Titel: Endoskopische Vakuumtherapie versus Stent Applikation bei Anastomoseninsuffizienz nach Ösophagektomie: systematisches Review und Metaanalyse
Sprache: Deutsch
Autor*in: Scognamiglio, Pasquale
Schlagwörter: EVT; SEMS; Ösophaguschirurgie; Anastomoseninsuffizienz; Metanalyse
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-11-12
Zusammenfassung: 
Die Anastomoseninsuffizienz nach Ösophagektomie ist eine der schwerwiegendsten und jeden Behandler herausfordernde Komplikation. Endoskopisch platzierte selbstexpandierbare Metallstents (SEMS) stellen die Behandlung der Wahl dar, aber seit der Einführung der endoskopischen Vakuumtherapie (EVT) vor etwa 10 Jahren verdichten sich die Hinweise, dass die EVT eine wirksame Alternative sein könnte. Daher wurde eine systematische Literaturrecherche und Meta-Analyse durchgeführt, um die Wirksamkeit und die damit verbundene Morbidität von SEMS und EVT bei der Behandlung von Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagusresektionen zu vergleichen.
Es wurde systematisch nach Studien gesucht, die SEMS und EVT zur Behandlung von Anastomoseninsuffizienz nach einer Ösophagektomie verglichen. Vordefinierte Endpunkte wie Behandlungserfolg, Behandlungsdauer, Krankenhausaufenthalt, Morbidität und Mortalität wurden bewertet und in die Metaanalyse einbezogen.
Fünf retrospektive Studien mit 274 Patienten erfüllten die Einschlusskriterien. Im Vergleich zum Stenting war EVT signifikant mit einer höheren Verschlussrate (Odds Ratio [OR] 3,14, 95% -Konfidenzintervall [CI] 1,23 bis 7,98) und mehr endoskopischen Geräteänderungen (gepoolte mittlere Differenz von 3,09; 95% CI 1,54 bis 4,64) verbunden, sowie mit einer kürzeren Behandlungsdauer (gepoolte mittlere Differenz ~ 11,90 Tage; 95% CI ~ 18,59 bis ~ 5,21 Tage) und einer niedrigeren Sterblichkeitsrate (OR 0,39, 95% CI 0,18 bis 0,83). Es gab keine signifikanten Unterschiede bei vorübergehenden und schwerwiegenden Komplikationen.
Aufgrund der retrospektiven Qualität der Studien mit potenziellen Bias müssen die Ergebnisse der Metaanalyse mit Vorsicht interpretiert werden. Die Analyse zeigt jedoch den möglichen Vorteil von EVT, der mit standardisierten und prospektiv gesammelten Daten weiter untersucht werden sollte.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8739
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-89050
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Tachezy, Michael
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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