
Titel: | Vergleich transkutaner versus kapillärer Bilirubinbestimmung unter Fototherapie | Sprache: | Deutsch | Autor*in: | Willers, Sabine Margarete | Schlagwörter: | transkutane Bilirubinmessung; Neugeborene; Fototherapie | Erscheinungsdatum: | 2016 | Tag der mündlichen Prüfung: | 2016-07-25 | Zusammenfassung: | Hintergrund und Fragestellung: Die transkutane Bilirubinbestimmung ist als Screeningmethode bei ikterischen Neugeborenen vor Beginn der Fototherapie bereits etabliert. Maßgeblich für die Steuerung der Fototherapie bleibt jedoch die Bilirubinkonzentration im (kapillären) Blut. Das fotometrische Bilirubinmessgerät BiliChek® (Philips, Niederlande) wurde von der FDA auch für Messungen unter laufender Fototherapie zugelassen. Voraussetzung hierfür ist die Messung in einem unbestrahlten Hautareal (wiederverschließbares Lochpflaster). Wir untersuchten, ob die mit diesem Gerät und dieser Methodik bestimmten transkutanen Bilirubinwerte mit der Konzentration im Blut vor und während Fototherapie korrelieren. Patienten und Methoden: 80 reife Neugeborene bzw. späte Frühgeborene wurden in die Studie aufgenommen. Bei 60 Kindern wurde einmal und bei 10 Kindern mehrfach zeitgleich der kapilläre (ABL90 FLEX, Radiometer, Dänemark) und transkutane Bilirubinwert vor Beginn der Fototherapie bestimmt. Bei 40 Kindern wurde eine und bei 14 Kindern wurden mehrere Vergleichsmessungen unter laufender Bestrahlung (mittels des wiederverschließbaren Lochpflasters) gewonnen. Mehrfachmessungen pro Kind wurden gemittelt. Die Auswertung erfolgte mit dem Wilcoxon-Vorzeichen-Rangtest. Ergebnisse und Diskussion: Während sich vor Fototherapie kein signifikanter Unterschied der Messwerte in Haut und Blut zeigte (p=0,3, die transkutanen Messwerte waren im Mittel um 0,2 mg/dl größer als die Blutwerte), unterschieden sich unter laufender Fototherapie die transkutanen Werte signifikant von den kapillären Messungen (p<0,001). Die transkutanen Werte lagen im Mittel 2,5 mg/dl über den kapillären Werten. Dies steht im Widerspruch zu zwei Studien aus der Literatur von Zecca und Fonseca und zu Herstellerangaben und kann durch die Verwendung von LED-Kaltlichtlampen in unserer Klinik bedingt sein. Offenbar führen diese zu einer so effektiven Senkung des Bilirubinspiegels in Haut und Blut, dass die fotometrische Messung in dem unbestrahlten Messfenster regelmäßig zu hohe Werte ergibt (83 % der Werte wichen nach oben ab). Ob bei Messung an der bestrahlten Haut eine bessere Korrelation resultieren würde, bleibt noch zu untersuchen. Schlussfolgerung: Am nicht bestrahlten Hautareal können mit dem Gerät BiliChek® durchgeführte transkutane Bilirubinmessungen unter Fototherapie, zumindest bei der Verwendung von LED-Lampen aufgrund einer systematischen Überschätzung des Plasmabilirubinwertes nicht zum Therapiemonitoring verwendet werden |
URL: | https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/6964 | URN: | urn:nbn:de:gbv:18-81935 | Dokumenttyp: | Dissertation | Betreuer*in: | Singer, Dominique (Prof. Dr.) |
Enthalten in den Sammlungen: | Elektronische Dissertationen und Habilitationen |
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Datei | Beschreibung | Prüfsumme | Größe | Format | |
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