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Titel: The antecedents and catalysts of the global crisis transmission to Ukraine´s economy and the effectiveness of the domestic crisis-countering policy response
Sonstige Titel: Ursachen und Ausprägungen des Effekts der Globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die ukrainische Nationalökonomie und die Wirksamkeit der auf der nationalen Ebene reaktiv ergriffenen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung
Sprache: Englisch
Autor*in: Liebergeld, Anna-Maria
Schlagwörter: Entwicklungspolitik; Wachstumsfinanzierung; finanzielle Fragilität; finanzielle Instabilität; Hyman Minsky; development economics; socioeconomic development; financing of growth; financial fragility; financial instability
GND-Schlagwörter: Entwicklungsökonomie; Wirtschaftsentwicklung; Wirtschaftswachstum; Wirtschaftspolitik; Globalisierung
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-06-20
Zusammenfassung: 
The evolution of neoclassical economics as the “monoculture” in the late 1960s with its miscellaneous “myths” – the efficiency of an “invisible hand” within the “self-regulated markets” being the most salient among them – forged the macroeconomic policy choices on the national as well as global level over the last four decades. The era of the perpetuated “laissez-faire” hegemony within the domain of economics, embossed by the constantly recurring financial instabilities, climaxed in 2008 into the extraordinary turmoil of the global touchstone, which bequeathed the far-reaching and long-lasting corollaries stretching down to the present day. The vociferous social commotions against the financial, macro, socioeconomic and environmental limits of “financial capitalism”, nascent around the globe in the aftermath of the global financial and economic crisis 2008/2009, portended the verberation of the neoliberal paradigmatic status quo, but unfortunately, not its demise. Captured by the juggernaut of “financial globalisation”, the less-advanced countries are hitherto tilting at the “debt windmills” and the adamant financial disturbances with serious repercussions for the wellbeing of their nations. Availing itself of the insights provided by the most illustrious opponents to orthodoxy – Keynes and Minsky –, the current research project embodies an endeavour to marshal the national policy agenda of developing countries in a way to expedite the development of their indigenous economies along the lines of economic and financial stability, social equality and fairness, thereby escaping from the neoliberal “pliers”. By taking the example of Ukraine, which epitomises “the triumph of ideology over evidence” within the context of the Global Financial Crisis, the current research advocates a number of groundbreaking structural transformations on the national level, in the first instance, suspension of the external sources for financing the domestic capital development in the long term, consistent regulation and monitoring of the internal financial processes, as well as catering for the sustainability of “reliable” financial assets de rigueur for the satisfaction of the national capital and socioeconomic concerns.

Der Aufstieg der Neoklassischen Theorie samt ihrer zahlreichen „Mythen“ – als eine der Wichtigsten die Effizienz der „unsichtbaren Hand“ der „selbstregulierenden Märkte“ – zur „Monokultur“ in den späten sechziger Jahren prägte die makroökonomischen Politik auf der nationalen sowie internationalen Ebene fast über die letzten vier Jahrzehnte. Die Ära der verewigten „Laissez-Faire“ Hegemonie, gekennzeichnet durch die periodisch wiederkehrenden Finanzinstabilitäten, kulminierte in 2008 in eine außergewöhnliche Krise globalen Ausmaßes, deren weitreichende und langandauernde Folgen noch heute zu spüren sind. Die bürgerlichen Unruhen, die in Reaktion auf die Krise gegen die finanziellen, makro-, sozioökonomischen und ökologischen Grenzen des „Finanzkapitalismus“ aufkamen, deuteten auf die Erschütterung des neoliberalen paradigmatischen Status Quo, allerdings nicht dessen Niedergang, hin. Getroffen durch die destruktive Kraft der „Finanzglobalisierung“, kämpfen die Entwicklungsökonomien bis heute gegen die „Schuldwindmühlen“ und hartnäckigen finanziellen Störungen mit gravierenden Nachwirkungen für das Wohlergehen ihrer Nationen. Mithilfe von Erkenntnissen der berühmtesten Opponenten der Orthodoxie – Keynes und Minsky –, beabsichtigt das aktuelle Forschungsvorhaben die Aufstellung eines wirtschaftspolitischen Maßnahmenkataloges, der das wirtschaftliche Voranschreiten der Entwicklungsländer auf dem finanziell- und wirtschaftsstabilen Wege in Richtung der sozialen Gleichheit und Gerechtigkeit führt. Am Beispiel der Ukraine als „ideologischer Triumph über die empirische Evidenz“, arbeitet das aktuelle Forschungsprojekt grundlegend strukturelle Umgestaltungen auf nationaler Ebene heraus. In erster Linie werden der Verzicht der Finanzierung der langfristigen Kapitalbildung des Landes aus externen Mitteln, durchgängige Regulierung und Überwachung der innerstaatlichen Finanzprozesse, sowie tiefgreifende Reformen für die Schaffung von zuverlässigen und nachhaltigen Finanzströmen, die für die Erfüllung der nationalen technologischen und sozioökonomischen Bedürfnisse unerlässlich sind, gefordert. Da die Akkumulation der finanziellen Fragilität seitens der Ukrainischen Makroökonomie in der Vorkrisenzeit, der Krisenverlauf selbst, sowie die entsprechende nationale wirtschaftspolitische Reaktion sich nach dem klassischen Minskyan Muster vollzogen, bedient sich dieses Projekt im Rahmen seiner Zielsetzung der Zusammenstellung eines geeigneten wirtschaftspolitischen Instrumentariums zur Krisenbewältigung auf nationaler Ebene des Gedankengutes von Minsky.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6127
URN: urn:nbn:de:gbv:18-101902
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Heise, Arne (Prof. Dr. ; Koch, Karl-Josef)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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