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Titel: Alzheimer-Risikodiagnostik auf der Basishirnvolumetrischer Untersuchungen bei Patienten mit subjektiv beklagten Gedächtnisstörungen – Korrelation mit hormonellen und psychometrischen Parametern : Eine retrospektive Analyse
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kasapoudis, Dimitrios
Schlagwörter: Alzheimer-Krankheit; Alzheimer-Demenz; Morbus Alzheimer; Volumetrische Analyse; BrainCheck
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-02-06
Zusammenfassung: 
Einleitung Ein rasanter Anstieg an Alzheimer-Patienten in den nächsten Jahren, ohne das Vorhandensein von kausalen Therapien, stellt dar wie essenziell die Bildung und Etablierung von präventiven Maßnahmen ist. Deshalb war die Zielsetzung dieser Arbeit Erkenntnisse zu gewinnen zur Erstellung von Risikoprofilen besonders stark gefährdeter Patienten, durch Korrelation von demenziellen, psychometrischen und hormonellen Risikofaktoren mit der neuronalen Schädigung der Hippocampusatrophie bei AD-Patienten, anhand des Vorsorgepatientenkollektivs des MPCH.
Methodik Aus einem im MPCH vorstellig gewordenen Patientenkollektiv zur Alzheimer-Risikodiagnostik, das aus 101 Untersuchten bestand, wurden retrospektiv Analysen durchgeführt. Dabei wurden Korrelationen aus klinischen Laborparametern und Anamnesen mit Ergebnissen aus voxelbasierten Volumetrie/Morphometrie-bearbeiteten cMRT-Aufnahmen, die zur frühzeitigen Erkennung einer Hippocampusatrophie genutzt werden, statistisch ausgewertet. Das Kollektiv ließ sich im Zeitraum von Januar 2010 bis zum Dezember 2014 untersuchen.
Ergebnisse 6 von 101 Patienten wiesen eine auffällige Hippocampusatrophie, mit weiterer notwendiger Diagnostik auf. Bei 12 war sie unauffällig, aber kontrollbedürftig und bei den restlichen 84 komplett unauffällig. Die Hippocampusvolumetrie korrelierte nicht auffällig signifikant mit dem größten Teil der Anamnesefragebögen (Screeningverfahren). Signifikante Korrelationen ergaben die Analysen des Hippocampusvolumens mit den Schilddrüsenhormonen TSH und fT4 und dem Kortisol. Jedoch ist zu erwähnen, dass nur bei einer sehr geringen Patientenzahl aus dem Kollektiv die Kortisolwerte bestimmt waren. Eine Signifikanz ergab auch die Korrelation von Östradiol und den Temporallappenvolumina. Bei weiteren Parametern waren keine solche Korrelationen zu beobachten.
Schlussfolgerung Mit dieser Arbeit konnte unterstrichen werden, dass fehlende Screening-Verfahren im regelmäßigen Check-up präventive Maßnahmen und symptomverzögernde Therapie einer AD-Erkrankung im Wege stehen. Der finanzielle Faktor, der hinter einer stark steigenden Erkranktenzahl in den nächsten Jahrzehnten steht, macht deutlich, wie essentiell die Stellung der Prävention in unserer Gesellschaft ist. Bei Patienten mit Schwankungen im Hormonhaushalt, bezüglich des Kortisol- und Östradiolspiegels, sollte Acht gegeben werden, da sie wie Patienten mit subklinischer Hyperthyreose oder einer übersubstituierten Hypothyreose für eine AD-Erkrankung gefährdeter sein können.

Introduction A rapid increase in Alzheimer's disease in the coming years, without the presence of causal therapies, illustrates how essential is the formation and establishment of preventive measures. Therefore, the objective of this work was to gain insights into the risk profiles of particularly vulnerable patients, by correlating the dementia, psychometric and hormonal risk factors with the neuronal damage of hippocampal atrophy in AD patients, using the MPCH precautionary patient population.
Methods Analyzes were carried out retrospectively on a patient population of 101 researched, who applied to MPCH for Alzheimer's risk diagnostics. Correlations from clinical laboratory parameters and anamneses with results from voxel-based volumetry / morphometry-processed brain MRI images, used for the early detection of hippocampal atrophy, were statistically evaluated. The collective was examined between January 2010 and December 2014.
Results Six out of the 101 patients had conspicuous hippocampal atrophy, with further necessary diagnostics. 12 of the researched showed unremarkable atrophy but are in need of control and the remaining 84 were completely unobtrusive. Hippocampal volumetry did not correlate significantly with most of the anamnesis questionnaires (screening procedure). Significant correlations were found in the analysis of hippocampal volume with the thyroid hormones TSH and fT4 and cortisol. However, it should be mentioned that only with a very small number of patients from the collective the cortisol values were determined. Significance also resulted in the correlation of estradiol and temporal lobe volumes. For other parameters, no such correlations were observed.
Conclusion With this work it could be underlined, that missing screening procedures in the regular check-up stand in the way of preventive measures and symptom-delaying treatment of Alzheimer’s disease. The financial factor behind a rapidly rising number of cases over the next few decades shows how essential the role of prevention in our society is. Patients with fluctuations in hormone balance, respective cortisol and estradiol levels, should be considered as they may be more at risk for AD, as are patients with subclinical hyperthyroidism or over-substituted hypothyroidism.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6225
URN: urn:nbn:de:gbv:18-103404
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Bamberger, Christoph Marcus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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