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Titel: Eine erhöhte Expression von Lysophophatidylcholin- Acyltransferase 1 erhöht das Rezidivrisiko in Prostatakarzinomen
Sonstige Titel: High lysophosphatidylcholine acyltransferase 1 expression independently predicts high risk of biochemical recurrence in prostate cancers
Sprache: Deutsch
Autor*in: Sanader, Stella
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-06-29
Zusammenfassung: 
Dass die Lysophosphatidylcholin-Acyltransferase 1 (LPCAT1) eine wichtige Rolle in Karzinomen einnimmt, wurde bereits zuvor in einigen Studien postuliert. Um die Rolle von LPCAT1 beim Prostatakarzinom zu bestimmen, wurden in unserer Studie 11152 Präparate von Prostatakarzinomen auf einem Tissue Microarray (TMA) auf die Expression von LPCAT1 untersucht. In benignen Prostatadrüsen ergab sich keine oder eine nur geringe Expression von LPCAT1. In Malignomen fand sich hingegen ein positives Ergebnis bei 73,8% der 8786 untersuchten Prostatakarzinom-Proben. Eine vermehrte Expression von LPCAT1 war mit einem fortgeschrittenen Tumorstadium (pT3b/pT4), einem hohen Gleason-Score, positivem Lymphknotenstatus, positiven Resektionsrändern und mit einem frühen Wiederauftreten von PSA verbunden (p jeweils <0,0001). Eine LPCAT1-Überexpression war zudem mit einem positiven ERG- Status assoziiert.
Eine starke Expression von LPCAT1 wurde in 45,3% der ERG-positiven Karzinome und nur in 16,7% der ERG negativen Karzinompräparate gemessen. In ERG-negativen Karzinomen war das Auftreten von LPCAT1 bei Prostatakarzinomen in der Subgruppe mit PTEN-Deletion allerdings ebenso deutlich erhöht. Weitere Subgruppen-Analysen deckten auf, dass in ERG-negativen Karzinomen eine hohe LPCAT1-Expression mit einem Wiederauftreten von PSA und einem ungünstigen histologischen Grading (Gleason Score) einherging. Diese Effekte waren in ERG-positiven Prostatakarzinomen abgeschwächt. Der prognostische Wert von LPCAT1 war jeweils unabhängig vom histologischen Bild und klinischen Parametern. Als Schlussfolgerung kann allein die Bestimmung von LPCAT1 für eine individualisierte Therapieempfehlung und eine genauere Verlaufseinschätzung von Nutzen sein. Unsere Ergebnisse bestätigen weiterhin die relevante Rolle des Lipidstoffwechsels in der Prostatakarzinogenese.

Lysophosphatidylcholine acyltransferase 1 (LPCAT1) has already been suggested to play a role in cancer. To assess its role in prostate cancer, LPCAT1 expression was analyzed on a tissue microarray containing samples from 11.152 prostate cancer patients. In benign prostate glands, LPCAT1 immunostaining was absent or weak. In prostate cancer, LPCAT1 positivity was found in 73.8% of 8786 interpretable tumors including 29.2% with strong expression. Increased LPCAT1 expression was associated with advanced tumor stage (pT3b/T4) (p<0.0001), high Gleason score (4.4) (p< 0.0001), positive nodal involvement (p=0.0002), positive surgical margin ( p=0.0005) and early PSA recurrence (p<0.0001). High LPCAT1 expression was strongly linked to ERG-fusion type prostate cancer. Strong LPCAT1 staining was detected in 45.3% of ERG positive but in only 16.7% of ERG negative tumors (p< 0.0001). Within ERG negative cancers, LPCAT1 staining was strongly increased within the subgroup of PTEN deleted cancers (p<0.0001). Further subgroup analyses revealed that associations of high LPCAT1 expression with PSA recurrence and unfavorable tumor phenotype were largely driven by ERG negative cancers (p<0.0001) while these effects were substantially mitigated in ERG positive cancers (p=0.0073). The prognostic impact of LPCAT1 expression was independent of histological and clinical parameters. It is concluded, that LPCAT1 measurement, either alone or in combination, may be utilized for better clinical decision-making. These data also highlight the potentially important role of lipid metabolism in prostate cancer biology.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7334
URN: urn:nbn:de:gbv:18-86930
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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