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Titel: Kardiale Biomarker und Impedanzkardiographie in der Neonatologie
Sonstige Titel: Cardial biomarkers and impedance cardiography in neonatology
Sprache: Deutsch
Autor*in: Sandig, Jan
Schlagwörter: NT-proBNP; MR-proANP; MR-proADM; hs-cTNI
GND-Schlagwörter: Brain natriuretic Peptide; Atriales natriuretisches Hormon; Adrenomedullin; Copeptin; Troponin; Impedanzkardiografie; Neonatologie
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-10-09
Zusammenfassung: 
Die kardiale Biomarkerdiagnostik aus Nabelschnurblut bietet eine leicht anwendbare
und nichtinvasive Möglichkeit, der Untersuchung von kardiovaskulären Vorgängen im
Neugeborenen. Dieser Arbeit liegen die Ergebnisse der Biomarkerbestimmungen von 66
Neonaten der „Studie zu kardialen Biomarkern in der Pädiatrie“ zugrunde, mit deren
Hilfe Einflussfaktoren auf sechs kardiale Biomarkerlevel im Nabelschnurblut untersucht
werden. Zusätzlich erfolgte bei 56 Neugeborenen eine impedanzkardiographische
Messung und Auswertung von hämodynamischen Parametern.
In unserer Studienkohorte fanden wir eine negative Korrelation der Pro-Hormone
MR-proANP, NT-proBNP und MR-proADM mit dem Gestationsalter. Als
Surrogat-Marker des Stresshormons Vasopressin konnte ein deutlicher Einfluss
durch den Geburtsmodus auf die Copeptin-Level demonstriert werden, wobei vaginale
Entbindungen die Höchstwerte aller untersuchten Kinder aufwiesen. Die deutlich
erhöhten arteriellen Copeptin-Level weisen auf eine stressinduzierte Copeptin-Produktion
durch den Fetus hin. Im Mutter-Kind-Vergleich wurde für MR-proADM, als einziger
Biomarker, ein Zusammenhang zwischen mütterlichen und kindlichen Biomarkerlevel
gefunden, wobei eine mögliche Adrenomedullin-Produktion durch die Plazenta
einen Einfluss auf das mütterliche und kindliche Kreislaufsystem haben kann. Die
Auswertungen der hs-cTNI-Bestimmungen zeigten keine Zusammenhänge mit den
hier untersuchten Einflussfaktoren, wiesen jedoch auch in unserer herzgesunden
Untersuchungskohorte vereinzelnd hohe Maximalwerte (Ausreißer) auf. Im Vergleich
mit den impedanzkardiographisch erhobenen Variablen ließ sich ein Zusammenhang
aller natriuretischer Peptide mit der Herzfrequenz und dem Herzindex demonstrieren.
Die Studienergebnisse leisten einen Beitrag zur Erstellung von geeigneten Normwerten
der untersuchten Biomarker aus Nabelschnurblut. Ein Hauptaugenmerk sollte
zukünftig auf der Vereinheitlichung der Messmethoden liegen, um die Ergebnisse
klinikübergreifend vergleichbar zu machen. Zur Detektierung von angeborenen
Herzpathologien müssen darüber hinaus die postpartalen Biomarkerverläufe evaluiert und
Neugeborene mit angeborenen Herzfehlern im Studienkollektiv eingeschlossen werden.

Testing for cardial biomarkers in the umbilical cord blood offers an applicable and
non-invasiv method to investigate cardiovascular functions of the newborn. This thesis is
based on the results of the study „Studie zu kardialen Biomarkern in der Pädiatrie“, which
investigates the impact of determiants on the behaviour of six cardial biomarkers of 66
healthy neonates. Furthermore, hemodynamic parameters of 56 newborns were measured,
using the method of impedance cardiography.
A negative correlation between the pro-hormones MR-proANP, NT-proBNP,
MR-proADM and the gestational age was found. As a surrogate marker of the
stress hormone vasopressin, a significant impact of the mode of delivery and the
level of copeptin, with the maximum values within the group of vaginal delivery, was
demonstrated . Thus, a fetal stress-induced production of copeptin due to the high level of
copeptin in the arteria umbilicalis compared to the venous blood samples, was concluded.
Only MR-proAMD indicated a relationship between the maternal and fetal level of
cardial biomarkers. A possible production of MR-proADM in the placenta could have
an influence on both the maternal as well as the fetal circulatory system. The evaluation
of hs-cTNI didn’t correlate with any of the analysed determinants but included some
isolated maximum values (outliers) although the study group didn’t include neonates with
congenital heart diseases. Compared to the hemodynamic parameters of the impedance
cardiography, a relationship of all natriuretic peptides to both the heart rate as well the
cardiac index was demonstrated.
The present study results contribute to the creation of appropriate reference values of
the investigated six cardiac biomarkers in umbilical cord blood. A major priority of
possible future research improvements should be the standardisation of the measurement
procedures, to increase the comparability between different analysing kits. In terms of
the development of new screening methods for congenital heart diseases, further research
on the evaluation of the postpartal process of the biomarkers should be conducted. In
addition, future studies should include a cohort with neonatal cardiac defects.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7395
URN: urn:nbn:de:gbv:18-87805
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Weil, Jochen (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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