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Titel: Postmortale Gewebe- und Strukturveränderungen des Abdomens im zeitlichen Verlauf
Sonstige Titel: Postmortem change of the abdomen over time
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hein, Henrik
Schlagwörter: PMCT; Virtopsy; postmortem change; Todeszeitbestimmung; Post mortem intervall; PMCT; Virtopsy; postmortem change; time of death; Post mortem intervall
GND-Schlagwörter: Sektion <Medizin>; Postmortale Autolyse; Computertomografie
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-11-06
Zusammenfassung: 
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der computertomographischen Darstellung früh-postmortaler Gewebeveränderungen im menschlichen Abdomen und ob diese geeignet sind, Rückschlüsse auf den Todeszeitpunkt ziehen zu können.
Das Kollektiv der Studie setzt sich aus 24 Leichen mit bekanntem Todeszeitpunkt und einer postmortalen Liegedauer von weniger als sechs Stunden (Mean = 3,71 h) zusammen. Es wurden zu fest definierten Zeitpunkten nach Todeseintritt CT-Scans der Verstorbenen mit einem Philips Brilliance 16 Zeiler Computertomographen gefahren und mithilfe der Software OsiriX v.5.9 ausgewertet. Das Messprotokoll umfasst insgesamt 25 Regions of Interest (ROI), die Röntgendichte, Durchmesser, Volumina sowie Abgrenzbarkeit unterschiedlicher Strukturen im Bauchraum erfassen. Die Auswertung der ROIs erfolgte unter Anwendung eines linearen Mixed-Modells mit der Statistik-Software SPSS. Hinsichtlich der zentralen Fragestellung zur Todeszeitbestimmung ist festzustellen, dass insbesondere die ROIs der Hüftmuskulatur- sowie der Milzdichte einen signifikanten Zusammenhang zwischen der fortschreitenden Zeit und einer Zunahme der Röntgendichte aufweisen. Ebenfalls scheinen Hypostaseeffekte einen signifikanten Einfluss auf Dichtemessungen im dorsalen Drittel des Körpers in Rückenlage zu haben, was beispielsweise die Zunahme der Röntgendichte des Mesorektums erklären könnte. Darüber hinaus ließen sich andere, bekannte postmortale Veränderungen in dieser Studie nochmals bestätigen, wie beispielsweise das Verhältnis von Röntgendichte des Pankreas und Lebensalter. Insgesamt lässt sich feststellen, dass bei vielen Variablen deutliche Veränderungen post mortem eintreten und diese auch messbar sind, jedoch sind die wenigsten hiervon geeignet für eine Eingrenzung des Todeszeitpunktes. Eine Untersuchung mit einem größeren Kollektiv könnte bei einzelnen Variablen jedoch möglicherweise einen Zusammenhang zum postmortalem Intervall aufzeigen oder Erklärungen für andere gemessene Phänomene liefern.

The thesis at hand deals with the visualization of early postmortal tissue alterations in the human abdomen using computer tomography and if these are suitable to draw conclusions to the time of death.
The collective of the study is comprised of 24 deceased with known times of death and retention times of less than six hours (mean = 3,71 h).
CT scans were performed on the deceased at specific times after death using a Philips Brilliance 16 slice computer tomograph. The scan results were evaluated using the software OsiriX v.5.9. The measurement protocol covers 25 regions of interest (ROI) consisting of radio-densities, diameters, volumes as well as the identifiability of different structures in the abdomen. The evaluation of the ROIs was performed using a linear mixed-model with the statistic software SPSS to eliminate non-significant factors.
With regard to the central issue of determining the time of death, it can be stated that especially in the ROIs of hip musculature and the spleen, there is a positive correlation between elapsed time and changes of tissue radio-density.
Hypostasis effects would also appear to have a significant influence on radio-density measurements in the dorsal third of the body in the supine position, which offers a possible explanation for the increase radio-density of the mesorectum. In addition, the study was able to confirm other known post mortal alterations, such as the relation between the radio-density of the pancreas and age. Overall it can be stated that many variables show measurable post-mortal alterations. However only very few are suitable for the determination of the time of death.
A study with a larger collective could possibly provide correlations to post-mortem intervall for certain variables or provide explanations for other observed phenomena.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7929
URN: urn:nbn:de:gbv:18-94194
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Püschel, Klaus (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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