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Titel: Social Relationships and Use of Outpatient Health Services among Middle-Aged and Older People
Sonstige Titel: Soziale Beziehungen und Inanspruchnahme ambulanter Gesundheitsleistungen von Menschen im mittleren und höheren Lebensalter
Sprache: Englisch
Autor*in: Bremer, Daniel
Schlagwörter: Soziale Beziehungen; Inanspruchnahme; Gesundheitsleistung; Lebensalter
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-06-25
Zusammenfassung: 
Soziale Beziehungen sind wirkungsvolle Ressourcen, um Zugang zu unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen zu erhalten. So werden z. B. Morbidität und Mortalität durch soziale Beziehungen beeinflusst. Im Bereich der Versorgungsforschung und bei der Erforschung von der Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen ist die Rolle von sozialen Beziehungen noch unklar. Folglich wurden im Rahmen dieser Arbeit drei Studien zu unterschiedlichen Zusammenhängen zwischen der Inanspruchnahme ambulanter Versorgungsleistungen und strukturellen und funktionalen Dimensionen sozialer Beziehungen mit dem Fokus auf das mittlere und höhere Lebensalter durchgeführt. Die Daten der systematischen Literaturarbeit wurden vom Autor dieser Arbeit erhoben und die Daten der zweiten und dritten Studie stammen jeweils von groß angelegten Befragungen (SHARE und DEAS).
Die systematische Literaturarbeit zeigte, dass ältere Menschen, die durch soziale Beziehungen strukturell integriert sind, tendenziell eine höhere Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit haben, den Allgemeinarzt zu konsultieren. Die Rolle der funktionalen Aspekte sozialer Beziehungen erscheint unklarer. Abhängig vom Messinstrument für soziale Unterstützung können sie die Kontaktwahrscheinlichkeit erhöhen, senken oder nicht verändern. Die Ergebnisse der SHARE-Studie suggerieren, dass verschiedene Indikatoren sozialer Beziehungen nicht mit der Inanspruchnahme-Frequenz von Allgemeinarztbesuchen zusammenhängen – bezogen auf das mittlere und höhere Lebensalter der Europäischen Bevölkerung. Nichts desto trotz indizieren die Ergebnisse potentielle Ungleichheiten bei der Inanspruchnahme von Allgemeinärzten, hervorgerufen durch unterschiedliche Merkmale sozialer Beziehungen hinsichtlich von Gesundheit und Erwerbsstatus. Die Ergebnisse der DEAS-Studie zeigten, dass das Vorhandensein struktureller und funktionaler Aspekte sozialer Beziehungen die Inanspruchnahme von präventiven Gesundheitsleistungen wahrscheinlicher macht.
Folglich sollten Gesundheitsversorger und Stakeholder Wege finden, um die Inanspruchnahme von ambulanten Gesundheitsleistungen durch ältere Menschen sicherzustellen, unabhängig vom strukturellen und funktionalen Ausmaß sozialer Beziehungen. Gesundheitsversorgung, zum Beispiel, könnten Informationen über die soziale Umwelt ihrer Patienten in ihre klinische Routine integrieren. Insbesondere mit Blick auf präventive Gesundheitsleistungen sollten Gesundheitspolitik und Gesundheitsversorger Informationen zu sozialen Beziehungen berücksichtigen und Quellen sozialer Unterstützung stärken, wenn sie die Inanspruchnahme dieser Leistungen erhöhen möchten.

Social relationships are powerful resources to access various societal contexts. Even morbidity and mortality are influenced by social relationships. In health services research, the role of social relationships have not been fully understood to date. Therefore, the three studies in this thesis investigated various associations between the use of outpatient health services and structural and functional dimensions of social relationships focusing on middle-aged and older people. The data for the systematic review was collected by the author and the data for study number two and three stem from two large-scale surveys (SHARE and DEAS).
The systematic review showed that older people who are structurally integrated by social relationships are more likely to consult a physician at all and to contact a physician more often. The role of functional aspects of social relationships seems to be more ambiguous. Depending on the measure of social support, they can slightly increase or decrease or do not change the probability of physician use. Our results on SHARE suggest that different indicators of social relationships are not linked to the frequency of GP visits among middle-aged and older Europeans. Nevertheless, the results indicate potential inequalities in GP use due to different characteristics of social relationships with respect to health and employment status. The DEAS results demonstrate that structural and functional aspects of social relationships may support preventive health behavior, especially within certain age groups.
Consequently, health care providers and stakeholders need to find ways to ensure that older adults can use outpatient care services regardless of their structural and functional level of social integration. Health care providers, for example, may integrate information on patient’s social environments into their clinical routine. Especially with regard to preventive health services, health policy and health professionals need to integrate information on social relationships into routine care and to strengthen sources of social support, if they want to increase the use of preventive health services.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8487
URN: urn:nbn:de:gbv:18-106523
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: von dem Knesebeck, Olaf (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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