Titel: Telefonische Nachbetreuung von Angehörigen und Patienten nach Versorgung auf der Palliativstation – eine monozentrische retrospektive Analyse
Sprache: Deutsch
Autor*in: Fritz, Luise
Schlagwörter: Palliativmedizin; telefonische Nachbetreuung; Angehörigenforschung
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-10-15
Zusammenfassung: 
Ziel dieser Arbeit war es zu analysieren, inwiefern eine telefonische Nachbetreuung durch eine geschulte Mitarbeiterin der Palliativstation bei Angehörigen und Patienten mit einem palliativmedizinischen Versorgungsbedarf als unterstützend wahrgenommen wird. Darüber hinaus wurden zusätzliche Informationen über das Wohlbefinden und den poststationären Verlauf der Patienten und ihrer Angehörigen untersucht. Dabei galt es auch herauszufinden, durch welche wesentlichen Faktoren das Feedback beeinflusst wurde und welche Unterschiede hierbei zwischen den Geschlechtern der Patienten, der Anrufpartner sowie dem Beziehungsverhältnis der Angehörigen zu den Patienten (Ehepartner / Nicht-Ehepartner) bezüglich einer telefonischen Nachbetreuung bestanden. Die Telefonate wurden in 94% mit Angehörigen geführt und fielen in 56% positiv aus. Telefonate, die länger als drei Minuten dauerten und in denen über die häusliche Betreuung und ambulante Pflege gesprochen wurde, wurden signifikant häufiger positiv gewertet. Ehepartner und Lebensgefährten sprachen durchschnittlich länger mit der Mitarbeiterin der Palliativstation als Angehörige, die in einem anderen Beziehungsverhältnis zu dem Patienten standen. Dabei sprachen sie häufiger über die Themen Trauer, Sorgen und Einsamkeit. Es wurde häufiger mit den Ehepartnern und Lebensgefährten gesprochen, wenn der zughörige Patient männlich war. Insgesamt sprachen männliche Gesprächspartner vermehrt über eine weitere geplante krankheitsspezifische palliative Therapie als Patienten und Angehörige weiblichen Geschlechts. Unabhängig von dem Geschlecht der Gesprächspartner wurde häufiger das Thema Trauer angesprochen, wenn der zugehörige Patient männlich war. Um Patienten und Angehörige auch nach der Entlassung von der Palliativstation zu unterstützen, sollte eine telefonische Nachbetreuung in das Gesamtkonzept der palliativmedizinischen Versorgung integriert werden. Aufgrund des erhöhten Gesprächsbedarfs und der vermehrten Äußerungen von Trauer, Sorge und Einsamkeit sollte ein besonderes Augenmerk den Ehepartnern und Lebensgefährten gelten. Um das Verfahren der telefonischen Nachbetreuung zu optimieren, sollten weitere prospektive Analysen, wahlweise unter Einbeziehung standardisierter Fragebögen, für einen unterstützenden und systematischen Gesprächsleitfaden durchgeführt werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8687
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-88012
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Oechsle, Karin
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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