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Titel: Versorgung des malignen Melanoms in Deutschland
Sonstige Titel: Care of malignant melanoma in Germany
Sprache: Deutsch
Autor*in: Hilbring, Caroline
Schlagwörter: Versorgung des malignen Melanoms; Merkmale und Risikofaktoren; sozioökonomischer Status; Variationen in den Versorgungsmerkmalen; care of malignant melanoma; characteristics and risk factors; social economic status; variations of malignant melanoma characteristics
Erscheinungsdatum: 2018
Tag der mündlichen Prüfung: 2018-11-21
Zusammenfassung: 
Trotz seiner Häufigkeit ist das maligne Melanom (MM) mit seinen klinischen Merkmalen in der breiten Versorgung wenig charakterisiert. Ziel war es die Merkmale und Risikofaktoren vom MM in der ambulanten Versorgung zu analysieren. Es sollte die Hypothese überprüft werden, dass die Versorgung des MM Variationen hinsichtlich geografischer und sozialer Merkmale aufweist.
Die retrospektive Analyse einer bundesweiten Kohorte erfolgte auf dem Boden eines histopathologischen Einsendelabors. Eingeschlossen wurden 4.583 Patienten (Männer 51,5 %; Frauen 48,5 %) mit histologisch gesicherter Diagnose eines malignen Melanoms zwischen 2009-2013.
Die mittlere Eindringtiefe der MM für gesetzlich Versicherte (1,10 mm) lag nicht signifikant höher als die der Privatversicherten (1,03 mm) (p= 0,644). Auffallend waren unter den gesetzlich versicherten Patienten die markant höheren Eindringtiefen bei Zugehörigkeit zur LKK (1,71 mm) und zur AOK (1,22 mm), welche nach Alters- und Geschlechtsadjustierung nur einen Trend, keine Signifikanz aufwiesen (p= 0,061). Ebenfalls besaßen Patienten aus ländlichen Regionen (1,15 mm) auffallend höhere (nicht signifikante) Eindringtiefen als solche aus städtischen Regionen (1,06 mm; p= 0,155).
Die Mehrzahl der MM war am Rumpf (43,3 %) lokalisiert, gefolgt von der Lokalisation Kopf/Hals (22,5 %). Die höchste mittlere Eindringtiefe bestand für die Kopf- und Halsmelanome mit 1,25 mm, die bei Männern (24,2 %) signifikant häufiger vorkamen als bei Frauen (20,7 %; p= 0,000). Der Kopf/Halsbereich wies mit 31,2 % die höchste Rate an über 1 mm großen Melanomen auf. Die größten Beiträge der Kopf/Halsmelanome fand man seitens der LKK- und der AOK-Versicherten mit 52,3 % bzw. 30,2 %.
Zu folgern ist, dass Variationen in den Versorgungsmerkmalen des MM in Deutschland bestehen. Risikofaktoren waren männliches Geschlecht, höheres Alter, Landbewohner und LKK bzw. AOK-Versicherte. Die Dringlichkeit zur Verbesserung der Versorgung des MM insbesondere bei diesen Risikogruppen wird deutlich.

Despite its prevalence, malignant melanoma (MM) is poorly characterized within patient-centered care. The aim of the study was to analyze the characteristics and risk factors for progression and mortality of MM. We hypothesize that the presentation and tumor characteristics of MM vary and depend on epidemiologic factors e.g. geographic and social economic status.
The retrospective study of a nationwide cohort was based on patients’ data derived from a dermatohistopathologic lab in Germany with microscopically secured melanoma specimen from 4.583 patients (men 51,5 %, women 48,5 %) during 2009-2013.
A noticeable but not statistically significant difference (p= 0.644) was observed for the mean skin depth between melanoma patients with state covered health insurance (1.10 mm) vs. privately insured patients (1.03 mm). Patients with state health coverage by the LKK and AOK, had melanomas with the highest mean invasion depth (LKK 1.71 mm, AOK 1.22 mm), which revealed a trend but no significance after adjustment of age and sex (p= 0.061). Further, patients from rural areas (1.15 mm) had deeper (not statistically significant) melanomas than the ones coming from urban areas (1.06 mm; p= 0.155).
The majority of melanomas (43.3 %) was located on the trunk, followed by the location head and neck (22.5 %). The highest infiltration level was observed for head and neck melanomas with 1.25 mm, which were significantly more common in men (24.2 %) than in women (20.7 %, p= 0.000). The highest rates of over 1 mm tumors in size (31.2 %) was seen in patients with head and neck melanoma. Most of the head and neck melanoma specimen derived from patients with state covered insurance plans at the companies LKK (52.3 %) and AOK (30.2 %).
In conclusion, our patient-centered retrospective study verified the hypothesis, that there are variations of malignant melanoma characteristics existing within Germany. Our results demonstrate that the gender male, older age, living in rural areas, being health insurance covered by the state companies LKK and AOK are risk factors for malignant melanoma. The results of this study illustrate the urgency for improving health care deficits in treating malignant melanoma patients in Germany.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/7996
URN: urn:nbn:de:gbv:18-95156
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Augustin, Matthias (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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