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Titel: A Critical Study on Wǒnch’ǔk’s Life and his Doctrinal Classification in his Commentary on the Jieshenmi jing
Sonstige Titel: Eine kritische Studie über Wǒnch’ǔk’s Leben und seine Klassifikation der Lehre in seinem Kommentar zum Jieshenmi jing
Sprache: Englisch
Autor*in: Wang, Ying
Schlagwörter: Wǒnch’ǔk; Commentary on the Jieshenmi jing; Doctrinal classification
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-06-26
Zusammenfassung: 
Wǒnch’ǔk ist allgemein bekannt hauptsächlich als ein Experte für den Yogācāra Buddhismus, der umfangreiche Kommentare in dieser Tradition geschaffen hat, aber er hat auch eine Schlüsselrolle gespielt bei der Förderung der religiös-politischen Ideologie von Kaiserin Wu Zetian 武則天(623-705) in der Zeit zwischen 680 und 696.
In seinem frühen Leben war Wǒnch’ǔk anscheinend ein Autodidakt, der keinem bestimmten Lehrer folgte. Er widmete sich dem systematischen Studium der buddhistischen Texte, besonders derjenigen der Yogācāra-Tradition, wie sie von Paramārtha und Xuanzang verfasst wurden. Anstatt Paramārthas Interpretation der Yogācāra-Lehre zu akzeptieren, versuchte Wǒnch’ǔk die Autorität von Xuanzang in der Yogācāra-Tradition Chinas zu etablieren. Das kann aus der Darstellung seiner Klassifikation der (buddhistischen) Lehre in seinem Kommentar zum Jieshenmi jing geschlossen werden.
Im Zeitraum zwischen 680 und 696 arbeitete Wǒnch’ǔk intensiv an verschiedenen Übersetzungsprojekten, die eine starke Förderung von Kaiserin Wu Zetian erhielten. Im Verlauf dieser Projekte arbeitete Wǒnch’ǔk mit einer großen Belegschaft von Assistenten, die sechsundvierzig verschiedene Texte in sechs offiziellen Klöstern übersetzten.
Da die Kaiserin Wu die Huayan Tradition und die Lehre des Tathāgatagarbha favorisierte, gab Wǒnch’ǔk, um ihren speziellen Interessen zu entsprechen, politischem Druck nach, und änderte die Darstellung seiner Klassifizierung der (buddhistischen) Lehre, indem er neuerlich das Huayan jing, das Lengqie jing und das Lotus sutra der „Dritten Drehung des Rades der Lehre“ zuordnete.
Bald nach seinem Tode wurden Wǒnch’ǔk sehr unterschiedliche Einschätzungen zugeordnet: Chinesische Autoren beschuldigten Wǒnch’ǔk, ein Dieb und Verräter zu sein, und kritisierten ihn als Häretiker innerhalb der Yogācāra-Tradition. Autoren aus Silla betrachteten Wǒnch’ǔk als wahren Erben und Fürsprecher von Xuanzang. Zusätzlich dazu sahen einige spätere Autoren Wǒnch’ǔk aufgrund seiner Teilnahme an der Übersetzung des Huayan jing als einen Vertreter der Huayan-Tradition an,
Diese Dissertation argumentiert, dass alle diese Darstellungen von Wǒnch’ǔk, hervorgebracht von seinen Biographen, weit entfernt sind von der historischen Wahrheit.

Wǒnch’ǔk is commonly known mainly as an expert in Yogācāra Buddhism who produced voluminous commentaries in this tradition, but he also played a key role in fostering Empress Wu Zetian’s 武則天(623-705) religio-political ideology during the period between 680 and 696.
In his early life, Wǒnch’ǔk seemingly was an autodidact, not following a particular teacher. He devoted himself to systematically study the Buddhist texts, particularly those of the Yogācāra tradition as introduced by Paramārtha and Xuanzang. Instead of accepting Paramārtha’s interpretation of the Yogācāra teachings, Wǒnch’ǔk tried to establish the authority of Xuanzang in the Yogācāra tradition of China. This can be concluded from the exposition of his doctrinal classification in his commentary on the Jieshenmi jing.
In the period between 680 and 696 Wǒnch’ǔk intensively worked on various translation projects which enjoyed strong patronage by Empress Wu Zetian. In the course of these projects, Wǒnch’ǔk worked with a large staff of assistants at six official monasteries, translating forty-six different texts.
Since Empress Wu favored the Huayan tradition and the Tathāgatagarbha doctrine, in order to comply with her special interests, Wǒnch’ǔk gave in to political pressure and changed the exposition of his doctrinal classification by newly attributing the Huayan jing, the Lengqie jing and the Lotus sutra to the “Third Turning of the Wheel of Dharma”.
Soon after his death, different images were attributed to Wǒnch’ǔk: Chinese authors blamed Wǒnch’ǔk as being a thief and traitor, and criticized him as a heretic in the Yogācāra tradition. Sillan authors regarded Wǒnch’ǔk as a true heir and advocator of Xuanzang. In addition to this, some later writers regarded Wǒnch’ǔk as an exponent of the Huayan tradition because of his participation in the translation of the Huayan jing.
This dissertation argues that all these images of Wǒnch’ǔk as painted by his biographers are far away from historical truth.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6184
URN: urn:nbn:de:gbv:18-102770
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Friedrich, Michael (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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