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Titel: Wenn Autonomie zur Anforderung wird : Die Selbstgestaltung von Arbeit unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitszeiten
Sprache: Deutsch
Autor*in: Bredehöft, Franziska Luise
Schlagwörter: Selbstgestaltung; Arbeitszeitextensivierung; emotionale Erschöpfung
GND-Schlagwörter: Autonomie; Motivation
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-02-15
Zusammenfassung: 
Das Ziel dieser Dissertation lag in der Untersuchung der Folgen erhöhter Arbeitsautonomie auf die Anforderungen, die an Beschäftigte gestellt werden, sowie auf das Wohlbefinden. Eine besondere Berücksichtigung fand die Selbstgestaltung der Arbeitszeiten in Form der Arbeitszeitextensivierung.
In einer qualitativen Interviewstudie wurden Anforderungen im Rahmen erhöhter Autonomie herausgearbeitet und das Konzept der Selbstgestaltung entwickelt.
In der darauffolgenden quantitativen Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten (N = 307 zu T1) konnte mittels Strukturgleichungsanalysen gezeigt werden, dass Autonomie einen positiven Einfluss auf Facetten der Selbstgestaltung hat, die wiederum teilweise den Zusammenhang zwischen Autonomie und Wohlbefinden erklären können. Insbesondere die Gestaltungsanforderung der Karriereentwicklung zeigte einen positiven Effekt auf die kognitive Irritation. Planungsanforderungen sowie Anforderungen der Anpassung der Qualität und des Aufwands für Arbeitsaufgaben zeigten hingegen keinen Zusammenhang zu kognitiver Irritation im Längsschnitt.
In einer dritten quantitativen Querschnittstudie mit zwei Stichproben (N = 179 und N = 177) wurde untersucht, welchen Einfluss Motive der Arbeitszeitgestaltung auf den Zusammenhang zwischen Arbeitszeitextensivierung (als eine Form der Selbstgestaltung von Arbeitszeiten) und Wohlbefinden haben. In der ersten Teilstudie wurde ein Fragebogen entwickelt und validiert. Anhand der zweiten Teilstudie wurde die Faktorstruktur des Fragebogens in einer konfirmatorischen Faktorenanalyse bestätigt und eine Regressionsanalyse mit Interaktionseffekten durchgeführt. Die Ergebnisse legen nahe, dass der negative Zusammenhang zwischen Arbeitszeitextensivierung und Wohlbefinden teilweise durch die Art der zugrunde liegenden Motivation für die Verlängerung der Arbeitszeiten erklärt werden kann. Für die kontrollierte Motivation konnte ein Moderatoreffekt gefunden werden, sodass davon auszugehen ist, dass sich Arbeitszeitextensivierung stärker negativ auf das Wohlbefinden auswirkt, wenn die Verlängerung der Arbeitszeiten auf externalen Gründen beruht. Für die autonome Motivation konnte kein Moderationseffekt gefunden werden.
Diese Ergebnisse wurden diskutiert und Implikationen für Forschung und Praxis abgeleitet.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7605
URN: urn:nbn:de:gbv:18-90432
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Dettmers, Jan (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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