Titel: Die Rolle der Expression von CXCR 4, E-Cadherin, Midkin, Periostin und CD 45 bei Leber- und Lymphknotenmetastasierung von Patienten mit Adenokarzinomen des Ösophagus
Sprache: Deutsch
Autor*in: Strohm, Timo
Schlagwörter: Adenokarzinom; Ösophagus; Immunhistochemische Färbung; Molekülexpression; Gesamtüberlebenszeit; E-Cadherin; CD 45; Midkin; CXCR 4; Periostin
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2020-11-20
Zusammenfassung: 
Das Adenokarzinom des Ösophagus ist einer der am schnellsten an Häufigkeit zunehmenden Tumoren der westlichen Welt. Ösophaguskarzinome gehören bei Männern zu den zehn häufigsten Todesursachen unter den malignen Erkrankungen. In Deutschland bestand 2012 eine altersstandardisierte Mortalitätsrate von 4,8/100000 (Deutsches Krebsforschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft 2016). Die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit beim AK des Ösophagus ist mit unter 20 Prozent weiterhin sehr schlecht (Aaltonen und Hamilton 2000, Siewert und Stein 2012). Es besteht aus diesen Gründen Handlungsbedarf, um die Diagnostik und die Therapie dieser Erkrankung zu verbessern. In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass beim AK des Ösophagus eine veränderte Expression von verschiedenen Zelladhäsionsmolekülen und Rezeptoren, im Vergleich zum gesunden Gewebe, auftritt. Das Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, welchen Einfluss die Expression der Moleküle CXCR 4, E-Cadherin, Midkin, Periostin und CD 45 in dem Primärtumor, der Leber und den Lymphknoten auf die Gesamtüberlebenszeit eines Patienten hat. Der Nachweis der Expression der Moleküle erfolgte durch immunhistochemische Färbungen von TMA Schnitten der zu untersuchenden Gewebe. Das Ausmaß der Molekülexpression wurde anhand einer Farbskala dargestellt. Es wurde die Gesamtüberlebenszeit aus Follow-up-Daten, in Abhängigkeit von der jeweiligen Molekülexpression in den untersuchten Geweben, verglichen. Die statistische Auswertung erfolgte mit der Kaplan-Meier-Methode, die Überlebenskurven wurden berechnet und die Verläufe durch den Log-Rank Test verglichen. Zwischen den Molekülexpressionen in den PT und den LK und der Gesamtüberlebenszeit der nachverfolgten Patienten konnte kein statistischer Zusammenhang gefunden werden. Vielversprechende Ergebnisse zeigten sich für die untersuchten Leberproben. Statistisch signifikant längere Gesamtüberlebenszeiten hatten jene Patienten mit hoher CXCR4-, CD 45- und E-Cadherin-Expression in der Leber und entgegen der Erwartung auch jene Patienten mit hoher Periostin- und Midkin-Expression im Lebergewebe. Es bedarf weiterer Forschung, um den Effekt der untersuchten Molekülexpressionen in der Leber auf den Krankheitsverlauf beim AK des Ösophagus besser zu verstehen. Gelingt der Nachweis eines kausalen Zusammenhanges zwischen den gefundenen veränderten Molekülexpressionen und der Gesamtüberlebenszeit, ermöglicht dies die Entwicklung neuer Diagnostik- und Therapieoptionen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8767
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-89390
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Reeh, Matthias
Bogoevski, Dean
Izbicki, Jacob
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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