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Titel: Der Zusammenhang von Marklagerläsionen und klinischen Risikobewertungen mit den Ergebnissen kognitiver Testungen bei Patienten mit Demenz
Sprache: Deutsch
Autor*in: Puls, Nora Maria
Schlagwörter: Demenz; Marklagerläsionen; Kognitive Defizite; CHA2DS2-VASc-Score
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-01-20
Zusammenfassung: 
Da das Altern mit vaskulären Läsionen im Gehirn verbunden ist und die Bevölkerung im Schnitt immer länger lebt, wird die Demenz durch vaskuläre Ursachen einen relevanten Bestandteil der Gesundheitsversorgung einnehmen. Gleichzeitig bleibt die Unterscheidung zwischen den unterschiedlichen ätiologischen Subtypen der Demenz im klinischen Alltag schwierig. Demzufolge werden die Prävention von kardiovaskulären Risikofaktoren und
nicht-invasive Untersuchungsmethoden immer wichtiger werden.
Diese Studie hatte das Ziel, den „confluency sum score“ (COSU) als ein Instrument zur Quantifizierung der Schwere von kognitiven Defiziten (bemessen durch die CERAD-Batterie) zu reevaluieren, die Analyse um den diagnostischen Parameter des CERAD Total Scores zu erweitern, den Wert des COSU und/oder CHA2DS2-VASc-Scores als ein nützliches Screening-Instrument zur Differenzierung zwischen vaskulärer Demenz und anderen Demenzformen zu untersuchen und die Stellung des CHA2DS2-VASc-Score als einen Indikator für kognitive Defizite bei Patienten ohne Vorhofflimmern herauszustellen.
Diese Studie schloss 197 Patienten ein, welche eine neuropsychologische Testung (CERAD-Plus Batterie), MRT-Untersuchung und CHA2DS2-VASc-Score-Evaluation zur diagnostischen Abklärung von Januar 2012 bis Dezember 2016 am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf erhalten haben. In die finale Analyse kamen 118 Patienten.
Die MRT-Untersuchung wurde mittels desselben Scanners durchgeführt und hinsichtlich der klinischen Patientencharakteristika verblindet ausgewertet. In den FLAIR-Bildern wurde die automatisierte Segmentierung und Kalkulation der Volumina der WMH mittels der Biometrica MS analysis platform durchgeführt. Die Konfluenz wurde für alle Läsionen > 100 Voxel berechnet und zur Erstellung des COSU addiert. Die Diagnosen wurden basierend auf den Leitlinien für Demenz der deutschen Gesellschaft für Neurologie getroffen.
In dieser Auswertung korrelierte der COSU signifikant mit dem CHAD2DS2-VASc-Score (rho = 0.327, p = 0.000) und TMT B/A (rho = -0.268, p = 0.005) und repräsentiert somit effektiv vaskuläre Läsionen im Gehirn. Außerdem zeigten der CERAD Total Score und T-Score eine starke Assoziation mit dem TV-WMH und COSU, weshalb die vermehrte Beobachtung vaskulärer Läsionen in allen Demenzformen bestätigt werden kann. Zusätzlich korrelierte der CHAD2DS2-VASc-Score mit kognitiven Testresultaten und zeigte
sich als praktisches Screening-Instrument zur Einschätzung der Last von WMH (Volumen oder Form-Irregularität) und Differenzierung der AD und CVD im klinischen Alltag.
In Anbetracht dieser Ergebnisse sollte der CHAD2DS2-VASc-Score als ein zuverlässiges Screening-Instrument weiter validiert und regelmäßig in der Demenzdiagnostik verwendet werden.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8856
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-90548
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Wiedemann, Klaus
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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