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Titel: Nonprofit Education in Japan : NPO–led Career Guidance at Metropolitan Senior High Schools
Sonstige Titel: Nonprofit Bildung in Japan : NPO–geleitete Berufsorientierung an städtischen Oberschulen
Sprache: Englisch
Autor*in: Lesch, Vincent Benvoglio
Schlagwörter: Japan; education; civil society; career guidance; NPO
GND-Schlagwörter: Japan; Bildung; Zivilgesellschaft; Nonprofit-Organisation; Berufsorientierung; Arbeitsmarkt
Erscheinungsdatum: 2019
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-12-16
Zusammenfassung: 
The demand for education has changed rapidly due to social change and globalization over the last decades. Individual needs have become so diverse that the traditional actors of the Japanese education system can no longer satisfy them. Not only the private sector but civil society has an ever–growing role in the facilitation of knowledge and skill sets. (Okano 2016). This has serious implications on the role of formal schooling in contemporary Japan.
The following dissertation will shed more light on the interface between formal schooling, NPO–led career guidance, and labor market entry. It examines how and why the nature of career guidance has been changing rather drastically in the recent years and analyzes the consequences for the metropolitan general senior high school as an institution which by many is still considered to have the obligation to facilitate a smooth transition into the labor market.
I will provide ethnographic data which allows the reader to better understand the involvement of civil society groups like NPOs on the level of metropolitan senior high schools.
By combining the theoretical concepts of institutional social capital by Brinton (2000), Okano’s (2016) concept of nonformal education as well as Estévez–Abe’s (2003) state–society–partnerships and Ogawa’s (2009) NPO–ization by the government, I provided a framework which allows a more comprehensive and holistic understanding of the current struggle of general senior high schools in providing adequate career guidance. Furthermore, I will show the benefits as well as limitations of NPO–involvement in career guidance at these institutions.
Data from extensive fieldwork in form of interviews at nine general metropolitan senior high schools as well as two colleges of technology and participant observation during NPO–led career guidance events at eleven metropolitan senior high schools form the basis of the dissertation at hand.
On the institutional level of the Tokyo Metropolitan Board of Education, the implementation of various programs promoted by the Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology and the Ministry of Economics, Trade, and Industry has been proceeding over the last decade. However, at the micro–level of metropolitan general senior high schools, especially those which rank average to low in terms of academic performance, educators appear unable to facilitate neither a smooth transition into the labor market nor are they able to effectively teach skill sets and competencies described in the programs of both ministries. Here teachers and principals point out a general unpreparedness of the students with regard to labor market entry. They are especially concerned about underdeveloped communication skills and the lacking ability to work in a team. As a result, schools make use of third sector groups like the nonprofit organizations at the center of this dissertation to ensure comprehensive career guidance for their students.

Die Nachfrage nach Bildung hat sich in den letzten Jahrzehnten aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und der Globalisierung deutlich verändert. Die individuellen Bedürfnisse haben sich dahingehend gewandelt, dass die traditionellen Akteure im japanischen Bildungssystem ihnen nicht mehr gerecht werden können. Nicht nur der privatwirtschaftliche Sektor, sondern auch die Zivilgesellschaft haben eine immer größere Rolle in der Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten (Okano 2016). Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Rolle der formalen Bildung in Japan.
Die vorliegende Dissertation wird Licht auf die Schnittstelle zwischen formaler Bildung, NPO–geleiteter Berufsorientierung und dem Arbeitsmarkteintritt werfen. Sie untersucht, wie und warum sich das Wesen von Berufsorientierung in den letzten Jahren so drastisch gewandelt hat und analysiert die Konsequenzen für die japanische Oberschule als Institution, von der immer noch erwartet wird, einen reibungslosen Übergang ins Berufsleben zu gewährleisten. Es werden ethnographische Daten präsentiert, die dem Leser ein besseres Verständnis über die Beteiligung von zivilgesellschaftlichen Gruppen, wie beispielsweise NPOs, auf der Ebene der städtischen Oberschule ermöglichen.
Durch die Kombination der theoretischen Konzepte von Brinton’s (2000) institutionellem sozialen Kapital, Okano’s (2016) Konzept der nicht–formalen Bildung sowie der Partnerschaft zwischen Staat und Gesellschaft von Estévez–Abe (2003) und Ogawa’s (2009) Ansatz zur NPO–isierung durch die Regierung entsteht ein Rahmengerüst, welches eine umfassendere und ganzheitliche Betrachtung der momentanen Problematik bei der Berufsorientierung an städtischen Oberschulen ermöglicht und Vorteile sowie Grenzen von NPO–geleiteter Berufsorientierung aufzeigt.
Die Daten wurden während umfassender Fieldwork in Tokyo in Form von Interviews an neun städtischen Oberschulen sowie Institutionen, die auch Berufsausbildung durchführen, sowie durch teilnehmende Beobachtung während NPO–geleitetem Berufsorientierungsunterricht an 11 städtischen Oberschulen gesammelt.
Auf der institutionellen Seite hat die städtische Schulbehörde in Tokyo die Implementierung von verschiedenen Programmen des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie und des Ministeriums für Wirtschaft und Industrie in der letzten Dekade vorangetrieben. Jedoch auf dem Mikrolevel der städtischen Oberschulen, besonders unter denen, die bezüglich ihres akademischen Rangs nur als durchschnittlich oder unterdurchschnittlich zu bezeichnen sind, sind Lehrer oft weder in der Lage den reibungslosen Übergang ins Berufsleben zu gewährleisten, noch ist es ihnen möglich auf effektive Weise Fertigkeiten und Kompetenzen, die in den Programmen der Ministerien beschrieben sind, zu vermitteln. An dieser Stelle weisen die Lehrer und Schulleiter auf die fehlende Vorbereitung der Schüler bezüglich des Eintritts in den Arbeitsmarkt hin. Sie sind besonders besorgt über die unterentwickelten Kommunikationsfähigkeiten und die fehlenden Fähigkeit im Team zu arbeiten. Resultierend daraus nehmen die Schulen die Angebote von zivilgesellschaftlichen Akteuren, wie beispielsweise der NPO, welche im Zentrum dieser Dissertation steht, wahr, um die umfassende Berufsorientierung ihrer Schüler zu gewährleisten.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6302
URN: urn:nbn:de:gbv:18-105747
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Vogt, Gabriele (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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