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Titel: Retrospektive Studie über die Sofort- und Spätversorgung von XiVE®-Implantaten in der Frontzahn- und Prämolarenregion
Sonstige Titel: Immediate loading of subcrestally placed dental implants in anterior and premolar sites
Sprache: Deutsch
Autor*in: Köppen, Kai
Schlagwörter: Sofortversorgung; Späterversorgung; dental; Sofortimplantation; Retrospektiv
GND-Schlagwörter: Implantat
Erscheinungsdatum: 2016
Tag der mündlichen Prüfung: 2017-10-27
Zusammenfassung: 
Eine subgingivale Einheilphase galt in der dentalen Implantologie lange Zeit als Voraussetzung für eine erfolgreiche Osseointegration. Neuste Publikationen beweisen, dass unter Einhaltung bestimmter Bedingungen auch mit verkürzten Einheilzeiten oder Sofortversorgungen sehr gute Ergebnisse erreicht werden können.
Die Absicht dieser Studie war die Bewertung des Erfolges sofort- und spätversorgten XiVE®-Implantate in der Frontzahn- und Prämolarenregion. Dabei wurden sowohl klinische Erfolgsparameter als auch das periimplantäre Knochenniveau anhand der Röntgenbilder der Patienten beurteilt.
Die Grundhypothese dieser Dissertation ist, dass sich die Sofort- und Spätversorgung in der Frontzahn- und Prämolarenregion bezüglich ihres Erfolges und des radiologischen periimplantären Knochenabbaus nicht statistisch signifikant unterscheiden.
Folgende Nebenhypothesen wurden für diese Studie aufgestellt und untersucht:

• Implantatlänge und -durchmesser haben keinen Einfluss auf das periimplantäre Knochenniveau
• Die Implantationsregion hat keinen Einfluss auf das periimplantäre Knochenniveau
• Das Alter und das Geschlecht haben keinen Einfluss auf das periimplantäre Knochenniveau
• Die periimplantäre Augmentation hat keinen Einfluss auf das periimplantäre Knochenniveau

In der vorliegenden retrospektiven Studie konnten 163 Patienten mit 285 Implantaten eingeschlossen werden. Alle Implatate wurden im Zeitraum zwischen November 2003 und April 2015 inseriert. Abhängig von der Primärstabilität des Implantates erfolgte die anschließende Versorgung der Implantate anhand eines standardisierten Sofort- oder Spätversorgungsprotokoll.
Die Grundhypothese wurde bestätigt (p = 0,683, KI 95%). Optimale Ergebnisse wurden bei 203 (92,7 %) aller Implantate in der Sofortversorgungs- und 62 (92,5 %) aller Implantate in der Spätversorgungsgruppe erreicht.
Es lässt sich festellen, dass ein erhöhtes Risiko bei sofortversorgten Implantaten im Unterkieferfrontbereich besteht. Es zeigt sich trotzdem für die oben genannten Nebenhypothesen keine statistische Signifikanz bezüglich des periimplantären Knochenabbaus (Implantatlänge p = 0,217, Implantatdurchmesser p = 0,579, Implantationsregion p = 0,871, Alter p = 0,907, Geschlecht p = 0,33, periimplantäre Augmentation p = 0,276). Es lässt sich nur eine Veränderung des periimplantären Knochenniveaus über die Zeit (p < 0,001) feststellen, der sich in einem linearen Abfall über den gesamten Untersuchungszeitraum darstellen lässt.

In order for dental implants to achieve successful osseointegration, it was previously recommended to emphasize a stress-free healing period of three to six months. However, several recent studies have shown successful clinical results by either shortening the healing period time or by implementing an immediate loading protocol.
The purpose of this study was to evaluate the success and long-term outcomes of implementing both immediate and delayed loaded XiVE®-implants in the anterior and premolar sites.
The main hypothesis of this study is that the survival and success rate of immediately loaded implants is equal to the survival and success rate of delayed loaded implants in the anterior and premolar regions.
Other hypothesis of this study include the following:

• implant length and diameter do not have an influence on peri-implant bone level
• implant site does not have an influence on peri-implant bone level
• age and gender do not have an influence on peri-implant bone level
• peri-implant augmentation does not have an influence on peri-implant bone level

This study was designed as a single-center retrospective cohort study. Between November 2003 and April 2015, a total of 163 patients receiving 285 implants were investigated. Depending on the insertion torque of the implant, a standardized immediate or delayed loading protocol followed after implantation.
The main hypothesis was confirmed by the results (p = 0,683, KI 95%). Immediately loaded implants (92,7 %) are equal to delayed loaded implants (92,5 %) in success rate. According to the results, there was no statistically significant difference between the two.
Other parameters such as implant length (p = 0,217), implant diameter (p = 0,579), implant site (p = 0,871), age (p = 0,907), gender (p = 0,33) and peri-implant augmentation (p = 0,276) did not have a provable effect on the peri-implant bone level. In fact, it was shown that there was a linear decrease of peri-implant bone level (p < 0,001) during the investigation time.
In conclusion, immediate loading of dental implants may be a safe and more reliable treatment option for dental rehabilitation of anterior and premolar sites.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7433
URN: urn:nbn:de:gbv:18-88317
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Heiland, Max (Prof. Dr. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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