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Titel: Polyklonale Erhöhung der freien Leichtketten unter Lenalidomid-Therapie bei Patienten mit Multiplem Myelom nach Stammzelltransplantation : Auswirkungen auf den Therapieerfolg und das Überleben
Sprache: Deutsch
Autor*in: Kluger, Antonia Luisa
Schlagwörter: Multiples Myelom; Polyklonale Aktivierung; Stammzelltransplantation; Freie Leichtketten; kappa; lambda; polyclonal activation; serum free light chains; kappa; lambda; Multiple Myeloma; stem cell transplantation
GND-Schlagwörter: Plasmozytom; Lenalidomid; Überleben
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2016-09-09
Zusammenfassung: 
Das Multiple Myelom ist eine maligne Erkrankung, die durch eine autonome Vermehrung von monoklonalen Plasmazellen verursacht ist. Eine mögliche Therapieoption besteht in dem Immunmodulator Lenalidomid, welcher in Europa in Kombination mit Dexamethason zur Rezidivtherapie von bereits vortherapierten Patienten zugelassen ist.
Um den höchsten Remissionsstatus, die stringente komplette Remission (sCR), und somit die beste Prognose zu erreichen, wird unter anderem ein im Referenzbereich liegender Quotient der Freien Leichtketten (beteiligte / nicht-beteiligte Kette) gefordert.
Die Zielsetzung der vorliegenden Dissertation war es, den Einfluss von Patienten mit polyklonaler Aktivierung unter Lenalidomid-Therapie im progressionsfreien- und Gesamtüberleben aufzuzeigen. Als „polyklonale Aktivierung“ definierten wir dabei einen Anstieg der involvierten und der nicht-involvierten Kette oberhalb des Referenzbereiches bei normwertigem Quotienten. Die zugrundeliegende Hypothese war dabei, dass eine Stimulation des Immunsystems durch Lenalidomid eine verbesserte Krankheitskontrolle über Myelom-Zellen bedingt.
Analysiert wurden die Daten von insgesamt 61 Patienten mit einem Multiplen Myelom, die von 2006 bis 2013 in der Poliklinik für Stammzelltransplantation behandelt wurden.
Für das untersuchte Kollektiv konnte gezeigt werden, dass ein statistisch signifikanter Überlebensvorteil im Gesamt- und progressionsfreien Überleben bei Auftreten einer polyklonalen Aktivierung besteht. Das Mortalitätsrisiko von Patienten ohne polyklonale Aktivierung war signifikant erhöht. Der beschriebene Überlebensvorteil konnte dabei bevorzugt für Patienten unter Rezidivtherapie aufgezeigt werden, jedoch lies sich auch bei Erhaltungstherapie-Patienten mit PA ein positiver Trend erkennen.
Der Vergleich mit der aktuellen Literatur zeigte dabei im Bezug auf die prognostische Relevanz einer FLK-Erhöhung differente Ergebnisse.
Zukünftig sollten daher zur Übertragung der Ergebnisse auf die Grundgesamtheit Studien mit größeren, repräsentativeren Kollektiven durchgeführt werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6893
URN: urn:nbn:de:gbv:18-80948
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kröger, Nicolaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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