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Titel: ZNS-Metastasierungsmuster beim metastasierten Mammakarzinom
Sonstige Titel: Patterns of CNS metastases in breast cancer patients
Sprache: Deutsch
Autor*in: Scriba, Verena
GND-Schlagwörter: Brustkrebs; Metastase; Zentralnervensystem; Gehirn; Muster <Struktur>
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-02-01
Zusammenfassung: 
In den letzten Jahren wurde eine steigende Inzidenz der ZNS-Metastasen beim Mammakarzinom verzeichnet. Diese sind ein limitierender Faktor für die Lebensqualität betroffener Patientinnen und mit einer eingeschränkten Prognose verbunden. Auch wenn Risikofaktoren für eine ZNS-Metastasierung bereits identifiziert werden konnten und Einflussfaktoren auf die Prognose der Patientinnen in verschiedenen Studien nachgewiesen werden konnten, ist nur wenig über Verteilungsmuster von ZNS-Metastasen bekannt.
Von 300 Patientinnen mit ZNS-Metastasen eines Mammakarzinoms aus vier Zentren wurde neben den klinischen Daten auch das radiologische Bildmaterial erneut ausgewertet. In der statistischen Analyse zeigte sich, dass der tumorbiologische Subtyp des Mammakarzinoms nicht nur die Anzahl der ZNS-Metastasen, sondern auch das Verteilungsmuster beeinflusst. So zeigten Patientinnen mit positivem Hormonrezeptor und HER2-Überexpression eine geringere Anzahl an ZNS-Metastasen. Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom wiesen häufiger Metastasen im Cerebellum auf (59,8% vs. 44,5%, p=0,021) und triple-negative Mammakarzinome metastasierten häufiger in die Meningen (31,4% vs. 18,3%, p=0,038). Hippocampus-Metastasen dagegen treten vermehrt bei negativem Hormonrezeptorstatus auf.
Ebenso zeigte sich eine Abhängigkeit der Anzahl und Verteilung der Metastasen von vorausgegangenen Therapien. Patientinnen mit HER2-positivem Mammakarzinom, die Trastuzumab vor der ZNS-Metastasierung erhalten haben, wiesen weniger ZNS-Metastasen auf (8 Metastasen vs. 11 Metastasen, p<0,001).
In der univariaten Analyse waren ein Befall des Occipitallappen (5 Monate vs. 3 Monate, p=0,012) und eine leptomeningeale Metastasierung (5 Monate vs. 3 Monate, p=0,025) mit einem kürzeren Gesamtüberleben assoziiert. Dies konnte sich in der multivariaten Analyse nicht bestätigen. Auch die Anzahl der ZNS-Metastasen beeinflusste in unserer Kohorte das Überleben nicht.
Wir konnten in unserer Studie zeigen, dass verschiedene Faktoren das Metastasierungsmuster im ZNS beeinflussen und dieses wiederum eventuell Einfluss auf die Prognose hat. Welche Mechanismen zur ZNS-Metastasierung führen und das Verteilungsmuster beeinflussen, muss in weiteren prospektiven und experimentellen Studien analysiert werden. Insbesondere die Ergebnisse der Subgruppenanalyse müssen in größeren Kollektiven erneut evaluiert werden.

During the past years an increasing incidence of CNS metastases in breast cancer patients has been registered. They are a limiting factor for the patients quality of life and associated with a poor prognosis. Even though risk factors of CNS metastases have been identified and determinants of the patients prognosis have been proved in different studies, little is known about patterns of CNS metastases.
In addition to the clinical data, the radiological images of 300 patients with CNS metastases from breast cancer have been re-evaluated.
The statistical analysis showed that the tumour subtype of the primary breast cancer tumour not only affects the number of CNS metastases but also the pattern of those metastases. Patients with a hormone receptor-positive and HER2-positive primary tumour had a significantly lower number of CNS metastases. Furthermore, patients with HER2-positive breast cancer had more often cerebellar metastases (59.8% vs. 44.5%, p=0.021) whereas patients with triple-negative breast cancer developed leptomeningeal disease more often (31.4% vs. 18.3%, p=0.038) and hippocampal metastases occurred more frequently in breast cancer with a negative hormone receptor state.
There was also a correlation between the number and distribution of CNS metastases and the preceding therapies. Patients with HER2-positive breast cancer which were treated with trastuzumab before the diagnosis of CNS metastases developed a lower number of CNS metastases (8 metastases vs. 11 metastases, p<0.001).
In the univariate analysis occipital lobe metastases (5 months vs. 3 months, p=0.012) and leptomeningeal disease (5 months vs. 3 months, p=0.025) were associated with a shorter overall survival. This assumption was not confirmed by the multivariate analysis. Furthermore, the number of CNS metastases did not affect the survival in our cohort.
With our study we were able to show that different factors influence the patterns of CNS metastases and this, in turn, may influence the prognosis.
Which mechanisms influence the CNS metastasis and the pattern should be analysed in further prospective and experimental studies. Especially the results of the subgroups should be re-evaluated with larger collectives.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7111
URN: urn:nbn:de:gbv:18-84046
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Müller, Volkmar (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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