Titel: Die Bedeutung von CD44 für die Metastasierung des duktalen Pankreasadenokarzinom in einem murinen Xenograftmodell
Sprache: Deutsch
Autor*in: Fritz, Benjamin
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-10-23
Zusammenfassung: 
Das zur Superfamilie der Immunglobuline gehörende CD44 ist ein transmembranöses Glykoprotein, welches vielfältige Funktionen besitzt, die alle abhängig von der Zelladhäsion sind. In der Fachliteratur ist nach wie vor umstritten, welche Bedeutung eine hohe Expression von CD44 für die Metastasierung im humanen duktalen Pankreaskarzinom besitzt. Diese Arbeit beschäftigte sich mit der Frage, welche Auswirkung eine Reduzierung von CD44 im Hinblick auf die Metastasierung und die allgemeine Tumormorphologie in den humanen Pankreaskarzinomzelllinien PaCa 5061 und BxPC3 hervorruft. Hierzu wurde mittels shRNA in den genannten Zelllinien ein Knockdown von CD44 von 90% generiert und in einem subkutanen Xenograftmodell in immundefizienten Mäusen eingesetzt. Dieser Knockdown wurde mit Kontrollgruppen verglichen. Die gewachsenen Tumoren wurden mittels verschiedener histologischer Färbungen (HE, PAS, Masson-Goldner) und Immunhistochemie (CD44, CD24, CD45) begutachtet. Es erfolgte eine lichtmikroskopische Metastasenzählung in den Mauslungen und eine quantitative Real-Time-Polymerasekettenreaktion mit Alu-Sequenzen von Mauslungen und Mausblut. Es zeigte sich eine signifikant höhere Anzahl von Tumozellen pro 106 Mauslungenzellen für die Knockdowngruppe von PaCa 5061 (Alu-PCR p=0,0006; Zählung nicht signifikant p=0,1784) und gleichzeitig eine signifikant höhere Anzahl von Tumorzellen pro 106 Mausleukozyten im Vergleich zur luc-Gruppe. Für BxPC3 konnte eine höhere Anzahl an Tumorzellen pro 106 Mausleukozyten im Knockdown festgestellt werden (knapp nicht signifikant). Die Untersuchung der Alu-PCR der Mauslungen erbrachte für BxPC3 einen höheren Wert in der luc-Gruppe, allerdings ohne Signifikanz (p=0,1432, Zählung signifikant p=0,0004). Im Gesamtüberleben der Tiere fand sich für BxPC3 kein Unterschied, während die Tumoren von PaCa 5061 in der Knockdowngruppe frühzeitig ulzerierten und die luc-Gruppe demnach ein deutlich längeres Überleben zeigte. In der immunhistochemischen Färbung fiel auf, dass die luc-Gruppen CD44 vermehrt am Tumorrand ausbilden, außerdem stellten sich alle untersuchten Mauslungenmetastasen CD44-negativ dar. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Pankreaskarzinomzellen der Zellinie PaCa 5061, die einem Knockdown von CD44 unterliegen, eine vermehrte Bereitschaft zur Auswanderung ins Blut und eine verstärkte Metastasierungsneigung zeigten. Die Ergebnisse für BxPC3 zeigten eher eine Abnahme der Metastasierung, es fanden sich aber Ähnlichkeiten was das Auswandern der Tumorzellen ins Blut in der Knockdowngruppe im Vergleich zur luc-Gruppe angeht.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8623
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-87457
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Wicklein, Daniel
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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