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Titel: Das Tyr2561 Allel des von Willebrand Faktors als Risikofaktor für linksatriale Thromben
Sonstige Titel: Tyr2561 von Willebrand factor as a risk factor for left atrial thrombogenesis
Sprache: Deutsch
Autor*in: Springer, Adrian
Schlagwörter: Von Willebrand Faktor; Faktor V Leiden; Prothrombin Variante; Left atrial thrombogenesis; atrial fibrillation; thrombophilia; von Willebrand factor
GND-Schlagwörter: Vorhofflimmern; Thrombus; Vorhof; Embolie; Thrombophilie
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-02-25
Zusammenfassung: 
Die linksatriale Thrombogenese mit konsekutiven thromboembolischen Ereignissen stellt eine schwerwiegende Komplikation des Vorhofflimmerns dar. Ergänzend zur rein klinischen Risikoeinschätzung mittels CHA2DS2-VASC-Score könnte eine genetische Risikostratifizierung sinnvoll sein. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurde ein Kollektiv von Patienten mit linksatrial aurikulärem Thrombus (LAAT) und persistierendem VHF bezüglich der klassischen Risikofaktoren charakterisiert und zusätzlich zu den Thrombophilie Risikofaktoren (Faktor-V-Leiden Mutation [FVL], Prothrombin Variante G20210A [FIIV]), erstmals auch auf die Phe2561Tyr Variante des Von Willebrand Faktors untersucht, welche über eine Scherstress induzierte Konformationsänderung des VWF-Polymers prothrombotisch wirkt, und einen Risikofaktor für frühzeitig Myokardinfarkte bei KHK Patienten darstellt (Schneppenheim et al., 2018; E.-R. Xu et al., 2018).
Wir haben insgesamt 42 Patienten mit der Diagnose LAAT rekrutiert und mit einem Patientenkollektiv mit persistierendem VHF ohne LAAT verglichen. Thrombophile Genvarianten (FVL/FII-V/VWF) wurden mittels standardisierter multiplex-PCR und Fragmentanalyse identifiziert. Erwartungsgemäß fanden wir bei der LAAT Gruppe ein signifikant höheres klassisches Risikoprofil. Auffällig waren zudem das höhere linksatriale Volumen und die niedrigere Entleerungsgeschwindigkeit des linken Herzohres. Die multivariate Analyse mittels logistischer Regression konnte insbesondere die Bedeutung der reduzierten linksventrikulären Ejektionsfraktion hervorheben.
Im Gesamtkollektiv konnten wir keine Auffälligkeiten in Bezug auf die Prävalenz der FVL, FIIV oder der Phe2561Tyr VWF-Variante feststellen. Eine gehäufte Prävalenz der VWF-Variante im Kollektiv der <65 Jährigen mit LAAT weist jedoch auf eine mögliche Bedeutung der genetischen Prädisposition insbesondere bei jüngeren Patienten hin und sollte Anlass zu weiteren Untersuchungen an größeren Kollektiven geben.

Left atrial thrombogenesis with consecutive thromboembolic events constitutes a severe complication in patients with atrial fibrillation (AF). In addition to the clinical risk stratification tools (e.g. the CHA2DS2-VASC-Score) a genetic risk stratification should be considered. We studied a collective of patients with persisting AF and left atrial auricular thrombus (LAAT) focusing on the classical risk factors and the known thrombophilic gene variants (Faktor V Leiden [FVL], Prothrombin G20210A [FIIV]) also testing for a genetic variant of the Von Willebrand factor (VWF-V) which has shown to convey a prothrombotic state in patients with coronary artery disease.
We included 42 patients with the diagnosis of LAAT and persisting AF and compared them with a collective of 68 patients with persisting AF without LAAT. The thrombophilic gene variants were identified using standardized multiplex PCR and fragment analysis. In addition to a higher CHA2DS2-VASc-Score in the LAAT group, the univariate analysis demonstrated an overall higher prevalence of the classical risk factors. 40 of the 42 studied patients were on oral anticoagulation medication at the time of LAAT incidence. The types of oral anticoagulation differed considerably between the LAAT group (Vitamin-K-Antagonists [VKA] 64%, Non vitamin-K-oral anticoagulation [NOAC] 24%) and the controls (40%/54%). The prevalence of heterozygous FVL/FIIV/VWF-V was 7.1%/2.4%/9.5% (LAAT) compared with nLAAT (3.1%/3.1%/14.1%; p=0.38/1.00/0.56), not significantly different from the expected prevalence in the general population (3-8%/1.7-3%/9.8%). A tendency for a cumulation of VWF-V was found in the subgroup of patients with LAAT incidence <65y with a prevalence of 27% (LAAT<65 y) vs. 7% (nLAAT<65 y, p=0.066; fishers exact test).
Our results confirm the relevance of the classical risk factors as used in the CHA2DS2-VASC-Score in left atrial thrombogenesis. The clustering of VWF-V prevalence in younger patients with persisting AF could indicate a special significance of genetic predisposition in this collective.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6239
URN: urn:nbn:de:gbv:18-103645
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Meyer, Christian (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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