Titel: Rechtsmedizinische Lehre an den medizinischen Fakultäten in Deutschland
Sprache: Deutsch
Autor*in: Nold, Sibylle
Schlagwörter: Rechtsmedizin; Medizindidaktik; Ärztliche Approbationsordnung; Didactics of medicine; Forensic medecine; Medical Licensure Act; Curriculum; Deutschland; Curriculum; Germany
GND-Schlagwörter: Medizinstudium; Rechtsmedizin; Didaktik; Curriculum; Evaluation
Erscheinungsdatum: 2021
Tag der mündlichen Prüfung: 2021-06-04
Zusammenfassung: 
Die Approbationsordnung für Ärzte aus dem Jahr 2002 hat an den medizinischen Fakultäten in Deutschland zu Weiterentwicklungen der Lehr- und Lernmethoden auch in der Rechtsmedizin geführt. Unter anderem im Hinblick auf den Masterplan Medizin 2020 soll eine neue Umfrage auf Grundlage einer Erhebung von 2006 Veränderungen und Potentiale aufzeigen.
Es wurde ein Fragebogen mit 64 Items erstellt, u.a. zum Pflichtcurriculum, zu Prüfungen, Evaluationen, Durchführung von Famulatur und PJ sowie den Angeboten an Wahlfächern, Querschnittsbereichen und sonstigen Lehrveranstaltungen. Nachfolgend wurden die Lehrbeauftragten der rechtsmedizinischen Institute um die Beantwortung auf einer Onlineplattform gebeten. Von den 35 Standorten konnten 28 Fragebögen in die Auswertung einbezogen werden.
Die meist fachspezifisch durchgeführten Pflichtveranstaltungen sind neben Vorlesungen und Seminaren auch praktisch orientierte Lehrveranstaltungen. Andere Formate, wie problemorientierten Lernen oder E-Learning-Module, werden wenig genutzt, allerdings sind Lernzielkataloge und unterrichtsbegleitende Materialien bereits weit verbreitet. Anzahl und Themen der Lehreinheiten weisen teilweise erhebliche Unterschiede, aber auch Parallelen auf. So ist die ärztliche Leichenschau in allen Instituten Bestandteil von praktischen Übungen. Etwa ein Drittel der rechtsmedizinischen Lehrenden verfügt über eine medizindidaktische Basisqualifikation. Im Vergleich zu 2006 zeigte sich ein moderater Anstieg der Beteiligung an Querschnittsbereichen und Wahlfächern. Weit verbreitet sind rechtsmedizinische Themen auch in der Unterrichtung anderer Studiengänge und Berufsgruppen.
Famulaturen und PJ-Wahlfach sind an fast 90% der Institute möglich, ein Anstieg zu 2006 und werden viel genutzt.
Prüfungen werden weiterhin überwiegend in Großgruppen als Multiple Choice-Klausur durchgeführt, hier sollte eine Veränderung hin zu praktischen Prüfungsformen stattfinden.
In den studentischen Evaluationen werden die Lehrveranstaltungen als gut bis sehr gut bewertet, in der Selbsteinschätzung der Lehrenden herrscht überwiegend Zufriedenheit mit dem Unterricht, unterschiedlich wird die Vorbereitung auf das schriftliche Staatsexamen bewertet, kritisch die Abstimmung von Form und Inhalt der Lehrveranstaltungen und die Anzahl der Stunden, obwohl es im Vergleich zu 2006 zu einer Verbesserung gekommen ist.

The implementation of the Medical Licensure Act in 2002 led to developments in teaching and learning methods of medical studies at German medical faculties. In view of the Masterplan Medizin 2020 a new survey based on a study from 2006 aimed to examine how this process has brought about changes and potentials in teaching forensic medicine.
A 64 item questionnaire covering the mandatory curriculum, exams, electives, cross-sectional areas and other courses was created. The lecturers responsible for organizing the teaching at the forensic medicine institutes in Germany were asked to answer the questionnaire on an online platform. 28 out of 35 potential questionnaires were analyzed.
The mostly subject-specific mandatory courses are usually lectures and seminars and include practical teaching methods. Other formats such as problem-oriented learning or e-learning modules are used less frequently, but catalogues of learning objectives and accompanying teaching materials are quite common. The amount of teaching units and covered themes are heterogeneous. Post mortem examination is part of practical classes at all institutes. About a third of forensic medicine lecturers have basic medical didactic qualifications. Compared to 2006 participation in cross-sectional areas and electives moderately increased. Forensic medicine topics are also widespread in teaching of other study programs and various professional groups.
Clerkships and final year electives are possible at almost 90% of the institutes, a rise compared to 2006, and well received among students.
Exams are still mainly written multiple choice tests and done in large groups, a change towards more practical forms is recommended.
Evaluation by students show good or very good marks, self-evaluation by lecturers reveals overall satisfaction with lectures, mixed results for the preparation of the written state examination, and is unfavorable concerning the coordination of the curriculum and the amount of available time, although there is improvement compared to 2006.
URL: https://ediss.sub.uni-hamburg.de/handle/ediss/9047
URN: urn:nbn:de:gbv:18-ediss-93117
Dokumenttyp: Dissertation
Betreuer*in: Anders, Sven
Enthalten in den Sammlungen:Elektronische Dissertationen und Habilitationen

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