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Titel: Computertomographie und Lungenfunktionsprüfung mit Spirometrie und Bestimmung der Diffusionskapazität zur verbesserten Detektion einer asbestbedingten Lungenfibrose
Sonstige Titel: Computer tomography and pulmonary function test with spirometry and measurement of the diffusion capacity for improved detection of an asbestos-related pulmonary fibrosis
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schlemmer, Katja
Schlagwörter: DLCO; CT; VC; Computer tomography; spirometry; diffusion capacity; asbestos; pulmonary fibrosis
GND-Schlagwörter: Computertomographie; Asbest; Diffusionskapazität; Spirometrie; Lungenfibrose
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-12-19
Zusammenfassung: 
Innerhalb dieser Studie konnte gezeigt werden, dass Lungenfunktionseinschränkungen, die sich in Spirometrie und in der Messung der Diffusionskapazität darstellen, eine
Abhängigkeit von asbestbedingten Veränderungen im Befund der CT zeigen.
Auch wenn das untersuchte Patientenkollektiv zu klein war, um annähernd zweifelsfreie
Aussagen bezüglich des besten Lungenfunktionsparameter zur Identifizierung einer CT morphologisch gesicherten Asbestose machen zu können, weist die Tatsache, dass die
höchsten Korrelationen zwischen Lungenfunktionseinschränkungen und CT-Befunden sich über alle Analysen in den Vergleichen mit der DL,CO zeigten, darauf hin, dass die DL,CO als Parameter zur Erkennung einer Asbestose bei weiteren Analysen im Vordergrund stehen sollte.
Insbesondere hervorzuheben ist, dass die Hinzunahme der pleuralen Verkalkungen,
parenchymalen Bänder, subpleuralen kurvlinearen Linien und den Pleuraergüssen, sowie den pulmonalen Befund zu einer ähnlichen Genauigkeit und vor allem zu einer höheren Signifikanz und Korrelation führt, als in den Vergleichen der einzelnen Parameter. Dies ist ein Hinweis darauf, dass eine Asbestose in der CT nur durch mehrere
Befundkonstellationen definiert werden sollte und eine Diagnose nur in der
Zusammenschau mit den klinischen Befunden mit Lungenfunktionsprüfung und vor allem
der Messung der DL,CO gestellt werden sollte. Dies bedeutet aber auch, dass nur in der
Betrachtung von allen diesen Messmethoden (VC, DL,CO, CT) eine asbestbedingte
Veränderung ausgeschlossen werden kann. Diese Annahme wird dadurch unterstützt, dass die alleinigen Ergebnisse der Vergleiche aus DL,CO und pulmonalem Befund mit
Honeycombing zwar auch zu einer hohen Genauigkeit (70,7% in n, 51,5% in nQK),
allerdings zu nicht signifikanteren (0,15 in n, 0,28 in nQK) und nur mäßig korrelierenden (-
0,23 in n, 0,20 in nQK) Ergebnissen führten.
Die Vitalkapazität, noch weniger auch der Diffusionskoeffizient, zeigten in sämtlichen
Analysen schlechtere Korrelationen als die DL,CO. Weitere Analysen bezüglich des DL,CO/VA als Asbestose-Prädiktor scheinen nicht sinnvoll zu sein.
Insgesamt lässt sich sagen, dass aus den gewonnen Daten eine Tendenz abzulesen ist, die besagt, dass sich asbestbedingte Veränderungen der Lungenmorphologie in einer
Verschlechterung der DL,CO, teilweise auch in der VC abbilden.
Eine genauere Analyse sollte nur anhand der Daten eines größeren Patientenkollektivs
erfolgen, welches ermöglicht, multivariate Auswertungen mit VC und DL,CO durchzuführen.
Im Mittelpunkt weiterer Studien sollten diese Lungenfunktionsparameter sowie eine
Quantifizierung der CT-Befunde aller Asbest bedingten Veränderungen, ähnlich des hier
vorgestellten „Score IV“ stehen.

This study has shown that pulmonary function impairment in spirometry and in the
measurement of the diffusion capacity show a dependence of asbestos induced changes in computed tomography (CT) findings.
Although the population of patients included in this study was too small to define
unequivocally the best lung function parameter to identify CT morphologically confirmed
asbestosis, the carbon monoxide diffusing capacity (DL,CO) parameter shows the highest correlations between pulmonary function limitations and CT findings in all analyses. Thus DL,CO should be prioritized as a parameter for the detection of asbestosis in further analyses.
It should be emphasized that adding pleural calcifications, parenchymal bands, subpleural curvilinear lines and effusions, as well as pulmonary findings to the analysis leads to similar accuracy, higher significance and correlation than the comparison of individual parameters. This indicates that an asbestosis in the CT should be defined by constellation of multiple findings and a diagnosis should only be made when combining clinical findings, pulmonary function testing and especially the measurement of DL,CO. However, this also implies that an asbestos-induced change can only be ruled out when considering all of these measurement methods (VC, DL,CO, CT). This recommendation is supported by the fact that the results of exclusive comparisons of DL,CO and pulmonary findings with honeycombing are also accurate (70,7% in n, 51,5% in nQK), but not higher significant (0,15 in n, 0,28 in nQK) and only moderately correlated (-0,23 in n, 0,20 in nQK).
The vital capacity, and even less the carbon monoxide diffusing capacity adjusted for
alveolar volume (DL,CO/VA), showed worse correlations in all analyses than the DL,CO.
Consequently, DL,CO/VA as an asbestosis predictor should be excluded in future analyses.
In conclusion, a trend can be seen from the data obtained, which states that asbestos-related changes in the lung morphology are reflected in a reduction of the DL,CO and partially also in the VC.
More detailed analyses should be based on the data of a larger collectives, which allow
multivariate analysis with VC and DL,CO. Further studies should focus on lung function
parameters and quantification of the CT findings of all asbestos-related changes, similar to the "Score IV" presented here.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6177
URN: urn:nbn:de:gbv:18-102688
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Preisser, Alexandra (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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