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Titel: Evaluation der Attraktivität und Alterseinschätzung nach ästhetischen Gesichtsbehandlungen mit Botulinumtoxin A und dermalen Fillern
Sonstige Titel: Evaluation of perception of attractiveness and age after non-invasive aesthetic facial treatments with botulinum toxin type A and dermal fillers
Sprache: Deutsch
Autor*in: Davids, Miriam
Schlagwörter: Attraktivität; Attraktivitätsforschung; Alterseinschätzung; Botulinumtoxin A; dermale Filler; Facial attractiveness; perception of age; aesthetic medicine; botulinum toxin type A; hyaluronic acid filler
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-08-10
Zusammenfassung: 
Die Vorteile physischer Attraktivität in sozialen Interaktionen werden von der sozialpsychologischen Attraktivitätsforschung für nahezu alle Lebensbereiche bestätigt, aus evolutionsbiologischer Perspektive sind vor allem junge Gesichter attraktiv. Mit dem biologischen Alterungsprozess bilden sich jugendliche Gesichtsmerkmale zurück. In einer Gesellschaft, in der immer mehr ältere Menschen mit einer hohen Lebenserwartung bei einem guten Gesundheitszustand und der Orientierung an einem „active aging“ leben, wächst der Wunsch nach einem dem gefühlten Alter entsprechenden jüngeren, attraktiven Aussehen.
Durch den Fortschritt der ästhetischen Medizin scheinen die Prävention altersbedingter Veränderungen und die Wiederherstellung eines jugendlichen Erscheinungsbildes nicht länger allein durch plastisch-chirurgische Eingriffe, sondern auch mittels nicht-invasiver ästhetischer Interventionen möglich. Die Anzahl minimalinvasiver Gesichtsbehandlungen mit Botulinumtoxin A und hyaluronsäurehaltigen Dermalfillern ist in den letzten 15 Jahren exponentiell gewachsen. Dabei bilden Frauen im mittleren Alter von 35 bis 50 Jahren die größte Patientengruppe. Die Motivation der Patientinnen ist, jünger und, damit impliziert, attraktiver auszusehen. Zahlreiche Studien zu ästhetischen Injektionsbehandlungen des Gesichtes mit Botulinumtoxin A, Hyaluronsäure und Calcium-Hydroxylapatit zeigen eine hohe Patientenzufriedenheit mit positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität, die Selbsteinschätzung der Attraktivität und das gefühlte Alter und weisen deren faltenreduzierende Effektivität bei guten Sicherheitsprofilen nach.
Bislang existieren nur wenige Studien, die die Attraktivitäts- und Alterseinschätzung mittels Fremdwahrnehmung evaluieren und somit eine verjüngende und attraktivitätssteigernde Wirkung minimalinvasiver ästhetischer Verfahren objektivieren können. Zielsetzung der Dissertation war es, diese Lücke zu schließen.
Die Evaluation der Attraktivitätsbewertung und Alterseinschätzung erfolgte mittels Ratings von in randomisierter Reihenfolge gezeigten, standardisierten Portrait-Fotoaufnahmen und Videoaufzeichnungen von Patientinnen vor und vier Wochen nach ästhetischen Injektionsbehandlungen mit Botulinumtoxin A, Hyaluronsäure- und Calcium-Hydroxylapatit-Fillern.
Im Ergebnis weisen die Beurteilungen der Attraktivität und des Alters der Patientinnen eine sehr hohe Raterübereinstimmung auf, es kann jedoch anhand der durchgeführten empirischen Untersuchungen keine verallgemeinernde Aussage getroffen werden, dass jedes Individuum von einer minimalinvasiven Behandlung mittels Botulinumtoxin-A-Injektionen, Unterspritzungen mit Hyaluronsäure oder einer Volumenaugmentation mit Calcium-Hydroxylapatit-Filler profitiert und eine verjüngende und attraktivitätssteigernde Wirkung erzielt wird.
Eindeutig bestätigt wird hingegen die Hypothese „jung = attraktiv“. Die Attraktivitätsbewertung der Patientinnen sinkt mit zunehmendem Lebensalter und zwar unabhängig von den durchgeführten minimalinvasiven Behandlungen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7815
URN: urn:nbn:de:gbv:18-92839
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Kerscher, Martina (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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