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Titel: Klinische Elektroenzephalographie-Studie zur Untersuchung des Belohnungssystems bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
Sonstige Titel: Clinical electroencephalography study to investigate the reward system in patients with borderline personality disorder
Sprache: mehrsprachig
Autor*in: Kleinert-Özcan, Julia
Schlagwörter: Borderline Persönlichkeitsstörung; Belohungssystem; Borderline personality disorder; reward system
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-02-16
Zusammenfassung: 
In früheren Studien konnte bereits eine Störung in der Verarbeitung von Belohnungsreizen bei Patienten mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung bestätigt werden. Welche Aspekte bei der Verarbeitung von Belohnungsreizen betroffen sind und welche Hirnareale beteiligt sind, ist allerdings noch nicht klar. Hier setzte die gegenwärtige Studie an und untersuchte sowohl evozierte als auch induzierte ereigniskorrelierte Oszillationen (ERO). Darüber hinaus wurde mit Hilfe der Lokalisierung von Signalquellen (sLoreta) die Aktivität in zwei Hirnregionen bemessen, die bekanntlich an der Verarbeitung von Belohnungsreizen beteiligt sind; der dorsomedial präfrontale/anterior cinguläre Kortex (dmPFC/ACC) und der orbitofrontale Kortex (OFC).
Achtzehn Patienten sowie 22 Probanden aus der gesunden Kontrollgruppe absolvierten eine Glückspiel-Aufgabe, währenddessen wurde die elektroenzephalografische Aktivität aufgezeichnet. Evozierte und induzierte theta und high-beta Band EROs sowie die Aktivität in den beiden „Regions of Interest“ (ROI) wurden in Abhängigkeit von der Valenz und Magnitude der Feedback-Ereignisse untersucht.
Es konnte eine reduzierte Theta-Band Antwort auf negatives Feedback bei Patienten mit einer Bordeline-Persönlichkeitsstörung festgestellt werden. Dieser Effekt bezog sich nur auf evozierte Antworten und die dmPFC/ACC Region und wurde mit der Trait-Impulsivität der Patienten assoziiert. Die sLoreta Analysen zeigten gestörte evozierte Antworten in Abhängigkeit zur Feedback Magnitude im theta und high-beta Frequenzbereich.
Diese Ergebnisse deuten auf multiple Dysfunktionen in der Feedback-Verarbeitung bei Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung hin.

Preceding electrophysiological studies had proven impaired reward processing in patients with BPD. It is not clear which aspects of reward processing are affected and which brain regions are involved, though. In the current study both evoked and induced event-related oscillations (EROs) to feedback events were examined, and source localization (sLORETA) was used in order to assess activity in two areas known to contribute to reward processing, the dorsomedial prefrontal/anterior cingulate cortex (dmPFC/ACC) and the orbitofrontal cortex (OFC).
For this purpose eighteen patients with BPD and 22 healthy controls performed a gambling task, while 64-channel electroencephalographic activity was recorded. Afterwards evoked and induced theta and high-beta band EROs and also activity in the two regions of interest were investigated depending on the valence and magnitude of feedback events.
Reduced theta-band responses to negative feedback in Patients with BPD could be identified, an effect that involved only evoked responses and the dmPFC/ACC region, and was associated with trait impulsivity in patients. sLORETA analyses showed disturbed evoked responses depending on feedback magnitude in the theta (OFC) and high-beta (dmPFC/ACC and OFC) frequency range.
These results imply multiple dysfunctions of feedback processing in patients with BPD, involving several different subsets of reward-processing mechanisms.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7600
URN: urn:nbn:de:gbv:18-90367
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Mulert, Christoph (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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