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Titel: Die Stellung von Sehgeschädigten in der ägyptischen Gesellschaft als Voraussetzung und / oder Barriere zur Integration sehgeschädigter Schüler in Regelschulen in Ägypten
Sonstige Titel: The position of visually impaired in Egyptian society as a requirement and / or barrier to integration of pupils with a visual impairment in regular schools in Egypt
Sprache: Deutsch
Autor*in: Mohamed, Tamer
Schlagwörter: Sehgeschädigtenpädagogik; Blindenpädagogik; Behindertenbildung; Erfassung der Einstellung; Blind; Egyptian society; integration; visual impairment; attitude
GND-Schlagwörter: Blindheit; Sehbehinderung; Behinderung; Augenkrankheit; Einstellung; Behinderter; Weibliche Behinderte; Blinde Frau; Sehbehinderter
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2016-12-20
Zusammenfassung: 
Die historischen Darstellungen und Zeugnisse deuten an, dass die behinderten Menschen im Laufe der ägyptischen Geschichte integriert und in der Gesellschaft eingegliedert waren. Allerdings lassen sie keine Aussagen zu, inwieweit Menschen mit Behinderung Zugang zur Bildung hatten. Diesbezüglich hat die Behindertenfürsorge in den letzten Jahrhunderten enorme Fortschritte gemacht. Laut der UN-Behindertenrechtskonvention, die Ägypten 2007 unterschrieben und 2008 ratifiziert hat, sollen die Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf das Recht haben, gemeinsam mit nicht-behinderten Schülern unterrichtet zu werden. Zusammenhängend mit dieser Entwicklung ist es wichtig zu erforschen, wie die aktuelle Einstellung der Gesellschaft, insbesondere die Einstellung der Lehrkräfte, gegenüber Menschen mit Behinderung ist. In der vorliegenden Arbeit wird der Fokus auf Menschen mit Seh-schädigungen gelegt.

Das Promotionsprojekt besteht aus drei Teilen: Einem theoretischen, einem empirischen Teil sowie einem Entwurf einer Bildungsreformstrategie für die Behindertenbildung. Die Dissertation beschäftigt sich mit der Stellung von Sehgeschädigten in der ägyptischen Gesellschaft sowie die historischen Wurzeln und die aktuellen Einstellungen gegenüber Menschen mit Sehschädigung. Ziel der Arbeit ist es, nach Auswertung aller Ergebnisse mit ausreichendem statistischem Verfahren ein möglichst konkretes Bild von der Stellung Sehgeschädigter in der ägyptischen Gesellschaft zu erhalten und somit ein neues Konzept für die Integration von Schülern abzuleiten.

Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass die Menschen über ein gu-tes allgemeines Wissen und positiv gegenüber Menschen mit Behinderungen eingestellt sind, trotzdem besteht Aufklärungsbedarf über diese Zielgruppe. Viele der (stereotypischen) Eigenschaften und Attribute, die mit behinderten Menschen assoziiert sind, entsprechen nicht der Realität und führen zu einer Überschätzung ihrer Fähigkeiten. Des Weiteren sollten die „Überbehütung“ bzw. die anhaltenden Sorgen ebenfalls im Rahmen der Aufklärung angesprochen werden. Die positive Einstellung der Menschen gegenüber Menschen mit Behinderungen stellt eine wichtige Voraussetzung für die systematische Ent-wicklung eines Konzeptes zur Förderung dieser Bedarfsgruppe dar.

Das Konzept besteht aus einer Vorbereitungsphase und einer Durchführungsphase. Im Vorbereitungsjahr sollten erforderliche Maßnahmen sowie Konstrukte geplant werden, um Anregungen für Reformen des aktuellen Bildungs-systems zu geben.

According to the historical portrayal and references disabled people in Egyptian history were integrated in society. However, there is little evidence to what extent people with disabilities had access to education. With respect to this, the disability care has improved tremendously in the last couple of centuries. As stated in the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities which Egypt signed in the year 2007 and ratified in the year 2008, special needs students should have the right to be taught together with non-disabled students. Interrelating with this development it is important to research how the current attitude of society is, especially the ones of teachers towards special needs students. In this research paper, the emphasis will be on people who are visually impaired.

The postdoctoral project consists of three parts: a theoretical, an empirical one and a draft of an educational reform strategy for the disability education. The significance lies in the evaluation of the empirical part. The Thesis is about which position in society people with hearing impairments take, also the historical roots and the current state of mind towards people with hearing impairments. The purpose of the research is, after the evaluation of all the results with sufficient statistical procedure one can make a clearer picture of the state of people with hearing impairments in the Egyptian society and therefore can create a new concept to integrate students.

In conclusion, one can say that the people have good general knowledge and have a positive attitude towards disabled people. Yet, there is still a need of enlightenment of the target group. Many stereotypical attributes of disabled people don’t correspond with reality and leads to an overestimation of their abilities. Further, the “overprotection” or rather the continued worries should be addressed. The positive attitude of people towards disabled people is an important condition for the systematic development of a concept for the sup-port of the target group.

The concept consists basically of two phases: the first phase is the preparation and the second is the implementation. The preparations phase must take one year while the implementation lasts for five years. During the Preparation phase, the government has to follow some procedures and new systems - as shown in the plan - so that the government will be able to carry the educational reform into effect.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7016
URN: urn:nbn:de:gbv:18-82708
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Degenhardt, Sven (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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