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Titel: Prävalenz und Risikofaktoren der Posttraumatischen Belastungsstörung bei minderjährigen Flüchtlingen in einer ambulanten Versorgungseinrichtung in Deutschland
Sonstige Titel: Prevalence and risk factors of posttraumatic stress disorder in refugee minors in an outpatient care centre in Germany
Sprache: Deutsch
Autor*in: Veeser, Jakob
GND-Schlagwörter: Posttraumatisches Stresssyndrom; Flüchtling; Prävalenz; Risikofaktor; Traumafolgestörung; Flucht; Trauma
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-06-16
Zusammenfassung: 
Diese Arbeit untersucht die Häufigkeit von PTBS und den Einfluss von Risiko- und Schutzfaktoren auf die Entwicklung eben dieser bei minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland. Dafür werden geflüchtete Kinder- und Jugendliche (n=169, 79.3% männlich) in einer ambulanten Versorgungseinrichtung in Hamburg mit standardi-sierten, fragebogenbasierten Testverfahren im Querschnitt untersucht. Die Prä-valenz der PTBS in der Stichprobe beträgt 71,6% (95%-KI = 64,8; 78,4). Die Prä-diktoren Alter, Begleitstatus, Aufenthaltsstatus und die Anzahl der traumatischen Lebensereignisse liefern signifikante Vorhersagewahrscheinlichkeiten. Ältere (p=.000, OR=1,80), unbegleitete (p=.016, OR=3,34) minderjährige Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus (p=.021, OR=2,95) und mehr als zehn traumatischen Lebensereignissen (p=.0,13, OR=3,10) haben eine signifikant höhere Wahrschein-lichkeit einer PTBS. Geschlecht und Herkunftsregion zeigen keinen signifikanten Vorhersagewert. Die erhöhte Prävalenz von PTBS bei minderjährigen Flüchtlingen muss zur Etablierung geeigneter Betreuungsstrukturen, zur Ausbildung von Fach-kräften im Umgang mit PTBS und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die ho-he psychische Belastung minderjähriger Flüchtlinge führen.

This study examines the frequency of PTSD and the influence of different predic-tors on the development of PTSD on minor refugees in Germany. For this purpose, refugee children and adolescents (n=169, 79.3% male) in an outpatient center in Hamburg will be examined using standardized, questionnaire-based test proce-dures in a cross-sectional study. The prevalence of PTSD in the current sample is 71.6% (95%-CI = 64.8; 78.4). The predictors age, accompanying status, residence status and the number of traumatic life events provide significant predictive probabil-ities. Older (p=.000, OR=1,80), unaccompanied (p=.016, OR=3,34) minor refugees with uncertain residence status (p=.021, OR=2,95) and more than ten traumatic life events (p=.0,13, OR=3,10) have a significantly higher probability of PTSD. Gender and region of origin show no significant predictive value. The increased prevalence of PTSD among refugee minors must lead to the establishment of the appropriate care structures, training of specialists in dealing with PTSD and public awareness of the high psychological burden of minor refugees
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8458
URN: urn:nbn:de:gbv:18-105845
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Schulte-Markwort, Michael (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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