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Titel: Transkatheter Herzklappen zur Behandlung der nicht-kalzifizierenden Aortenklappeninsuffizienz
Sonstige Titel: Transcatheter heart valves for treatment of non-calcified aortic valve regurgitation
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schneeberger, Yvonne
Schlagwörter: Transkatheter Aortenklappenersatz; TAVI; Aortenklappeninsuffizienz; TAVI; aortic valve; aortic valve regurgitation; cardiac surgey; cardiology
GND-Schlagwörter: Herzchirurgie; Kardiologie; Herzklappe; Aortenklappe; Bioprothese
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-07-31
Zusammenfassung: 
Seit der ersten Implantation einer THV im Jahr 2002 hat diese eine enorme Erfolgsgeschichte erlebt. Nach ihrer Einführung wurde sie bald der Goldstandard zur Behandlung der AS bei Hoch-Risiko Patienten und hat sich zu einem sicheren und zuverlässigen Verfahren entwickelt, welches nun auch intermediär und niedrig Risiko Patienten zugänglich ist. Aufgrund des Implantationsmechanismus lassen sich diese Ergebnisse nicht ohne weiteres auf die Behandlung der AI übertragen. So gibt es aktuell keine kommerziell verfügbare THV mit einer Zulassung zur Behandlung der AI.
In einer Serie von 32 Hoch-Risiko Patienten mit schwerer AI, welche zwischen Januar 2011 und Januar 2020 mittels TAVI versorgt wurden, sollte die Durchführbar- und Machbarkeit der TAVI bei AI evaluiert werden. Die behandelten Patienten waren im Durchschnitt 71,6 ± 10,9 Jahre alt und wiesen ein Hochrisiko-Profil mit einem medianen logEuroSCORE I von 13,1 ± 4,2% und einem STS PROM von 4,1 ± 2,0 auf. Die Ergebnisse wurden anhand der VARC-2-Kriterien ausgewertet. Die verwendeten TAVI-Prothesen waren JenaValve (JenaValve Technology GmbH, Munich, Germany), Acurate neo (Boston Scientific, Marlborough, MA, USA), Direct Flow (Direct Flow Medical Inc., Santa Rosa, CA, USA) und Sapien 3/Ultra (Edwards Lifesciences Corporation, Irvine, CA, USA). Der prozedurale Erfolg betrug 87,5%, bei 6,3% der Patienten musste bei residueller PVL eine zweite Klappe implantiert werden, weitere 6,3% wurden bei dislozierter Klappe offen chirurgisch behandelt. Die frühe Sicherheit betrug 75%. Die 30-Tagesmortalität lag bei 9,4%, eine PVL > moderat in der Nachverfolgung zeigte sich bei 3,1% und die Schrittmacherrate lag bei 6,3%.
In dieser kleinen Serie von TAVI-Implantationen bei nicht-kalzifizierende AI konnte gezeigt werden, dass dies ein sicheres und effektives Verfahren zur Behandlung der AI bei Hoch-Risiko Patienten ist. Die 30-Tages-Mortälitat, wie auch PVL-Raten und Schrittmacherraten zeigen sich in einem akzeptablen Rahmen für dieses Hoch-Risiko- Kollektiv. Auch verglichen mit größeren Serien oder Übersichtsarbeiten sind diese Ergebnisse vergleichbar. Es sind jedoch größere Studien notwendig, um diese Ergebnisse zu validieren und daraus generelle Handlungsanweisungen, wie z.B. die korrekte Klappenwahl und Klappengröße, ableiten zu können.

Transcatheter aortic valve implantation (TAVI) is routinely performed in patients with severe aortic stenosis. According to international guidelines it is the standard of care for high and intermediate risk patients. For patients with pure non-calcified aortic regurgitation (AR) who are not suitable for open heart surgery no clear recommendations exist and only off-lable use with TAVI has been reported. We herein report a series of patients treated with four different TAVI devices for pure AR. Between 01/2010 and 01/2020, 32 patients (43.8% female, 71.6 ±10.9 years, median logEuroSCORE I 13.1 ± 4.2%, STS PROM 4.1 ± 2.0%) recieved TF or TA TAVI for pure non-calcified AR. TAVI valves used were JenaValve (JenaValve Technology GmbH, Munich, Germany), Acurate neo (Boston Scientific, MA, USA), Direct Flow (Direct Flow Medical Inc., CA, USA) and Sapien 3/ultra (Edwards Lifesciences Cor-poration, CA, USA). Data were retrospectively analyzed according to updated Valve Academic Re-search Consortium (VARC-2) definitions. Device success was 87.5% and 6.3% of patients received a second valve. 6.3% of patients were converted to open heart surgery for malpositioning of the implanted device. Early safety was 75%. 30-day mortality was 9.4%, paravalvular leakage (PVL) ≥ moderate was seen 3.1% and 6.3% required a permanent pacemaker (PPM).
In this series of TAVI for pure non-calcified AR, safety and efficacy were demonstrated. 30-day mortality as well as PPM implantation and PVL rate showed acceptable results in this high-risk cohort. Compared to reviews und larger series these results were similar. These results will have to be confirmed in larger patient cohorts but showed first promising results for this high-risk patient population.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8537
URN: urn:nbn:de:gbv:18-107773
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Westermann, Dirk (Prof. Dr.)
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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