Zusammenfassung: | Die vorliegende Studie untersucht Angstsymptome im zeitlichen Verlauf kardiochirurgischer Eingriffe und erörtert, ob eine Kausalität zur selbst eingeschätzten Belastungsfähigkeit und zum Geschlecht besteht. Die Untersuchung basiert auf einer randomisierten kontrollierten Studie. Einschlusskriterien in die Studie waren ein Mindestalter von 60 Jahren und eine kardiochirurgische Operation mit ei... Die vorliegende Studie untersucht Angstsymptome im zeitlichen Verlauf kardiochirurgischer Eingriffe und erörtert, ob eine Kausalität zur selbst eingeschätzten Belastungsfähigkeit und zum Geschlecht besteht. Die Untersuchung basiert auf einer randomisierten kontrollierten Studie. Einschlusskriterien in die Studie waren ein Mindestalter von 60 Jahren und eine kardiochirurgische Operation mit einer Narkosedauer von mindestens 200 Minuten. Die Patienten wurden zu drei Messzeitpunkten (T0: präoperativ, T1: 1 Woche postoperativ und T2: 3 Monate postoperativ) neuropsychologisch getestet, um kognitive Veränderungen zu detektieren. Die neuropsychologische Testbatterie bestand aus den folgenden Messinstrumenten: VLMT, TMT A+B, Psychtest TAP 2, „Zahlenspanne vorwärts und rückwärts” des WMS-R, Subtest formallexikalischer und semantischer Kategorienwechsel des RWT und der MWT (nur an T0). Dann folgte die HADS-D. Präoperativ wurden 183 Patienten eingeschlossen. An T1 nahmen 150 Patienten und an T2 74 Patienten an der Untersuchung teil. Es ergab sich eine im Vergleich zu anderen Arbeiten hohe Dropout-Rate von 60%. Die häufigsten Gründe hierfür waren die anstrengende Testbatterie und lange Anfahrtswege der Patienten. Diese umfassende Testbatterie ist notwendig gewesen, um ein POCD zu detektieren. Ziel sollte es dennoch sein, eine kürzere und international einheitliche Diagnostik für die POCD zu erreichen. |