -0.41 to 1.25. Effect sizes were calculated as the ratio between the difference between the mean changes values of the two different groups and the pooled standard deviation for all participants and were interpreted as trivial < 0.2, small 0.2-0.6, moderate 0.6-1.2 and large > 1.2. These effects were not statistically significant (p> 0.05).
It is noticeable that the running economy of the intervention group has improved not only in the minimalist, but also in the conventional running shoes. This suggests that training in minimalist footwear can also affect running economy in conventional running shoe conditions. It was unexpected that the running economy of the intervention group has improved less in the minimalist running conditions than in the conventional conditions. A possible reason could be the transition period, which was not exhaust with 35%.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6070
URN: urn:nbn:de:gbv:18-101106
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Braumann, Klaus-Michael (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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