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Titel: Docile Housewives or Empowered Entrepreneurs? Gender, Fraud and Victimization Risks in the Context of Family-Related Migration in Germany
Sprache: Englisch
Autor*in: Rushchenko, Julia
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2016-01-19
Zusammenfassung: 
This dissertation explores how transnational marriage migration processes are viewed and interpreted by foreign spouses from economically weak countries who are currently residing in Germany. It identifies and examines possible risks that migration through the family reunification route could pose for women. By adopting an ethnographic approach, the current study extends previous research on “mail-order” brides by integrating and thoroughly analyzing interrelated criminological aspects pertaining to the topic of transnational marriages such as the victimization risks, interpersonal violence, fraudulent techniques in bi-national marriages and state surveillance, victim-offender overlap, and child custody litigations. Theoretically, the current study engages in debates on gender with feminist scholars and argues against the exploitation discourse frequently applied to women from developing countries who marry men from Western highly industrialized democracies. Instead, this study suggests viewing the issue of transnational marriages through the prism of Bourdieusian theory of capitals and empowering “erotic capital”. Methodologically, this dissertation shows how non-profit organizations could be used in research as gatekeepers and as a source of background information. The findings challenge the conventional notion of female marriage migrants as submissive dependents, suggesting a more nuanced approach based on the informants’ diverse backgrounds, qualifications, endeavors, and their manifold desires.

Das Ziel dieser Studie war es die Viktimisierungsannahmen von feministischen Akademikern (Hughes 2004; Belleau, 2003; Chun, 1996; Elson, 1997) über weibliche Heiratsmigrantinnen aus wirtschaftlich schwächeren Ländern zu überprüfen und zu beurteilen, sowie die Schlüsselfaktoren ihrer sozialen Lage und möglichen Verwundbarkeit in Deutschland zu verstehen.
Meine Forschung lässt darauf schließen, dass die Richtlinien, geformt durch ein nuanciertes Verständnis der sozialen Lage und Verwundbarkeit von weiblichen Heiratsmigrantinnen – insbesondere abgeleitet durch Informationen aus den ethnografischen Studien – aussagekräftig sein können, wenn es darum geht, das Risiko von Diskriminierung zu verdeutlichen. Diese Dissertation leistet einen wichtigen Beitrag zu mehreren wichtigen Debatten an der Schnittstelle von Sozialwissenschaften und Rechtswissenschaften, wie beispielsweise dem victimization-agency-Dilemma, female empowerment, die Wahrnehmung von Missbrauch und staatlicher Überwachung. Neben dem überbrücken der Lücke zwischen feministischen und liberalen Diskursen, stellt diese Studie herausfordernde Fragen zur existierenden Wissenschaft von transnationaler Migration und trägt besonders durch die gewonnenen Einblicke aus der kriminologischen Perspektive zu den aktuellen Debatten bei.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7107
URN: urn:nbn:de:gbv:18-83992
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Geimer, Alexander (Jun.-Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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