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Titel: Japan. Bilder. Klischees. Untersuchung über Stereotypisierung im Hollywoodfilm
Sonstige Titel: Japan. Images. Clichés. Analysis of Stereotyping in Hollywood movies
Sprache: Deutsch
Autor*in: Murano, Katsuya
Schlagwörter: Japan; Klischee; Hollywoodfilm
Erscheinungsdatum: 2019-03
Tag der mündlichen Prüfung: 2019-06-25
Zusammenfassung: 
Sushi, Fujiyama, Geisha – soll etwas Japanisches evoziert werden, lassen sich meist ebendiese Bilder in publizistischen und telemedialen Kulturformen finden. Was sind aber Ursache, Ursprung und Einfluss auf die reale Gesellschaft? Die vorliegende Untersuchung widmet sich dem Bild Japans und der JapanerInnen im Hollywoodfilm. Bildmaterial aus insgesamt 19 Filmen über eine Periode von mehr als einem Jahrhundert (zwischen 1905 und 2013) wird vergleichend analysiert. Dabei liegt das Augenmerk auf klischeehaften Vorstellungen über die in diesen Filmen – meist in Verzerrungen – dargestellte japanische Kultur. Die Bilder Japans in der Tradition, der Politik und dem Militär werden auf ihren möglichen Ursprung im Film überprüft.

In dem ersten Teil dieser Dissertation wird in der Einleitung die Entstehung stereotyper Japanbilder im Hollywoodfilm thematisiert, um im nächsten Kapitel den diplomatischen, militärischen und kulturellen Kontext der beiden Staaten U.S.A. und Japan zu erschließen. Die Definitionen der Begriffe Auto- und Heterostereotyp, Klischee, Vorurteil, (rassische) Diskriminierung und peripher Rassismus werden in dem letzten Kapitel erforscht, um sich im Hauptteil der konkreten Analyse zuzuwenden.

Im zweiten Teil wird darüber hinaus der international und zeitübergreifend äußerst erfolgreiche Film Lost In Translation (2003) von Sofia Coppola zur exemplarischen Untersuchung als Hauptmaterial ausgesucht. Sein Drehort ist meist Tokio und in diversen Medien reflektiert sich dessen mediokratische Präsenz ubiquitär. Die Inhalte der relevanten einzelnen Szenen werden vom Intro an durch eine Sequenzanalyse wiedergegeben, dabei wird die Entstehung entsprechender Stigmata erforscht und deren Charakter geschildert. Im Zuge der Interpretation einzelner Topoi werden Analogien mit ähnlichen Filmbildern hergestellt und in dem nächsten Kapitel mit weiteren Hollywoodproduktionen vergleichend zu Rate gezogen.

In den weiteren Kapiteln »Konvention der GEISHA« und »nach den 60 Jahren« wird das (Klischee-) Motiv der Geisha genealogisch mit Filmplakaten, Screenshots aus diesen Produktionen sowie anderen Paraphernalia begleitend erforscht; von dem von John Luther Long im Jahr 1898 entstandenen Roman Madame Butterfly durch zahlreiche Filmwerke Hollywoods bis zu dem von 20th Century Fox produzierten Film The Wolverine (2013). Im dritten Teil wird anhand der gesamten Analysen ein Resümee gezogen, um anschließend als Fazit die Einflüsse japanischer Hollywood-Stereotype auf die reale Gesellschaft zu beschreiben.

Sushi, Fujiyama, Geisha – these exact images are commonly found in journalistic and tele-media culture outlets to evoke something Japanese. But what are the roots, origins and influences of these images on the real society? The present analysis deals with the depiction of Japan and Japanese people in Hollywood movies.
Images from a total of 19 movies spanning a period of more than a century (between 1905 and 2013) are the main topic of this comparative study. Its special focus lies in stereotypical conceptions of the Japanese culture as shown in these movies – mostly presented in a distorted manner. The imagery of Japan in tradition, politics and military is analyzed with regards to their possible origin in movies.

The introduction of this doctoral thesis deals with the origins of stereotyped images of Japan in Hollywood movies, to set the basis for examining diplomatic, military and cultural relations between the U.S.A. and Japan in the following chapter. Definitions of the terms auto- and hetero-stereotype, cliché, prejudice, (racial) discrimination, and peripherally also racism, are explored, in order to proceed with the concrete analysis in the main chapter.

In the second chapter the movie Lost in Translation (2003) by Sofia Coppola, which is internationally known and successful across time, is chosen as the main material for an exemplary analysis. Its scenes are mainly located in Tokyo and its mediocratic presence is ubiquitously reflected in diverse media outlets. Starting from the intro, the content of the relevant single scenes is reproduced in a sequential analysis, and through this, the origins of the corresponding stigmata are investigated, and their nature explored. In the course of the interpretation of individual topoi, analogies are drawn to similar cinematographic images, which are then used for comparative analysis with additional Hollywood movies in the next chapter.

In the following chapters “Convention of the GEISHA” and “After the 60ies”, the (cliché) image of the geisha is investigated in a genealogical manner using accompanying film posters, screenshots from these productions as well as other paraphernalia; beginning from the novel Madame Butterfly written by Luther Long in 1898, subsequently covering numerous cinematographic works of Hollywood, and ultimately examining the movie The Wolverine (2013) produced by 20th Century Fox. The entire analysis is summarized in the third chapter, allowing for a subsequent characterization of the influences of Japanese Hollywood stereotypes on the real-world society.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/8912
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-91279
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Diers, Michael
Stadtbäumer, Pia
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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