Titel: Neuritenwachstum kardialer Neurone unter Hypoxiebedingungen
Sprache: Deutsch
Autor*in: Unland, Daniel
Schlagwörter: Neurone; Kardial; Wachstum; Hypoxie; Kultur; Nervenwachstum
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-11-09
Zusammenfassung: 
Im epikardialen Fettgewebe gelegene intrinsische kardiale GPs sind an der Regulation des Herzrhythmus beteiligt und spielen in der Pathophysiologie verschiedener Rhythmusstörungen (u. a. Vorhofflimmern und Arrhythmien nach Myokardinfarkt) eine bedeutende Rolle. Die genaue Funktion dieser intrinsischen kardialen Ganglien bzw. intrakardialen Neurone (ICN) sowie ihre Interaktion mit anderen Zellen sind bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt worden.
Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, die Interaktion zwischen atrialen Myozyten und ICN im Hinblick auf das Neuritenwachstum zu untersuchen. Dazu wurde ein Kokultur-Modell von ICN und atrialen Myokardzellen (HL-1-Zellen) der Maus etabliert und der Einfluss einer Hypoxie auf das Neuritenwachstum untersucht. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung lassen sich folgendermaßen zusam-menfassen:
1. Es konnte ein Kokultur-Modell aus ICN und atrialen Myozyten mit stetigem Neuritenwachstum der ICN etabliert werden.
2. Unter Hypoxie kommt es zu einem vermehrten Neuritenwachstum der ICN.
3. Durch die Kokultivierung mit atrialen Myozyten wird das Neuritenwachstum der ICN moduliert.
Somit konnte auf zellulärer Ebene der Einfluss einer direkten Interaktion zwischen atrialen Myozyten und Neuronen sowie einer Hypoxie auf das Neuritenwachstum der ICN in der Maus dargestellt werden. Durch die Etablierung der Kokultur- und des Hypoxie-Modells bietet sich die Möglichkeit, molekulare Mechanismen der Entstehung von Arrhythmien zu untersuchen und pharmakologische Wirkstoffe zu testen. In weiteren Schritten könnte auch der Einfluss von elektrischer Stimulation auf die ICN-Kulturen untersucht werden.

Intrinsic cardiac ganglia, arranged in plexus located in the epicardial fat pads, take part in the regulation of heart rhythm and play a significant role in the genesis of diversive rhythmologic pathologies (e.g. atrial fibrillation and arrhythmia induction after myocardial infarction). The specific function of these ganglia resp. the intrinsic cardiac neurons (ICN) contained and their interaction with other cells haven’t been completely understood yet. Thus the intention of this work was to investigate the interaction between HL-1-cells (atrial myocytes) and ICN regarding their neurites‘ growth.
A coculture-model of ICN and HL-1-cells was established and the influence of hypoxia on neurites‘ length was examined. The results can be summarized as following:
1. A coculture of ICN and HL-1-cells with steady neurites‘ growth could be established
2. Hypoxia causes an increase in growth of ICN’s neurites
3. Coculturing ICN with HL-1-cells modulates the neurites‘ growth of ICN.
Therefore, the influence of a direct interaction between neurons and cardiac myozytes as well as of a hypoxia was proven on a cellular level. By establishing the coculture and by usage of the hypoxia-model we get the chance to do further research on the molecular mechanisms that cause an arrhythmia and on the effect of pharmacological agents. Furthermore the influence of electrical stimulation on ICN could be investigated.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8717
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-88781
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Meyer, Christian
Eickholt, Christian
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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