Volltextdatei(en) vorhanden
Titel: Führt eine digitale Volumentomographie zu einer Verminderung der Komplikationen bei einer Weisheitszahnentfernung?
Sonstige Titel: Does a Cone Beam CT reduce complications during lower third molar surgery?
Sprache: Deutsch
Autor*in: Sorowka, Tony
GND-Schlagwörter: Weisheitszahn; Volumentomografie; Nervus alveolaris inferior; Sensibilitätsstörung
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-02-25
Zusammenfassung: 
Die operative Weisheitszahnentfernung ist einer der häufigsten dentoalveolär-chirurgischen Eingriffe. Neben der vollständigen Entfernung des betroffenen Zahns ist die Schonung wichtiger anatomischer Strukturen während des Eingriffs oberstes Ziel.
Ziel dieser Untersuchung war herauszufinden, ob die digitale Volumentomographie (DVT) einen positiven Einfluss darauf hat, die Rate von Sensibilitätsstörungen nach operativer Entfernung unterer dritter Molaren zu senken.
Während die Orthopantomographie (OPG) als präoperative Übersichtsaufnahme für die Basisdiagnostik der Goldstandard ist, kann aus einer im OPG dargestellten engen Lagebeziehung zwischen Canalis mandibulae und Weisheitszahn keine genaue Vorhersage über das Risiko einer iatrogenen Schädigung des Nervus alveolaris inferior getroffen werden. Die digitale Volumentomographie (DVT) kann zwar detailliertere räumliche Informationen dieser Lagebeziehung darstellen, was allerdings nicht zu einer Verringerung anhaltender postoperativer Sensibilitätsstörungen führt. Die zusätzliche räumliche Darstellung ermöglicht dem Operateur jedoch einen weniger traumatischen operativen Zugang. Die dadurch verkürzte OP-Dauer und die geringere Invasivität des Eingriffs können hingegen postoperative Beschwerden mindern und damit zu einer Reduktion temporärer Sensibilitätsstörungen beitragen.
In dieser Untersuchung war die häufigste anatomische Variante der vestibulär verlaufende Canalis mandibulae. Der kaudal verlaufende Canalis mandibulae stellte bei Fehlen einer kortikalen Kanalbegrenzung im DVT jedoch den größten Risikofaktor für eine temporäre postoperative Sensibilitätsstörung dar.
Bei fehlender Verfügbarkeit einer dreidimensionalen radiologischen Diagnostik und gleichzeitigem Anhalt auf eine enge Lagebeziehung zwischen Weisheitszahn und Nervus alveolaris inferior im OPG, muss bei Vorliegen eines Klassifikationstyps IIIC nach Pell und Gregory von einem erhöhten OP-Risiko ausgegangen werden. Darüber hinaus zeigte diese Untersuchung, dass eine intraoperative Exposition des N. alveolaris inferior nicht zwingend mit einer postoperativen Sensibilitätsstörung korreliert.

The surgical removal of the mandibular third molar is one of the most common dentomaxillofacial surgeries worldwide. The main goal of this procedure is the complete removal of the tooth while protecting adjacent structures.
The goal of this study was to determine the value of a preoperative Cone-beam computed tomography (CBCT) for the removal of mandibular third molars.
While the orthopantomograph (OPT) can be declared gold standard for basic preoperative diagnostics, it is not possible to fulfill a complete and precise risk assessment for postoperative neurological disturbances of the inferior alveolar nerve using only the OPT.
The CBCT may offer detailed information about the three-dimensional position of the mandibular canal and the lower third molar, though it is not able to prevent or reduce the occurrence of permanent neurological disturbances. Yet, the additional information benefits the surgeon, allowing him or her to remove the tooth in a faster and less traumatic approach. This may lead to a reduction in temporary neurological disturbances, caused by swelling and hematoma.
In this study, the most common nerve position was vestibular in relation to the lower third molar. The highest risk of temporary neurological disturbance was found in a caudal nerve position.
If three-dimensional diagnostics are not available prior to the surgical removal of a lower third molar, Pell and Gregory Classification Type IIIC may carry the highest risk of a temporary neurological disturbance. Furthermore, our study suggests, that the intraoperative exposition of the inferior alveolar nerve may not necessarily lead to a postoperative neurological disturbance.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6218
URN: urn:nbn:de:gbv:18-103233
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Hanken, Henning (PD Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat  
Dissertation.pdf3.35 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen
Zur Langanzeige

Diese Publikation steht in elektronischer Form im Internet bereit und kann gelesen werden. Über den freien Zugang hinaus wurden durch die Urheberin / den Urheber keine weiteren Rechte eingeräumt. Nutzungshandlungen (wie zum Beispiel der Download, das Bearbeiten, das Weiterverbreiten) sind daher nur im Rahmen der gesetzlichen Erlaubnisse des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt. Dies gilt für die Publikation sowie für ihre einzelnen Bestandteile, soweit nichts Anderes ausgewiesen ist.

Info

Seitenansichten

47
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 13.04.2021

Download(s)

119
Letzte Woche
Letzten Monat
geprüft am 13.04.2021
Werkzeuge

Google ScholarTM

Prüfe