Titel: Expression des p16 Proteins in humanen Tumoren und Normalgeweben
Sprache: Deutsch
Autor*in: Bauer, Marcus
Schlagwörter: p16; tissue microarray; Normalgewebe; benigne vs. maligne
GND-Schlagwörter: Diagnostik; Tumor; Immuncytochemie
Erscheinungsdatum: 2020
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-05-06
Zusammenfassung: 
P16 ist ein Tumorsuppressorgen, welches in zahlreichen verschiedenen Tumorarten kräftig exprimiert wird. Frühere Studien haben für viele Tumorarten stark unterschiedliche Ergebnisse zur Prävalenz einer gesteigerten oder verminderten p16 Expression gefunden. Eine erhöhte bzw. verminderte p16 Expression wurde in mehreren Tumortypen als prognostisch relevant beschrieben. Bisher gab es keine vergleichenden Studien, bei denen ein standardisierter Ansatz zur vergleichenden immunhistochemischen Untersuchung an verschiedenen menschlichen Tumoren und Normalgeweben verwendet wurde. Deshalb wurde in dieser Studie ein Normalgewebe-Array bestehend aus 76 verschiedenen Geweben von jeweils acht verschiedenen Patienten und ein Multitumor-Array bestehend aus bis zu 50 Tumoren von 83 verschiedenen Tumortypen und Tumorsubtypen immunhistochemisch auf p16 untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Normalgewebe meistens p16 negativ sind oder nur fokal eine verhältnismäßig geringe p16 Anfärbung zeigen. Die mit Abstand kräftigste p16 Expression fand sich in normalen Pankreasinseln und in der Adenohypophyse. Bei Tumoren fand sich eine deutlich größere Häufigkeit der p16 Positivität. Besonders häufig fand sich eine starke p16 Positivität in kleinzelligen Karzinomen (Harnblase: 76,5 %, Lunge: 60 %, Prostata: 45,5 %, Merkelzellkarzinom der Haut: 81 %), in medullären Mammakarzinomen (60 %), Liposarkomen (60 %), Plattenepithelkarzinomen des Analkanales (60 %), Plattenepithelkarzinomen der Zervix (58,1 %), serösen Ovarialkarzinomen (52,4 %), Osteosarkomen (45 %), Plattenepithelkarzinomen der Vagina (41,9 %), Karzinosarkomen des Endometriums (40 %), serösen Endometriumkarzinomen (35,3 %), muskelinvasiven Urothelkarzinomen (29,8 %) und endometrioiden Ovarialkarzinomen (27,6 %). Eine p16 Anfärbung war hingegen selten in Nierenzellkarzinomen, Schilddrüsenkarzinomen, Phäochromozytomen, Prostatakarzinomen oder Keimzelltumoren des Hodens (0 % Zellen mit starker Anfärbung). Der Vergleich der Befunde von Tumoren mit Normalgeweben bzw. zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren ergibt mehrere Bereiche, in denen die p16 Immunhistochemie potentiell diagnostisch genutzt werden könnte. Dies beinhaltet die Identifikation von Neoplasien der Zervix, wo die Immunhistochemie heute bereits routinemäßig zur Anwendung kommt, aber auch die Unterscheidung Liposarkom vs. normales Fettgewebe oder Leiomyosarkom vs. Leiomyom. Die Daten der Untersuchung zeigen auch, dass Normalgewebe- und Multitumor Tissue Microarrays hervorragend dafür geeignet sind, die diagnostische Bedeutung eines Antikörpers zu evaluieren.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9030
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-92978
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Sauter, Guido
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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