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Titel: Einführung der Stent-Retriever-Thrombektomie beim akuten Schlaganfall: Logistik, Management und klinische Resultate
Sonstige Titel: Introduction of Stent Retriever Thrombectomy in acute Stroke: Logistics, Management and clinical Outcomes
Sprache: Deutsch
Autor*in: Weller, Nora
Schlagwörter: Stent-Retriever-Thrombektomie; Solitaire FR; Trevo; ReVive SE; mechanische Rekanalisation; acute stroke; stent-retriever; thrombectomy
GND-Schlagwörter: Schlaganfall; Thrombektomie; Akut
Erscheinungsdatum: 2017
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-03-27
Zusammenfassung: 
Hintergrund: In dieser Studie evaluierten wir das klinische Management und die Be-handlungsergebnisse in der initialen Behandlungsphase der Stent-Retriever-Thrombektomie beim akuten Schlaganfall.
Methodik: Die retrospektive Analyse umfasste 47 Patienten, die vom 1.1.2011 bis zum 31.5.2012 in der Asklepios Klinik Altona eine endovaskuläre Therapie erhielten. Einen Verschluss des vorderen Kreislaufes wiesen 27 (57,4%) und des hinteren Kreislaufes 20 (42,6%) Patienten auf. Erfasst wurden die Zeitintervalle zwischen den einzelnen Be-handlungsschritten (Symptombeginn, Klinikaufnahme, CCT, Leistenpunktion, Rekana-lisation). Die statistische Analyse der Behandlungsergebnisse untersuchte den Einfluss der Behandlungsfaktoren: Alter, Geschlecht, Aufnahmemodus (intern/extern), klinischer Aufnahmebefund, Verschlusslokalisation, Zeit bis zur Angiographie und Rekana-lisationserfolg. Das klinische Behandlungsergebnis bei Entlassung wurde dichotomisiert in gutes (mRS 0-3) vs. schlechtes (mRS 4-6) Outcome.
Ergebnisse: Eine erfolgreiche Rekanalisation (TICI 2b-3) gelang in 37 (78,7%) Fällen. Zweiundzwanzig Patienten (46,8%) zeigten bei Entlassung ein gutes klinisches Ergebnis und 8 (17,0%) Patienten verstarben. Drei (6,4%) Patienten erlitten eine symptomatische intrakranielle Blutung. Patienten mit einem NIHSS<10 bei Aufnahme besaßen ein signifikant besser klinisches Outcome, die übrigen Behandlungsfaktoren wiesen keinen statistisch signifikanten Einfluss auf. Bei den internen Patienten betrug im Median das Zeitintervall zwischen CCT und Leistenpunktion 81 Minuten und das Intervall zwischen Leistenpunktion und Rekanalisation im Median 64 Minuten. Bei den externen Patienten begann die Angiographie im Median 94 Minuten später (Zeitintervall zwischen externem CCT und Leistenpunktion im Median: 175 Minuten) bei vergleichbarem Intervall zwischen Leistenpunktion und Rekanalisation (Median: 60 Minuten). Im klinischen Outcome fand sich kein Unterschied (mRS 0-3 intern: 47,1%; mRS 0-3 extern: 46,7%) zwischen beiden Gruppen.
Schlussfolgerung: Die endovaskuläre Therapie proximaler Gefäßverschlüsse zeigte in der initialen Behandlungsphase eine hohe Rate erfolgreicher Reperfusionen und gute klinische Therapieergebnisse bei internen und externen Schlaganfallpatienten. Die er-mittelten Zeitintervalle bilden eine Grundlage für die Qualitätskontrolle zukünftiger Behandlungsanalysen.

Background and Purpose: In this study, we evaluated clinical management and treat-ment outcomes in the initial treatment phase of stent-retriever thrombectomy in acute stroke.
Methods: This retrospective analysis included 47 patients who received endovascular therapy from 1.1.2011 to 31.5.2012 in the Asklepios Klinik Altona. Twenty-seven (57,4%) patients showed an occlusion in the anterior and 20 (42,6%) patients in the pos-terior circulation. The time intervals between the individual treatment steps (symptom onset, hospital admission, CCT, groin puncture, recanalization) were recorded. The sta-tistical analysis was used to identify independent predictors for clinical outcome and included age, sex, admission mode, NIHSS on admission, time to angiography, occlu-sion type and recanalization success. Clinical follow-up was dichotomized in good (mRS 0-3) vs. poor (mRS 4-6) outcome.
Results: Successful recanalization (TICI 2b-3) was achieved in 37 (78.7%) cases. Out-come was good in 22 patients (46,8%) and 8 (17,0%) patients died. Three (6,4%) pa-tients suffered symptomatic intracerebral hemorrhages (SICH). Patients with a NIHSS <10 on admission had a significantly better clinical outcome; the other treatment factors had no statistically significant influence. The median time from CCT to groin puncture and groin puncture to recanalization were 81 respectively 64 minutes. The angiography in the external cohort began 94 minutes later (median time from external CCT to groin puncture: 175 minutes) with comparable interval between groin puncture to recanaliza-tion (Median: 60 minutes). There was no difference between the groups in clinical out-come (mRS 0-3 intern: 47,1%; mRS 0-3 extern: 46,7 %).
Conclusion: The endovascular therapy of proximal vessel occlusions showed a high rate of successful reperfusion and good clinical therapeutic results in the initial treatment phase for internal and external stroke patients. The determined time intervals form the basis for the quality control of future treatment analyzes.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7702
URN: urn:nbn:de:gbv:18-91575
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Eckert, Bernd (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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