Titel: Die klinische Bedeutung von Prognosefaktoren und Carboanhydrase IX beim Endometriumkarzinom
Sprache: Deutsch
Autor*in: Schöpper, Maria Katharina
Schlagwörter: Endometriumkarzinom; Prognosefaktoren; Carboanhydrase IX; Onkologie; Gynäkologie; CA IX
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-01-18
Zusammenfassung: 
Diese Arbeit beschäftigt sich sowohl mit bekannten klinisch-pathologischen Prognosefaktoren als auch mit der Bedeutung von CA IX und s-CA IX für das Überleben von Patientinnen mit Endometriumkarzinom. CA IX gilt als Hypoxiemarker, der in diversen Tumorentitäten mit aggressivem Tumorwachstum, vermehrter Metastasenbildung und einem insgesamt schlechteren Überleben assoziiert ist. Klinische Informationen entstammen dem Operationsbericht, dem pathologischen Befund oder der Patientenakte. Um den weiteren Krankheitsverlauf der Patientinnen zu verfolgen, wurde ein telefonisches Follow-up durchgeführt. Für die immunhistochemische Untersuchung standen Tumorproben von 157 Patientinnen zur Verfügung. Die intratumorale CA IX-Expression wurde anhand eines vierstufigen Bewertungssystems ermittelt. Anschließend wurden die Tumorproben entsprechend ihres Expressionsmusters in CA IX-positiv vs. CA IX-negativ unterteilt. Der Anteil der CA IX-positiven Tumoren betrug 21,7 %. Zusätzlich wurde in Serumproben von 46 Patientinnen die Konzentration der gelösten Isoform der CA IX (s-CA IX) mittels ELISA bestimmt. Es ergab sich ein Median von 183,6 pg/ml. In der univariaten Analyse zeigten das Tumorstadium, das Grading, die Myometriuminvasion und die tumorfreie Distanz zur Serosa, der histologische Typ, die Gefäß- und Lymphgefäßinvasion, die Lymphknoten- und Fernmetastasen sowie ein Diabetes mellitus einen signifikanten Einfluss auf die Überlebenszeiten (OAS, DFS). Die intratumorale CA IX-Expression sowie die s-CA IX-Serumkonzentrationen hatten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Überlebenszeit der Patientinnen. Es konnte weder ein signifikanter Zusammenhang zwischen der intratumoralen CA IX-Expression noch der s-CA IX-Konzentration und bekannten Prognosemarkern festgestellt werden. Auch CA IX und s-CA IX zeigten untereinander keine Korrelation.
Weitere Studien mit größerem Patientenkollektiv bzw. größerer Anzahl von CA IXpositiven Tumorproben werden notwendig sein, um detailliertere Zusammenhänge zwischen CA IX, Tumorprogression und Prognose zu zeigen.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8821
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-90155
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Müller-Rausch, Alma Verena
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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